Überraschenderweise war der Verkehr mäßig, und so kamen wir gut voran und pünktlich zum Weltuntergang auf den Parkplatz hinterm Deich in Lelystad an. Schon auf dem Weg hatte es sich gut bezogen und gewindet, und hier brach jetzt der Sturm los, mit Starkregen und allem Pipapo.
NATÜRLICH entschied sich unser Mobil genau jetzt, inkontinent zu werden und die Herausgabe von Wasser im Innenraum zu verweigern, stattdessen liefs unterm Auto raus, wenn man die Wasserpumpe anmachte.
Also Taschenlampe raus (inzwischen wars zappenduster), unters Mobil gekrochen (eher geschwommen)…. Aha, aus dem Schlauch da kommts raus. Das war weder das Frostschutzventil noch der reguläre Frischwasserablass…
Wieder rein, Sitzbank zerlegt (ca. 20 Torx-Schrauben) und siehe da, der speiende Schlauch führt zu einem T-Stück an der Heizung, wo nach unten der Heisswasserauslass abzweigt und nach oben der bewusste Schlauch. Kurze Internetrecherche: in dem T-Stück ist ein Rückschlagventil, und der Schlauch dient als Zuluft beim Ablassen des Boilers.
Das Rückschlagventil schien das Zeitliche gesegnet zu haben, und so lief das Frischwasser ungehindert aus dem T-Stück durch den Schlauch nach draussen, wenn die Druckpumpe lief.
Ersatzteil natürlich nicht vorhanden. Also McGyver-Mode: erstmal den Schlauch auf dem T-Stück mit einer Schlauchschelle gesichert (Druckfestigkeit), dann wieder unters Auto schwimmen und den selbst gefertigten Stopfen aus --> Link von unten in den Schlauch stopfen und mit einer Schlauchschelle sichern.
Kurzer Drucktest, alles in Ordnung, nix läuft aus. Puh. Die finale Reparatur habe ich hier --> Link beschrieben, falls es interessiert.
Jetzt konnten wir endlich was essen und dann gingen die Kinder ins Bett, während ich mich bei einem Bierchen von dem unfreiwilligen Freischwimmer erholte.
Am nächsten Morgen fuhren wir dann rüber zum Outlet, parkten als erfahrene Womo-Anreisende gleich auf dem Busparkplatz und frühstückten dort erstmal. Hinterher besorgten wir, was zu besorgen war, und nahmen ein spätes Mittagessen im Womo ein; danach ging es wieder auf die Bahn in Richtung Düsseldorf.
Da ja heute Bundesligaspiel war (das war in Düsseldorf früher nie ein Problem :D ), durfte man erst ab 19:00 anreisen, was aber auch prima hinkam. Wir wurden ohne Probleme auf Feld 2 eingeparkt, die Kinder verschafften sich auf dem freien Feld 3 erstmal ein wenig Bewegung mit Ball, und Essen wurde zubereitet. Auf Altstadt hatten wir dieses Jahr irgendwie keine Lust.
Am nächsten Morgen gabs Omnia-Brötchen. Wir bereiteten einige mehr zu und schmierten die für die Messe als Wegzehrung. Dann nahmen wir den Messebus, stiegen am Eingang Ost aus und schlenderten die für uns interessanten Stände ab. Ich versuchte noch, am Truma-Stand ein Ersatzteil für die Heizung zu bekommen, aber dort betrieb man nur Marketing. Der Truma-Servicetechniker, der mit dem Servicemobil auf dem Messegelände war, hatte den Terminkalender voll und angeblich auch kein Ersatzteil dabei. Nu gut, dann eben nicht.
Mittags ging es noch mal ins Aussengelände, die Kinder probierten ein Kletter- und Krabbellabyrinth des Stadtsportbundes aus, und wir schauten uns noch einen Reisevortrag an (Russland bis zum Baikalsee, sehr unterhaltsam).
Danach gings zurück ins Mobil, und wir fuhren zurück nach Duisburg, holten den T6 ab und fuhren dann Konvoi zurück nach Dortmund.
Das Womo bleibt wieder hier, weil a) ein neues Ladegerät für die Bleikristall-Batterie rein soll und b) natürlich die Wasserverteilung an der Heizung repariert werden muss.
Bis denn,
Uwe



Dezember 2025
September 2025