Wir (d. h. unsere Familie und die Schwiegereltern im eigenen Mobil) kamen mal wieder erst gegen 18:00 los (meine Frau muss dieses Schuljahr Freitags immer lange arbeiten) und schafften es deshalb nur bis in die Eifel nach Stadtkyll, nachdem wir den Stau am Kreuz A1/A3 über Landstraße umfahren hatten. Der Stellplatz am Parkhotel --> Link war leer, erst später kam noch ein Mobil zu unseren beiden dazu (auch Dortmunder, die Welt ist klein).
01.10.2022 - Grane
Erstmal Brötchen holen (gute Bäckerei in Stadtkyll), dann sollte es losgehen - allerdings musste unser Kleinster mal wieder das Frühstück von sich geben, hatte sich in der Schule wohl noch was mitgenommen. Glänzend - hatten wir schon mal am Anfang des Urlaubs. Also hat er wieder die Spülschüssel bekommen, zum Umarmen während der Fahrt.
Bis Luxembourg hat er die auch einmal gefüllt, danach gings wieder. Wir wiederum füllten den Dieseltank des Mobils und fuhren weiter Richtung Süden. Um dann festzustellen, dass der Diesel in F teilweise billiger ist als in Luxembourg...
Durch Lyon gings am späten Nachmittag mittendurch (kein, aber auch wirklich kein Stau, ungewöhnlich, wohl wegen des Sauwetters) und weiter bis Grane, wo wir wieder auf der Domaine Distaise --> Link übernachteten. Wir kamen allerdings so spät an, dass schon alles zu hatte (Rezeption, Hofladen).
02.-06.10.2022 - Camp Du Domaine
Also am nächsten Morgen bezahlt (10 Euro für 2 Mobile) und wieder ab auf die Bahn. Je näher wir an Toulon kamen, desto klarer wurde mir, dass das Navi spinnt - von Toulon bis Camp Du Domaine ist ca. eine halbe Stunde, nicht 1 1/2 Stunden, und Stau war keiner angesagt. Also nach Ortskenntnis weiter gefahren und siehe da, hinter Hyeres wollte das Navi nicht weiter an der Küste entlang, sondern durch die Berge und von hinten nach Le Lavandou. Donnerwetter. Also das Navi ignoriert, aber mit Argusaugen beobachtet. Hysterische Aufforderungen zum Wenden... bis wir ein weder im Navi noch in der Realität besonders bemerkenswertes Stück Straße passiert hatten, dann wollte das Navi auch wieder geradeaus - und versuchte, uns auf irgendwelchen Schleichwegen zum Camp zu führen. Wieder ignoriert... erst am letzten Kreisverkehr bekam sich das dumme Ding ein und war dann d'accord mit der Route, die ich fuhr. Da muss wohl irgendwas im Kartensatz buggy sein, trotz frischem Update.
An der Rezeption dann die nächste Überraschung: unsere Plätze waren besetzt, weil unsere Reservierung erst ab dem 10. gelte.... Ah ja. Ich hatte im Frühjahr stundenlang mit der Rezeption telefoniert, weil die Buchungen aus dem letzten Jahr total durcheinander geraten waren, und in letzter Konsequenz hats dann wohl doch nicht geklappt. Toll.
Wir suchten uns also Parzellen in der Nähe der Bar du Tennis raus und buchten erstmal nur für 2 Tage, um die Anzahlung abzuwohnen. Stimmung eher gedrückt, weil nicht die übliche schöne Aussicht – aber es war warm und roch nach Südfrankreich, und sooo weit war der Strand dann ja auch nicht weg.
Im Endeffekt haben wir dann bis zum 7.10. (Freitag) verlängert und hatten dort eine schöne Zeit, eigentlich wie immer. Aber ob wir uns den Buchungszinnober nochmal antun, wissen wir noch nicht. Vielleicht nächstes mal einfach der Stellplatz am Plage de Cabasson --> Link, da ist um die Jahreszeit nix los und einen schönen Strand hats auch.
