Der Platz liegt recht interessant am Kanal, da auf der Süd/Westseite (Stellplatz) noch Münsterland ist und auf der anderen Kanalseite der Teutoburger Wald anfängt. Ausserdem liegt dort der Stadthafen.
Wir erwischten quasi einen der letzten Plätze (an der Leitplanke direkt bei der Einfahrt, eigentlich kein offizieller Stellplatz), hinten an der Brücke war natürlich alles belegt mit Frühankommern. War aber nicht schlimm, wir wollten uns ja nicht groß ausbreiten.
Schön an diesem Stellplatz ist, dass man quasi direkt am Wasser steht und die Schiffe 10 m vom Womo entfernt vorbeifahren und dort auch anlegen und übernachten. Sehr unterhaltsam.
Die Nacht war ruhig, und um 06:30 schnürte ich meine Joggingschuhe und watzte am Kanal entlang in Richtung Norden los. Nach 5,X Kilometern gab es eine passende Brücke, so dass ich auf der anderen Seite wieder zurück laufen konnte. Wunderschön, mit aufgehender Sonne und Nebel über dem Kanal.
Wieder zurück, holte ich erstmal Brötchen und Croissants im nahegelegenen ‚Einkaufszentrum‘, und nach dem Frühstück machten wir uns auf in Richtung Lemwerder. Dort fand an diesem Wochenende ein Drachenfestival statt, und dort wollten wir uns mit den Großeltern treffen und die Kinder wieder übernehmen.
Die Fahrt dorthin verlief ohne Zwischenfälle, wir hielten noch kurz bei Aldi für ein paar Einkäufe und kamen gegen 11:30 in Lemwerder an. Das Gelände war natürlich an den Drachen schon von weitem zu erkennen, und wir versuchten, uns doof zu stellen und mit dem Womo aufs Festgelände zu fahren. Allerdings war die Security auf Zack und erkannte sogleich, dass wir keine Aussteller waren… und verwies uns freundlich auf die provisorischen Parkplätze auf der Weide. Uns wurde explizit zugesagt, dass wir da auch über Nacht stehen bleiben könnten.
Wir richteten uns also zwischen zahlreichen Kuhfladen ein und warteten auf den Rest der Familie. Die trafen dann auch ein, und wir aßen erstmal mit allen im Womo zu Mittag.
Dann ging es aufs Festival. Dort war echt die Hölle los, es gab schöne und auch sonderbare Drachen zu sehen (siehe Fotos), und wir schlenderten dort herum und machten auch ausführlich Rast am Weserdeich, Schiffe gucken.
Gegen 18:00 gingen wir zurück zum Womo, ich schaufelte das Gröbste (vor allem das Weichste) an Kuhfladen zur Seite und baute Tisch und Stühle auf, und dann wurde erstmal auf dem sich leerenden Parkplatz gegrillt. Wir bekamen prompt Besuch vom patroullierenden Parkplatzwächter der Stadt Lemwerder, der uns nur guten Appetit wünschte und einen ‚Daumen hoch‘ gab. Kurz darauf kam noch ein großes Quad der Feuerwehr vorbei, dessen beiden Insassen uns auch amüsiert musterten.
Nach Essen und Abwasch ging es wieder zurück auf das Festival, weil für den Abend eine Nachtflug- und Lasershow angekündigt war. Eigentlich sollte es Feuerwerk geben, aber das war wegen der Trockenheit verboten worden.
Die Akteure der Nachtflugshow gaben sich große Mühe, es war allerdings schwierig, weil der Wind fast komplett eingeschlafen war; die Drachen stiegen nur noch mit viel Pumpen (bei den Lenkdrachen) bzw. Rennen (bei den Show-Drachen) ein paar Meter auf. War aber trotzdem schön.
Die Lasershow war recht spektakulär, schon irre, was da heutzutage möglich ist.
Dann gings zurück ins Womo, die Großeltern fuhren nach Hause und die Kinder gingen ins Bett. Wir dann auch, kurze Zeit später.
Zum Frühstück am nächsten Morgen gabs Aufbackbrötchen aus dem Omnia, und wir fuhren dann auf telefonische Einladung (war eigentlich nicht geplant) noch zu den Großeltern vorbei zum Mittagessen. Danach kämpften wir uns über die A1 zurück ins Ruhrgebiet und kamen gegen 18:00 wieder zuhause an. Das Womo bleibt gleich da, weil nächste Woche der Caravan-Salon-Besuch ansteht.
Bis denn,
Uwe



Dezember 2025
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