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Reisemobil-Blog "Die fünf Hermänner"
Eigentlich haben wir dieses Blog erstmal nur erstellt, um selber die Übersicht über unsere Fahrten zu behalten :D

Es wird primär um die Ausritte mit unserem Bimobil gehen, mal sehen was sonst noch dazu kommt.

Videos zu den einzelnen Reisezielen gibt es teilweise unter --> Link zu sehen.

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Natürlich werden die Beiträge tendenziös, subjektiv und nicht übertragbar sein; als wohnmobilierende Familie mit 3 Kindern hat man halt so seine eigenen Ansichten und Präferenzen...

Bis denn,

Tinduck (Uwe)
Tinduck
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21.12.2018-5.1.2019: Sexten

permanenter Linkvon Tinduck am 15 Jan 2019 09:41:41

Auch dieses Jahr hatten wir über die Winterferien wieder Sexten (Südtirol) gebucht, nachdem wir in den letzten 2 Jahren auch dort waren.
Leider waren unsere Reisevorbereitungen dieses Jahr recht hektisch. Ich hatte das Mobil zwar schon am 16. aus der Halle geholt und vor die Tür gestellt, aber niemand ist dazu gekommen, groß was reinzupacken, weil die Woche total mit vorweihnachtlichen Terminen vollgequetscht war.
Also am Freitag früher von der Arbeit weg und packen, packen, packen. Beim Befüllen des Wassertanks und dem nachfolgenden Entlüften der Wasserleitungen fiel auf, dass der Küchen-Wasserhahn unten an der Kartusche lustig leckte. Mist, günstiger Zeitpunkt. Also auf in den Baumarkt, wo sie zufälligerweise ein nahezu baugleiches Modell vorrätig hatten (ist eine Druckwasseranlage, daher reicht ein normaler Haushaltswasserhahn). Allerdings waren an unserem Modell unten Schlauchtüllen an die Kupferrohre geschweißt, die neue Version kam mit den moderneren Flexleitungen für den Anschluss an Eckventile daher. Also entsprechende Adapter (3/8 Zoll auf ½ Zoll, ½ Zoll auf Schlauchtülle) in doppelter Ausfertigung gekauft. Noch schnell 3 x 2 Meter billigen Rasenteppich fürs Vorzelt mitgenommen und wieder ab nach Hause. Mit einigem Gefluche und nur 1 x Nachdichten mit Teflonband war die Sache dann dicht und druckfest, Halleluja.
3 Stühle und den grossen Tisch raus, Vorzelt rein, Gestänge rein, Schneeschaufeln rein… irgendwann kamen wir dann gegen 17:00 los. Uns war klar, dass es nicht mehr weit gehen würde, und wir übernachteten dann in Freudenberg auf dem Stellplatz am Gambachsweiher. Zumindest in der Nebensaison genau unser Fall: ruhig, am Wasser, kein Klo :D .
Nach einer geruhsamen Nacht fuhren wir morgens um 07:30 weiter. Geplant war, über den Fernpass nach Österreich rein zu fahren. Hinter Frankfurt fing dann der Spass auf der Autobahn an, Würzburg mussten wir komplett umfahren, um Ulm rum ging es dann wieder. Allerdings wurde der Fernpass schon die ganze Zeit ziemlich rot in Google Maps angezeigt, und so war es dann auch. Einen Teil des Staus konnten wir noch durch die Ortsdurchfahrt in Reutte vermeiden, aber dann war alles dicht. Wir quälten uns noch bis Heiterwang und stellten uns dann beim Ferienhof Sunnawirt auf den Stellplatz. Für neun Euro (ohne Strom) durchaus OK und schön gelegen.
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Am nächsten morgen dann einmal den Bongo entsorgt und weiter gings. Morgens um neun ist der Fernpass echt erholsam… und auch die weitere Fahrt über Innsbruck, Brenner, Bruneck, Toblach und Innichen verlief ruhig und staulos. So kamen wir einen Tag später als geplant an, aber wir hatten natürlich den CP informiert.
Es lag nicht übermäßig viel Schnee (an den ungeräumten Orten vielleicht 15 cm) und die Parzellen waren natürlich schon geräumt, insofern waren wir schnell installiert und ich konnte das Vorzelt ans Womo bauen. Da kam dann auch schon der erste Möööp: den extra vorher gekauften Rasen-Vorzeltteppich hatte ich natürlich nicht eingepackt. Zweiter Möööp: den kleinen Tisch fürs Vorzelt auch nicht. Shice Hektik. Ein Tisch wurde mit Wäscheständer und Picknickdecke improvisiert.
