Allerdings wollten unsere Schwiegereltern wieder hin, und sie versprachen, die Buchungen selber zu tätigen – also liessen wir uns breit schlagen.
28.09.2023: Autreville-sur-Moselle
In der Woche vor den Ferien waren bei uns alle 3 Kinder auf Klassenfahrt, und so konnten wir das Mobil und den Haushalt mal in Ruhe auf die Ferien vorbereiten. Leider kam der Letzte erst um 18:30 mit dem Bus an der Schule wieder an, so dass wir anders vorgingen als sonst. Ich arbeitete bis 14:00, lud die Fahrräder auf die Heckbühne und legte mich dann für 3 Stunden aufs Ohr. So konnten wir gegen 19:45 losfahren und nahmen uns vor, möglichst viel Strecke zu schaffen, nicht nur wie sonst bis in die Eifel.
Der Verkehr war schon wieder recht ruhig (vorher gabs massig Staumeldungen) und wir konnten ohne eine einzige Minute Stau an Köln vorbeirutschen. Ab durch die Eifel, tanken in Wasserbillig und weiter gings.
Hinter Metz verliess uns dann die Lust (inzwischen war es 01:00), und wir suchten uns den Stellplatz in Millery zur Übernachtung aus. Der war allerdings proppevoll – aber in Autreville-sur-Moselle (2 km weiter) gibt es einen Parkplatz direkt an der Mosel, wo noch Platz war --> Link.
Drei Mobile standen da schon, und ein ‚parkender‘ PKW mit jugendlicher Besatzung (der sich dann verzog, als wir eingeparkt hatten).
Dort verbrachten wir eine ruhige, aber kurze Nacht – Aufstehen um 06:30, Katzenwäsche und dann wieder ab auf die Piste, wir wollen ja noch wo hin.
29.09.2023: Grane / Domaine Distaise
Wegen der frühen Stunde gings reibungslos voran, und wir ritten gegen Mittag in Beaune beim Intermarche ein. Kurz tanken, einkaufen, Mittagessen und dann wieder weiter.
In Lyon wählten wir den direkten Weg (das Navi wollte wieder mal umfahren, obwohl das zeitlich und von der Strecke her deutlich länger dauerte, da gibts wohl inzwischen ‚Empfehlungen‘?) und fuhren danach reibungslos weiter bis Loriol, wo wir abfuhren und auf der Domaine Distaise (--> Link) eincheckten.
Hier gabs wieder sehr gute Chorizo aus dem Hofladen und eine Übernachtung für 5 Euro. Und weil wir so früh da waren, konnten wir das Restlicht nutzen und noch eine Stunde draussen sitzen.
30.09.-05.10.2023: Camp Du Domaine
Die restliche Fahrt war wieder komplett staufrei und bei schönstem Wetter. Einziger Wermutstropfen war der gleich Navi Fail wie letztes Jahr - nach Hyeres wollte das Navi oben durch die Berge und dann runter nach Le Lavandou, obwohl die Küstenstraße kein Problem ist. Ich bin dann stur weiter gefahren, das Problem liegt offensichtlich am ersten Kreisverkehr in Bormes les Mimosas, irgendwie meint das Navi, da kann man nicht durchfahren. Keine Begrenzung irgendeiner Art, nix...
Wir bezogen wieder die gleichen Parzellen hinten an den Tennisplätzen, natürlich hatten die Schwiegereltern auch nichts anderes mehr buchen können.
Die Buchungshölle auf dem Platz geht in die nächste Runde, jetzt gibts ‚Optionen‘ für das nächste Jahr (aber nur für exakt die Parzelle, auf der man stand, für den gleichen Zeitraum, in dem man da war, und auch nur, wenn man zwei ganze Wochen dort war… easy peasy) und ein Online-Buchungssystem, das ab 22. November fürs nächste Jahr freigeschaltet wird, da darf man sich dann um die Restparzellen schlagen, für die keine Option gezogen wurde. Natürlich gegen komplette Vorkasse, nix Anzahlung. Wird immer schöner. Die Frage, ob noch andere Parzellen frei sind als unsere, bekam die Antwort ‚Nein, alles restlos ausgebucht‘. Nur komisch, dass die 10 Parzellen in unmittelbarer Nähe die ganze Woche unbesetzt blieben… und auch auf den besseren Plätzen vorn zum Wasser hin war immer wieder was frei. Man mag wohl kein Parzellen-Hopping?
