Der Campingplatz liegt etwas südlich von Cambrils direkt am Strand. An diesem Küstenabschnitt zwischen Cambrils und Platja Miami gibt es nur Campingplätze und keine Hotels, was dazu führt, dass hinter dem Strand nur Palmen und Pinien stehen, zwischen denen die Wohnwagen und -mobile verschwinden, so macht das Ganze einen sehr schönes Bild ohne Bettenburgen.
Die Anlage selbst wird für spanische Verhältnisse schon fast unglaublich gut gepflegt, jedes herumliegende Blatt wird aufgefegt und ständig ist irgend jemand am putzen oder gärtnern.
Die alten Waschhäuser sind im mediterranen Stil gehalten und sehr gepflegt, werden aber inzwischen modernisiert beziehungsweise ersetzt. Sie haben fest zugeteiltes Putzpersonal, welches ständig gegen seine Landsleute, die am WE den Platz bevölkern, anputzt :-)
Mit unserem Stellplatz 20 m vom Strand entfernt waren wir sehr zufrieden, wenn auch das Gras am Ende der Saison nur noch rudimentär vorhanden war.
Ein Nachteil für Wohnmobilisten ist die schattenspendende Vegetation; einerseits macht sie viele Parzellen von der Höhe her so gerade noch Wohnwagen-tauglich, andererseits zuckern die Blattläuse auch gern die darunter abgestellten Fahrzeuge zu. Klebt wie Hulle, geht aber durch abspritzen mit dem Wasserschlauch wieder ab.
Den kann man auch überall anschliessen, jede der strandnahen Parzellen hat einen eigenen Wasseranschluss und einen Grauwasserablauf, man muss zu Ver- und Entsorgung also nicht die Parzelle verlassen, nur für die Toi.
Manche Parzellen sind auch etwas schwierig zu nutzen, weil noch ein Baum oder Büsche mitten drauf stehen, man muss also ein paar Parzellen ablaufen, bis man etwas nach dem eigenen Geschmack findet. In unserem Fall hat die Rezeption das bei der Ankunft super gemacht und uns eine zu unserer Höhe passende Parzelle ausgesucht.
Für die Kinder gabs den tollen Strand und einiges an Spielplätzen, auch wurden Sachen wie z. B. Basteln angeboten. Für die Erwachsenen fand auch jetzt im Herbst noch Sportanimation wie Zumba oder Wassergymnastik im Pool statt, wovon man auf den Parzellen aber kaum was mitbekommen hat. Die Poollandschaft mit Rutschen etc. War übrigens auch in sehr gutem Zustand, leider ist nur ein Becken (glücklicherweise das mit den Rutschen) beheizt gewesen, hat aber für die anwesenden Camper dicke gereicht, voll war es eigentlich nie.
Ausflüge haben wir mit einem Sixt-Leihwagen nach Cambrils, Tarragona und in die Berge auf den Mont Ral gemacht.
Den Leihwagen haben wir am Flughafen Reus abgeholt. Ist die Geburtsstadt von Gaudi, wie man sieht:
In Cambrils sahen wir noch ein sehr interessantes Gelände-Womo, Hersteller unbekannt:
Nach tollen zwei Wochen mit 22-25 Grad Tagestemperatur und durchaus lauen Abenden machten wir uns am 15.10. wieder auf dem Rückweg, auch dieser Tag versprach wieder sehr schön zu werden.
Wir schafften es relativ bequem bis zur Pont du Gard, ein Weltkulturerbe und der höchste erhaltene Viadukt aus der Römerzeit:
Auf dem dortigen Campingplatz übernachteten wir (Nach Einkauf und Tanken beim Carrefour) und fuhren am nächsten morgen los in Richtung Norden.
Abends um 6 tat uns dann nach 750 km in Luxemburg doch so langsam der Popo vom Sitzen weh, und wir sind dann nach dem Tanken nur noch die 100 km bis zu N&B in Polch gefahren und haben da auf dem Stellplatz übernachtet und morgens entsorgt.
Da war dann die A61 dicht, weshalb wir uns über Landstrasse bis zum Rhein durchschlugen und dann linksrheinisch bis Bad Honnef in Richtung Norden fuhren. Zu unserer Freude ist die Fähre dort bis 10 T zugelassen, weshalb wir diese als kleines Highlight zur Rheinüberguerung nutzten. Und das zum Preis von 4,50 Euro... viel Spass für wenig Geld, und auch noch km gespart!
So waren wir dann gegen ca. 12:00 zu Hause in Dortmund, und ich konnte mich direkt nach dem Ausräumen und säubern des Womos an das nächste Projekt, die Montage der neuen Heckbühne, machen.
Dafür gibts dann nen neuen Eintrag.
Bis denn,
Uwe



Dezember 2025
September 2025