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Einen Weihnachtsbaum hatten wir in der Hektik auch nicht mehr organisiert. Aber im Spätherbst gab es in Sexten wohl einen heftigen Sturm, und oberhalb des CP war ein grosser Windbruch im Tannenwald. Ich schnappte mir mein Hackebeilchen und erbeutete dort ein paar gut konservierte (kalt) Tannenzweige, die wir zu einem Weihnachtsgesteck arrangierten. Lichterkette rein, das Christkind konnte kommen.
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Bis Heiligabend vertrieben sich die Kinder die Zeit mit Spielen im Schnee und im KidsClub des Campingplatzes, ausserdem waren wir ein paar Mal unten im Ort zum Einkaufen und ‚Cafesieren‘. Am Heiligabend selber gab es natürlich ein schönes Weihnachtsessen und Geschenke für die Kinder (ein paar Kleinigkeiten auch für uns). Am ersten Feiertag gab es abends das traditionelle Punschtrinken auf dem Campingplatz, die Famile Happacher lädt dann immer zu Punsch und Keksen bei stimmungsvoller Blasmusik ein, für die Kinder kommt dann auch noch mal der Weihnachtsmann und bringt Tüten mit Nüssen, Mandarinen und ein paar Süßigkeiten und nicht zu vergessen den neuesten Geschichten von ‚Rosso i Nero‘, den beiden Wichteln des Campingplatzes. Eine wirklich nette Veranstaltung. Auch von der Dauer her begrenzt, wegen der Kälte… findet ja alles im Freien statt.
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Am zweiten Feiertag fuhren wir runter in den Ort und buchten die obligatorischen 5 Tage Skikurs für die Kinder und kauften dazu auch die Liftkarten, nachmittags dann noch im Skiverleih auf dem CP die Ausrüstung gebunkert… so konnten die Tage bis einschliesslich Sylvester mit Skifahren schnell vergehen. Das einzig lästige dabei ist morgens der Wecker um 7:00, damit die Kinder püntklich um 09:30 beim Skikurs ankamen. Da waren wir dann auch wieder froh, als der Kurs vorbei war und wir wieder ausschlafen konnten.
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Zu Sylvester gabs wie üblich erst Dinner for One und dann Ekel Alfred mit dem Sylvesterpunsch, danach noch eine Runde Monopoly und dann bis zum Jahreswechsel eine Überdosis Mr. Bean, damit die Kinder wach blieben. Unser Feuerwerk waren dann 10 große Wunderkerzen, auch sonst war auf dem Platz nicht viel mit Knallen und Raketen, nur oben an der Strasse ein bisschen. Na ja, wer hat schon gern Raketen-Reste auf seinem Womo-Dach.
Natürlich nahmen wir auch wieder am Schneebar-Wettbewerb teil, wobei das diesmal schwierig war wegen relativ wenig Schnee. Die Kinder schaufelten dann das Dach des naheliegenden Entsorgungspunktes leer, das reichte für die Schneebar, die diesmal mit Eisschollen aus dem Bach und Tannenzweigen dekoriert wurde. Man beachte die 3-Zinnen-Applikation :) Als Lohn für den Schweiss gab es 5 Sonnenbrillen für die ganze Familie :) .
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Am Donnerstagmorgen baute ich dann das Vorzelt ab und hing es in den Trockenraum für Zelte, der natürlich wie immer mit Socken und Morgenmänteln blockiert war (dafür gibt’s eigentlich einen Extraraum daneben). Nach einigem Umgeräume passte es dann, und ich konnte das Zelt abends trocken einrollen. Noch den anderen Schiedels wie Schneeschaufeln usw. eingeräumt, dann war alles für die Abfahrt am nächsten Morgen vorbereitet. Der Eiszapfen unter der Heizung war natürlich auch wieder episch, wegen der niedrigen Temperaturen bis -12 °C.