07.10.2022 – Vallon-Pont-d’Arc
Mehr als die eine Woche wollten wir dann auf dem CP auch nicht bezahlen, primär aus Ärger um den ganzen Buchungszinnober. Also ging es am Freitag wieder los. Bei zunehmend schlechterem Wetter fuhren wir Richtung Norden, aber nach Aix klarte es wieder auf und wir fuhren bei Pont Saint Esprit von der Autobahn ab und südwestlich um die Schluchten der Ardeche herum, um dann bei Vallon Pont-d’Arc in die Schlucht abzubiegen. Erster Halt war die Pont d’Arc, eine beeindruckende natürliche Felsenformation, wo sich die Ardeche quasi durch eine Felswand genagt hat.
Nach der Besichtigung ging es ein Stück zurück durch die Tunnels zum Camping des Tunnels --> Link, wo wir zwei schöne Plätze mit Blick auf den Fluss für die Übernachtung ergatterten. Die Kinder gingen in der Ardeche schwimmen und wir erholten uns ganz gut von der Fahrt.
08.10.2022 – Langres
Jetzt ging es weiter über Land in Richtung Valence; wir konnten uns bei dieser Gelegenheit noch mal sehr genau das Kernkraftwerk Cruas an der Rhone anschauen (nur nicht anhalten) und kamen dann kurz hinter Montelimar wieder auf die A7.
Durch Lyon nahmen wir die innere Peripherique, weil direkt durch ein Stau war, verfranzten uns dann aber von der Autobahn runter und landeten doch wieder vor den Tunnels auf der A7. Na ja, 10 Minuten Stau sind ja OK.
Einkaufen in Beaune liessen wir diesmal ausfallen; wir wollten in Langres in den Voguesen übernachten. Das ist die größte befestigte Stadt in Europa, und man kann dort im Prinzip auf den Befestigungen campen --> Link und hat einen wunderbaren Blick übers Land.
Es war zwar etwas voll an der Rezeption dort, aber da wir Plätze ohne Strom nutzen konnten, bekamen wir ein Stück Wiese direkt vorn an der Mauer zugewiesen, mit weitem Blick – perfekt.
Wir nutzten das restliche Tageslicht für eine Tour durch die Altstadt (wirklich nett) und kauften noch etwas im nahen Casino Express fürs Abendessen ein. Bei der Rückkehr zum Womo gabs noch einen schönen Rest-Sonnenuntergang.
09.10.2022 – Dortmund
Nach dem Aufstehen lief ich wieder in den Ort und plünderte die dortige Bäckerei – Urlaubsabschlussfrühstück mit Baguette, Croissants, Pain au Chocolat.
Schön gefrühstückt, danach Abfahrt und wieder zur Autoroute bei schönstem Wetter.
Diesmal tankten wir in Frankreich nochmal nach, weil das billiger war als in Luxembourg (auf der Hinfahrt) – sehr ungewohnt, Spritpreisbremse in F sei dank.
In Wasserbillig trennten wir uns von den Schwiegereltern, die wollten noch ein paar Tage an der Sauer machen, wir mussten ja nach Hause, weil ich Montag wieder arbeiten musste.
Die Fahrt durch die Eifel war diesmal sehr schön, Kaiserwetter, echt selten hier. Um Köln rum war mal kein Stau, und so kamen wir gegen 17:00 wohlbehalten in Dortmund an.
Nachlese:
- Wohl eher kein Urlaub mehr auf Camp Du Domaine. Der Buchungshorror hat uns diesmal endgültig den Rest gegeben.
- Vielleicht öfter mal die Rückfahrt etwas ausdehen, die zwei Tage in der Ardeche und in Langres gefielen mir fast am besten.
- Neue Kühlschankgitter müssen her, die Verblendung, die den Auspuff des Kühlschranks abdeckt, ist (wohl aufgrund fortgesetzter
Hitzeeinwirkung) zerbröselt. Werde oben und unten ersetzen, ist alles schon etwas marode.
Bis denn,
Uwe



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