06.04.2023: Osthofen (D)
Los gings am Donnerstagnachmittag gegen 14:00. Die Verkehrsprognose war natürlich nicht besonders ermutigend, aber wir hatten ja zum Glück zwei volle Tage und den Rest von heute Zeit, um nach Pesaro zu gelangen.
Es ging erstmal über die A1 und A3 in Richtung Frankfurt, und im Siebengebirge beschwerte sich dann das Navi, dass erklecklicher Stau voraus wäre. Wir fuhren deshalb ab in Richtung Königswinter und danach am Rhein entlang bis Koblenz (Grüße an die Remagener Brücker), dort dann auf die A48 zur A61 und dann weiter in Richtung Südosten.
Kurz vor Worms hatten wir dann keine Lust mehr und sind von der A61 in Richtung Westhofen / Osthofen abgefahren und haben in Osthofen bei einem Winzer sehr ruhig übernachtet (--> Link).
07.04.2023: Covelo (I)
Weiter gings am nächsten Morgen nach einem Müsli-Frühstück. Da wir über Österreich fahren wollten, orientierten wir uns in Richtung Kempen, um den Fernpass zur Inntalautobahn zu nehmen.
Die Verkehrsprognose meldete dort mal ein wenig Stau und mal nicht, und als wir nach weitestgehend staufreier Fahrt (einmal 30 Minuten am Albaufstieg, da geht’s von 3 auf 2 Spuren) dort ankamen, war der Fernpass frei. Wir konnten also gemütlich bis zur Inntalautobahn und von dort weiter auf den Brenner fahren (vorbei an der Schlange durch die LKW-Durchfahrt). Auf Italienischer Seite gabs dann in Sterzing nochmal 15 Minuten Stau vor der Mautstelle, aber danach gings reibungslos über Bozen bis nach Trient, wo wir in Trient-Nord von der Bahn abfuhren (Stau an der Mautstelle) und in Richtung Riva abbogen.
Am Parkplatz am Lago Terlago (Terlach) stand leider ein ‚Camping verboten‘-Schild – wir waren uns jetzt nicht ganz sicher, ob sich das auf ‚Campingverhalten‘ oder auf Übernachtungen bezog und sind weitergefahren zum Stellplatz in Covelo (--> Link). Der ist zwar ziemlich teuer, aber auch bestens ausgestattet und liegt schön in den Bergen. Auch dort haben wir eine sehr ruhige Nacht verbracht.
08.-11.04.2023: Pesaro (I)
Am Morgen spazierte ich mit meiner Frau (das Restkind schlief noch im Womo) durch das Dörfchen, welches wirklich sehr schnuckelig ist. Wir kauften einige Kleinigkeiten im örtlichen Mini-Supermarkt ein, frühstückten nach der Rückkehr zum Mobil und fuhren dann weiter.
Es ging durch Vezzano wieder runter nach Trient und dann weiter auf der Autobahn nach Süden, vorbei an Verona und Bologna. Links vorbei an der Republik San Marino und dann kam auch schon bald die Abfahrt nach Pesaro. Auf den Stellplatz in der Stadt wollten wir nicht so gern, lieber an den Strand, da gab es südlich von Pesaro zwei Campingplätze. Der erste hatte nichts frei, der zweite aber schon, und so landeten wir auf dem Campeggio Marinella (--> Link) zwischen Pesaro und Fano. Eigentlich eher ein Festcamper-Paradies, aber der Strand war ganz schön.
Am Morgen des 09.04. musste ich die Kinder am Hotel abholen (07:00). Jetzt standen wir allerdings ziemlich eingeparkt auf unseren Parzellen, deshalb beschloss ich, zum Hotel zu joggen (5,5 km) und dann mit den Kindern ein Taxi zurück zu nehmen. Gesagt, getan – unterwegs kam die Nachricht von der Trainerin, dass sie schon früher mit dem Frühstück fertig waren und deshalb schon abfahren, unsere Beiden sitzen in der Lobby unter der Aufsicht des Pförtners – na gut.
Ich war dann eigentlich pünktlich da und nahm die beiden in Empfang, die etwas demotiviert waren – beide mit ner dicken Erkältung. Taxi gerufen, und um 07:15 waren wir wieder auf dem Campingplatz, wo die beiden sich nach dem Ostereiersuchen und dem Frühstück erstmal ins Bett verzogen zur Erholung.
