Punkt Eins: WoMo waschen. Unser Abstellplatz (Camper Home Lünen) hat einen Waschplatz, den ich zu nutzen gedachte.
Also Gardena-Bürste, Frosch-Reiniger und Eimer an Bord und los. Als erstes war das Dach dran, dann die Seiten und das Führerhaus... Nur ca. 1,75 Stunden später war ich durch, buchstäblich... außerdem klatschnass. Aber das Mobil war so sauber, dass man sogar wieder alle Kratzer und Kampfspuren seines 13-jährigem Lebens sah :eek:
Punkt 2: einen Lackstift besorgen, keine triviale Aufgabe, weil Sonderlackierung. Iveco konnte mir nicht weiterhelfen, also nach Lünen zum Lackmeister und da nachfragen.
Der gute Mann maß also den Lack am Fahrerhaus mit einem Spektrometer, und die dazugehörige Software spuckte aus, was er aus welchen Farbtöpfen zusammenrühren musste, um den Farbton zu erreichen.
Hat gut geklappt, ich hab sämtliche Steinschläge ausgebessert, aus 3 m Entfernung nicht mehr sichtbar.
Uns der Knaller war, dass er dafür nix haben wollte... Hab ihm natürlich nen Fünfer für die Kaffeekasse gegeben.
Punkt 3: Ventilverlängerungen. An den Zwillingsreifen an unserer Hinterachse sind nach dem Aufziehen der neuen Reifen durch einen eher semikompetenten Reifendienst (wurde von unserem Händler beauftragt) nur für die inneren Reifen Ventilverlängerungen montiert worden. Das hatte zur Folge, dass ich alleine für das Abschrauben der Ventilkappen der äußeren Reifen ca. 5 Minuten brauchte, inklusive einiger Fingerverrenkungen. Zu guter Letzt war das offene Ventil mit keiner üblichen Bauform von Aufpustern zu erreichen, also Kappe wieder frustriert drauffummeln.
Ein Besuch beim fraglichen Reifendienst brachte mich nicht wirklich weiter, sie hatten auch keine passenden Verlängerungen, aber dafür ratlose Gesichter. Die waren auf LKW und PKW spezialisiert, LLKW überforderten sie wohl etwas.
Um das Problem zu lösen, hab ich mir in Lünen eine Werkstatt gesucht, die sich mit sowas auskennt. Der Mechaniker dort fluchte lästerlich, als er das Problem erkannte: man hatte uns an allen Rädern Metallventile aus dem PKW-Bereich montiert, die ca. 1 cm kürzer als LLKW-Ventile sind, weshalb die üblichen Ventilverlängerungen auch zu kurz waren.
Also mussten an den äußeren Zwillingen die Ventile ausgetauscht werden... Natürlich ein Riesenaufwand bei der Zwillingsachse. Hat ca. eine Stunde gedauert, aber jetzt ist alles gut.
Zu guter letzt hab ich noch bei Hornbach in Kamen zwei Gasflaschenfüllungen (11Kg) für je 14,20 (!) € geschossen, dann war es auch schon Zeit, das WoMo nach Hause zu fahren und für die Fahrt zur Caravan vorzubereiten.
Weil die Kinder noch Schwimmen hatten, kamen wir erst gegen 19:30 auf P1 an, der zu diesem Zeitpunkt schon aus allen Nähten platzte... Nach einigem Kolonnen-Warten wurden wir dann auf dem Parkplatz direkt am Eingang Nord abgestellt. Da war zwar nicht so gute Stimmung wie auf P1, aber dafür hat man auch das Remmidemmi aus dem Festzelt nicht bis dahin gehört und konnte gut schlafen. Außerdem war der Messeeingang ca. 80 m von unserer Aufbautür entfernt, was uns die morgendliche Fahrt im überfüllten Messebus ersparte, mit den Kindern sicher ein besonderer Spaß.
Am nächsten Tag ging es dann auf die Messe, wo wir dann nach und nach die für uns interessanten Hersteller abgrasten.
Ein Besuch beim SMV-Stand bescherte uns dann eine Heckbühne für 5 Fahrräder (RadMax) zum Messepreis. Vorteil an dem Ding ist vor allem, dass es höhenverstellbar ist und in oberer Position die AHK gleichzeitig mit dem Heckträger benutzt werden kann. Außerdem muss dann auch kein Leuchtenträger montiert werden, da die Rücklichter frei bleiben. Wird kein Anhänger gezogen, kann die Bühne aber auch herkömmlich unten benutzt werden (dann mit Leuchtenträger), ist dann halt bühnentypisch einfach zu beladen. Und wenn die Fahrräder nicht drauf sind, kann man die Bühne hochklappen oder per Verriegelungssplint gleich ganz abnehmen.
Außerdem ist das Ding nicht wie die meisten Mitbewerber aus Aluminium, sondern aus Stahlprofilen geschweisst, was zwar das Gewicht etwas erhöht, aber auch die Solidität der Konstruktion.
Dann ging es mit einer Zwischenstation bei Oma wieder nach Hause. Am Sonntag hab ich dann das Mobil wieder fit für den Stellplatz gemacht und dachte mir, kontrollier noch mal die Reifendrücke an der Tanke. Soweit OK, bisschen nachgepumpt... Dann hab ich mir den Spaß gegönnt und auch das Reserverad (mitten unterm Heck => drunterkrauchen) geprüft... Katastrophe :eek: nur 3 Bar drauf, 4,75 sollten es sein. Da hätten wir bei einer Panne aber dumm aus der Wäsche geschaut. Muss ich mal beobachten, ob der Druck wieder absackt oder ob da nur so lange keiner nachgefüllt hat...
Insgesamt ein sehr ereignisreiches Wochenende, jetzt ist wahrscheinlich erstmal 4 Wochen Pause bis zu den Herbstferien, da die Wochenenden bis dahin ziemlich ausgebucht sind. Und dann geht es ab nach Spanien :8):
Bis denn,
Uwe



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