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So leerte ich Freitag morgens nur noch die Klokassette, zog den Strom ab und wir konnten abfahren. Die Wettervorhersage war grauslich, schwere Schneefälle für Österreich und Bayern… wir entschieden uns (nachdem ich nochmal Wasser nachgetankt hatte) für die Route Felbertauern / Thurnpass, weil es da wenigstens keine üblen Steigungen gibt.
Sobald wir aus dem Pustertal raus waren, ging es mit dem Wetter bergab, und bei der Auffahrt zum Felbertauern-Tunnel war schon dichtes Schneetreiben und starker Wind. Auf der Strasse war aber nur ein bisschen Schneematsch, weil schon fleissig geräumt wurde, also kein Problem.
Auf dem Thurnpass wurde der Schnee schon höher, mehr Matsch auf der Strasse, für LKW schon Schneeketten-Pflicht. Wir kamen aber auch ohne noch gut hoch und wieder runter.
Vor Kitzbühel dann Stau. Eine Stunde bis rein in die Stadt, und warum? Weil der Bürgersteig vom Schnee befreit wurde und dafür ein Traktor mit Anhänger auf der Strasse mitfuhr, auf den der Schnee per Fräse befördert wurde. Unglaublich, 10 km Stau in beide Richtungen wegen so nem Mist.
Weiter gings über St. Johann und Kössen, am Walchsee vorbei und dann in Kiefersfelden auf die Inntalautobahn und zur A8, die natürlich ziemlich verstopft war, weshalb wir bis zur A99 noch ein Stück über Land geführt wurden. Von der A99 ging es dann auf die A9, alles noch schön mit Schnee und so, und hinter Ingolstadt suchten wir uns dann einen Stellplatz zum Übernachten. Es wurde der Wohnmobilstellplatz Lände-Hilpoltstein am Main-Donau-Kanal. Der sollte laut stellplatzradar 6 Euro kosten, die werden aber nur in der Saison von April bis Oktober kassiert, wie uns ein Info-Schild verkündete. Also stellten wir uns schön ans Wasser und dachten uns, wenn jemand kassieren kommt, ist es gut, wenn nicht, auch.
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Es kam niemand, ausser noch einem anderen Womo, und so schliefen wir ruhig und machten uns am anderen Morgen gegen 08:00 wieder auf den Weg. Über Nacht hatte es wieder geschneit (ca. 10 cm), und wir zogen eine frische Spur bis zur Hauptstraße. Die war auch nicht geräumt, nur grob freigefahren, also vorsichtig ab zur Autobahnauffahrt. Dort stand in der Auffahrt schon der erste Sattelauflieger, der nicht mehr weiter kam… wir konnten dran vorbei fahren und fuhren auf die Autobahn auf, wo erstmal nur die rechte Spur geräumt war, aber reicht ja. Verdächtig wenig Verkehr, und die Gegenspur komplett verstopft… das Radio klärte uns auf: ein paar Kilometer hinter uns standen wohl mehrere LKW quer, von daher kam von hinten nix nach. Gut, dass wir abends noch so weit gefahren waren.
Hinter Nürnberg wars dann auch vorbei mit Schnee, und man konnte bei nasser Autobahn völlig normal fahren. In den Mittelgebirgen gab es dann immer noch mal Nebel und leichten Schnee, aber nichts, was die Fahrt beeinträchtigt hätte, und so kamen wir relativ entspannt gegen 14:00 in Dortmund an.
Dann gings erstmal ans Teile bestellen für Kleinreparaturen, eins der Quicklocks am Kinder-Kleiderschrank hatte den Geist aufgegeben, und das Pushlock der großen Schublade unter der Sitzgruppe wollte auch nicht mehr einrasten. Ausserdem habe ich den Verdacht, dass so der eine oder andere Fensterriegel auch nicht mehr lange seinen Dienst verrichtet. Alles zusammen im Campershop24 bestellt, jetzt sind die Kleinigkeiten repariert und es sind noch Ersatzteile auf Lager.
Und weil es zu Weihnachten für die ganze Familie nach einer zweijährigen Pause wieder die Ruhrtop-Card gab, werden es dieses Jahr hoffentlich wieder mehr Wochenenden als im letzten Jahr.

Bis denn,

Uwe

Alberto Brandolini: "The amount of energy needed to refute bullshit is an order of magnitude bigger than to produce it." :wall:
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