Da wir uns nicht in den Mittwochnachmittags-Superstau stellen wollten, fuhren wir erst Donnerstag morgen los in Richtung Harpstedt, um dort den Eltern meiner Frau die Vatertagsaufwartung zu machen. Die Fahrt verlief gut bis Münster-Nord, wo wir gerade noch abfahren konnten, um nicht im dortigen 8-km-Stau zu versumpfen. Die Umfahrung kostete ca. 10 km mehr Strecke, sparte uns aber viel Stillstand und damit Zeitverlust.
Gegen Mittag kamen wir bei den Grosseltern an, und nachdem die Kinder ausreichend bespielt, beschenkt und berieselt wurden und das Vatertagsgeschenk übergeben war, brachen wir nach dem Kaffeetrinken in Richtung Syke auf, wo wir zum ersten mal auf einem Landvergnügen-Bauernhof übernachten wollten.
Wir hatten uns telefonisch angekündigt und fanden den Hof dann auch problemlos. Martin, der sehr nette Landwirt, wies uns einen Platz mitten im Grünen neben seiner Maschinenhalle zu, wo wir sehr schön standen.
Dann wurden wir erstmal in die Feinheiten seines Betriebs eingewiesen (Saatvermehrung Raps und Rasen, Kartoffelanbau), sämtliche Landmaschinen und die Maschinenhalle samt Werkstatt besichtigt und die Kinder auf den vorhandenen Kleintierbestand losgelassen (Kaninchen, Ziegen, Hühner und Ponys).
Die Kurzen wussten schon fast nicht mehr, wo ihnen der Kopf stand vor lauter Treckern und Tieren und waren sehr begeistert.
Die Kinder durften dort auch solo unterwegs sein, und so genossen wir bei einem frühabendlichen Bier die Stille... ich glaube, ich habe noch nie so laut den Kühlschrank unseres Womos auf Gasbetrieb hören können :-) Und, schon fast unüblich für einen Bauernhof: da es kein Nutzvieh gab, blieb auch jede Spur von 'Landluft' aus.
Wir fragten nach dem Hofladen, um dort ein paar Einkäufe zu tätigen und uns damit auch für die erwiesene Gastfreundschaft erkenntlich zu zeigen. Der ist allerdings nett gesagt noch im Aufbau, und statt eines für den Landwirt lohnenden Einkaufes bekamen wir die Tagesproduktion der Hühner (10 Eier in interessanten Farbtönen von weiss über hellgrün nach dunkelbraun => exotische Hühnerrassen) geschenkt...
Wir schenkten Martin dann als Dankeschön eine Flasche Dortmunder Hopfensünde, eine lokale Bierspezialität, die eigentlich mein Vatertagsgeschenk war, aber die hab ich gern gespendet!
Nach einer sehr ruhigen Nacht frühstückten wir in aller Ruhe, und während wir das Womo für die Abfahrt vorbereiteten, durften die Kinder helfen, die Tiere zu füttern. Wir verabschiedeten uns von Martin und waren von unserer ersten Landvergnügen-Übernachtung sehr positiv überrascht, besser kann es eigentlich nicht laufen.
Als nächstes Ziel hatten wir uns am Vorabend eine kleine Brauerei in Oelde ausgesucht, bei der man gut essen und übernachten können sollte. Aber wie so oft kam es anders :-) für die Mittagspause fuhren wir von der B51 in Lembruch ab zum Dümmer. Als wir sahen, dass es da einen ganz netten Stellplatz für umsonst gab, übermannte uns der Geiz und wir blieben gleich da.
Wir nützten das Bombenwetter für eine Fahrradtour rund um den Dümmer, die sich sehr kurzweilig gestaltete. Wir hielten auf den insgesamt 18 Kilometern an 2 schönen Spielplätzen an, die von den Kindern ausgiebigst bespielt wurden, am 2. gab es auch noch ein Eis. Die gesamte Strecke war gut zu fahren und es war auch nicht so voll, von daher eine echte Empfehlung für eine Familienradtour.
Zurück am Womo mischten die Kinder mit diversen Outdoor-Spielchen und Fahrradrunden um den Stellplatz selbigen auf, während ich den Solarkoffer aufbaute, der dann brav das letzte bisschen in den Akku drückte und auch noch das Handy meiner Frau auflud.
Nach dem Abendessen ging es für die Kinder ins Bett, und wir konnten bei dem schönen Wetter draussen noch ein Bierchen geniessen.
Auf der Rückfahrt am nächsten Tag legten wir noch einen Stop im Tierpark Hamm ein, da der bei der Ruhrtopcard inklusive ist. Der Park ist schön angelegt, leider sind einige Gehege noch eher vom alten Typ mit wenig Platz und Metallgittern. Dafür konnten aber die Kinder z. B. die Zebras füttern und hatten auch ansonsten viel Spass auf dem grossen Spielplatz, so dass es ein gelungener Nachmittag war.
Gegen 16:30 fuhren wir dann zurück nach Dortmund (ganz schnöde über die Autobahn, was wir nach der Übernachtung beim Bauern vermieden hatten), das Mobil wurde ausgeladen und gesäubert und so ging dann ein sehr schönes Wochenende zuende.



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