Der Rest des Tages verging bei gutem Wetter ruhig, die Kinder erzählten ein bisschen was aus dem Trainingslager und waren froh, sich ausruhen zu können.
Irgendwie hatte noch keiner Lust, wieder abzufahren, und so entschieden wir, noch eine Nacht zu bleiben, auch wenn der CP nicht so toll war.
Am nächsten Tag war auch wieder Sonne, aber nur so 14 °C, und wir entspannten uns noch ein wenig. Irgendwann gegen Mittag kam dann der Anruf von der Trainerin: einer der Truppe hätte im Hotel seinen Reisepass liegen lassen, und ob wir noch in der Nähe wären? Waren wir noch, also sattelte ich eine Stunde nach dem Mittagessen nochmal die Hühner, setzte mir einen ultraleichten Rucksack auf (unser Kurzer hatte auch noch sein Kuschelkissen im Hotel gelassen – fiel ihm aber erst bei der Story mit dem Reisepass wieder ein) und joggte wieder zum Hotel. Diesmal musste allerdings auch der Rückweg wieder zu Fuß gemacht werden, also die gleiche Strecke wieder zurück, was 11 km ergab. Danach war mir doch recht heiss, also ab in die Adria – und ganz schnell wieder raus bei der Temperatur…
Also noch eine Übernachtung.
11.-13.04.2023: Calceranica al Lago (I)
Am nächsten Morgen gabs Abfahrtfrühstück (Müsli) und dann rangierten wir vom Platz. Ziel: Richtung Norden, Lago di Caldonazzo, weil der Gardasee immer noch völlig überfüllt sein soll.
Die Fahrt war staufrei, und gegen 15:00 kamen wir auf dem Camping Fleiola (--> Link) an, den wir uns ausgeschaut hatten. Es waren noch 5 Parzellen frei, und wir konnten sogar direkt am Wasser stehen. Das Wetter spielte auch mit, und wir entschlossen uns, den nächsten Tag auch noch zu bleiben. Abends warf ich dann die Campingfritöse an (Topf mit Öl auf Gaskocher) und es gab Pommes mit Hähnchen-Nuggets für alle.
Der nächste Tag war leider eher enttäuschend, weil diesig und mit viel Regen. Wir schauten uns das Dorf und die Umgebung ein wenig an, aber ohne Wetter war das alles nicht so furchtbar überzeugend. Schade eigentlich, wobei das Wetter später noch mal nachlegte – siehe übernächster Tag.
Abends gabs Pizza aus dem Ooni, um den Tag wenigstens mit leckerem Essen abzuschliessen.
14.04.2023: Natters <AT>
Wir fuhren dann bei wieder relativ miesem Wetter ab und machten uns auf in Richtung Innsbruck, das sollte das nächste Ziel auf dem Rückweg sein. Die Stellplätze in Innsbruck sahen alle nicht besonders einladend aus, deshalb beschlossen wir, oberhalb in Natters zum Camping Natterer See zu fahren. Aber erstmal über den Brenner. Wieder Stau in Sterzing (was die Leute da an der Mautstelle tw. treiben beim Bezahlen, übersteigt mein Verständnis…) und dann bei beginnendem Schneetreiben den Brenner hoch und wieder runter; auf der Nordseite wars dann wieder klar bzw. nur Regen. Innsbruck Süd runter von der Bahn und hoch nach Natters auf den CP (--> Link).
Der war wirklich beeindruckend ausgestattet, auch wenn der Badesee wegen Renovierungsarbeiten (neues Kiesbett) gerade leer war – im Sommer ist das glaube ich ein tolles Ziel für Familien. Sanitäranlagen vom allerfeinsten, an den Spülplätzen gibt es sogar Gastro-Spülmaschinen, die in 5 Minuten eine Ladung Geschirr wieder sauber haben – alles im (nicht niedrigen) Preis enthalten.
Wir bezogen unsere (bei dem Wetter leider matschige) Parzellen, aßen zu Mittag und liefen dann die 100 m zur Bushaltestelle, um den Bus runter nach Innsbruck zu nehmen.
Die Fahrt dauerte nur 18 Minuten bis zum Hauptbahnhof und kostete 10 Euro für die ganze Familie – völlig OK. Wir spazierten bis ca. 16:00 durch Innsbruck und sahen uns die Sehenswürdigkeiten an. Beginnender Hunger wurde mit der Einkehr in eine Kneipe bekämpft (Krahvogel :) ), dort gab es einmal Wiener Schnitzel für alle und danach gings zurück zum Hbf und mit dem Bus zurück zum CP. Diesmal für umsonst, der Busfahrer meinte, wenn sie vom Camping sind, nehm ich sie so mit… auch nett!