Ausserdem ist jetzt bei Ankunft der komplette Buchungsbetrag als ‚Kaution‘ fällig, wird auf der Kreditkarte reserviert. Irgendwie wird man da inzwischen behandelt wie ein potentieller Betrüger.
Egal. Wir richteten uns ein und ich ging als erstes mit den Kindern zum Wasser, schwimmen. Der Strand war in der ganzen Zeit dort extrem gut besucht, der Campingplatz ziemlich voll. Interessanterweise waren diesmal sehr viele Schweizer dort, die gabs in den ganzen Jahren davor höchstens mal vereinzelt, jetzt war halb Bern vor Ort.
Neben Faulenzen, Schwimmen, 2 x Joggen und ab und an mal im Ort einkaufen (per e-Bike) gabs noch einen Ausflug zum Plage de Cabasson. Den erwägen wir als Alternative zu Camp Du Domaine; man kann dort für 25 Euro pro Nacht mit dem Womo übernachten und der Strand ist wunderschön.
Direkt nebenan ist die Fortresse de Bregancon, die bis 2014 oder so Sommersitz des französischen Präsidenten war. Ist immer noch streng abgeriegelt, kann aber nach Terminvereinbarung besichtigt werden. Der Sentier Littoral (Küstenwanderweg) ist dort unterbrochen, angeblich wegen schlechtem Zustand. Sicher, sicher…
Ausserdem waren wir am Donnerstag auf dem Markt in Le Lavandou, der immer einen Besuch wert ist.
06.10.2023: Vignoles
Samstag morgen machten wir uns auf die Rückfahrt, während die Schwiegereltern noch bis zum darauffolgenden Donnerstag bleiben wollten. Sei ihnen gegönnt :-)
Wir tankten noch kurz in Le Lavandou an der Hauptstraße und dann gings (wieder mit Navi Fail) zurück in Richtung Hyeres und Toulon. Immer noch Kaiserwetter – wir kamen ganz gut voran, so macht das Fahren Spass. Durch Lyon gings wieder mitten durch mit 5 Minuten Stau (besser als 40 Minuten Umweg), und wir erreichten Beaune und fuhren erstmal zum Supermarkt, Tanken und Einkaufen. Übernachtet wurde dann in Vignoles auf dem CP Les Bouleaux --> Link.
Diesmal war es noch hell, und so konnte ich mit den Jungs endlich mal das Schlösschen in dem kleinen Ort in Augenschein nehmen. Das ist im Besitz des Dorfes und auf dem Gelände sind ein Gestüt und die Sportanlagen des Ortes untergebracht. Das Herrenhaus selber ist ein wenig verfallen und war wohl auch mal größer, aber trotzdem ganz nett.
Nach dem Abendessen (und dem Abwasch) gings ins Bett, alle waren ganz schön fertig.
07.10.2023: Wieder zu Hause
Bei tollem Wetter ging es weiter durch die Vogesen und dann über Metz und Nancy nach Luxembourg (Tankstopp und Kaffeekauf in Wasserbillig). Ab durch die Eifel, ein bisschen Gedrubbel um Köln und dann über die A1 wieder nach Dortmund. Leider schon wieder ein Urlaub vorbei.
Was war sonst so?
- Mit Drahtbürste und Owatrol einige beginnende Roststellen am Rahmen und unterm Fahrerhaus behandelt
- Eine neue Hupe verbaut. Die alte hörte sich an wie eine asthmatische Ente, die neue ist eine ordentlich Fanfare, die etwas energischer warnt. Großer Spass bei der Montage hinter der Stoßstange, aber zum Glück kam man von unten ran (nach Demontage der entsprechenden Abdeckungen, Iveco ist da großzügig).
- Ende Oktober geht das Mobil in die Werkstatt und bekommt die hinteren Federn aufgefrischt, die sind nach 21 Jahren inzwischen etwas abgeflacht. Die Federn werden demontiert und in einer Federschmiede gerichtet. Ist günstiger als neu, das Federpaket für den 5-Tonner bekommt man nicht für ein Taschengeld…
bis denn,
Uwe



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