Abends haben dann alle luxuriös geduscht und dann gings fertig ins Bett, den Regentropfen auf dem Womo lauschen…
…das schlug dann irgendwann in der Nacht in sanftes Rieseln um…
15.04.2024: Rothenburg ob der Tauber (D)
…und am nächsten Morgen war alles weiß und es lagen 5 cm Schnee, Tendenz steigend, weil es wie im Bilderbuch weiter schneite, schöne dicke weiße Flocken.
Na egal, die Ganzjahresreifen sind ja eh drauf, und Ketten für den Notfall sind dabei. Also alles abfahrbereit gemacht und los geht’s.
Die Straßen waren frei(gefahren), Streusalz war noch nicht notwendig, und so fuhren wir runter nach Innsbruck und in Richtung Fernpass. Unten auf der Inntalautobahn regnete es nur noch, die Schneefallgrenze lag ca. 200 m höher, und sobald wir von der Autobahn runter waren und in Richtung Pass fuhren, war alles wieder weiß. Auf dem Fernpass selbst schneite es die ganze Zeit, aber der Schnee blieb zum Glück auf der Straße nicht liegen, also gab es auch keine Verkehrsprobleme.
In D machten wir auf der Autobahn noch 2 kleine Umfahrungen wegen Stau und kamen dann gegen 14:00 in Rothenburg ob der Tauber an. Wir wählten einen kleinen privaten Stellplatz (--> Link), weil wir eigentlich keine Lust hatten, auf dem Großparkplatz zu übernachten.
Nur 300 m Fußweg zum Klingentor, sehr schön. Wir aßen erstmal zu Mittag (Hamburger, draussen gebraten) und erkundeten danach die Stadt.
Rothenburg ist ja so ein Must-See für die ausländischen Touristen, die übliche japanische Deutschlandtour ist anscheinend Rothenburg-Neuschwanstein-Hofbräuhaus (dann hat man ja alles von Deutschland gesehen…), und entsprechend war auch das Publikum dort. Allerdings war es wegen des Wochentags nicht so voll, sehr gut.
Rothenburg selber ist sehr schön, und man kann dort nirgendwo ausser in den Restaurants was zu trinken kaufen. Sehr merkwürdig.
Sehr interessant ist der Wehrgang, der vom Klingentor losgeht (Vorsicht, alte Stufen und niedrige Geländer), dort können sich Freunde der Stadt Rothenburg nach einer (wahrscheinlich nicht kleinen) Spende in Form einer Steintafel in der Wand verewigen lassen. Wirklich interessant, wer da so alles steht.
Der amtierende Papst hat übrigens in Rothenburg als junger Priester Deutsch gelernt, Wohn- und Studienort sind mit Tafeln beschrieben. Pikanterweise wohnte er in der ‚Judengasse‘, die heute immer noch so heisst.
Gegen 19:00 waren wir wieder bei den Wohnmobilen, aßen noch ein paar Brote zu Abend und dann ging es nach einer Partie ‚11er Raus‘ mit den Kindern auch gegen 22:00 ins Bett. Bei himmlischer Ruhe toll geschlafen.
16.04.2023: Dortmund (D)
Auf zur letzten Etappe, schon ist der Urlaub wieder vorbei. Bei Würzburg wechselten wir auf die A3, während die Schwiegereltern auf der A7 weiterfuhren, die wollten noch ein Wochenende im Harz machen.
Die Fahrt war ereignisfrei, und so waren wir gegen 15:00 Zuhause und machten uns daran, das Womo wieder aufzubereiten.
Nachlese:
-Die Dachluke hab ich noch nicht neu eingedichtet, ist nach dem Strammziehen dicht geblieben trotz Schnee auf dem Dach. Jetzt fahre ich Dekaseal, Kartuschenpresse, Verdünnung, Klebeband und Teppichmesser eben spazieren, bis es Not tut
-Der eine Reifen auf der Hinterachse, der immer Luft verloren hat, tut das jetzt nicht mehr, seitdem ich die Luftdrucksensoren des nicht mehr funktionierenden China-RDKS entfernt und wieder Ventilkappen aufgesetzt habe. Offensichtlich war einer der Sensoren undicht. Schön, dass das geklärt ist.
Bis denn,
Uwe



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