Los ging es wie immer am Freitag nachmittag. Diesmal schafften wir es, gegen 15:30 loszukommen. Was aber nix gegen den Stau half.. diesmal ca. eine dreiviertel Stunde vor der Leverkusener Brücke auf die A3, und dann noch eine Umleitung in der Eifel auf der B51. Was dazu führte, dass wir kurz hinter Metz entschieden, dass wir genug gefahren waren und in Millery auf den Stellplatz fuhren. Es war zwar schon einiges belegt, aber wir fanden noch einen Platz und richteten uns direkt gegenüber vom Baguette-Automaten ein :-) .
Die Nacht verlief trotz der Straßennähe recht ruhig, und wir konnten uns morgens noch schnell ein paar Baguettes aus dem Automaten ziehen, bevor es wieder auf die Autobahn ging. In Beaune stoppten wir kurz zum Tanken und ersten Einkauf in Frankreich am Intermarche, es gab Mittagessen und dann ging es auf zur Lyon-Durchquerung und weiter über Valence Richtung Orange. Kurz vorher fuhren wir ab und übernachteten in Uzes auf einem Weingut fast direkt im Ortskern. Sehr schöner Ort, sehr leckerer Wein. Nur mal wieder einige Leute mit raumgreifenden Campverhalten auf dem Stellplatz, möge ihnen der Reservereifen wegfaulen.
Am nächsten Morgen noch kurz die Klokassette entleert und dann weiter für den letzten Abschnitt über Nimes und Narbonne in Richtung Spanien. Gegen Mittag waren wir auf der Barcelona-Umfahrung, und eineinhalb Stunden später kamen wir auf dem Campingplatz an.
Die Kinder sahen schon bei der Anfahrt auf die Parzelle, dass es einen neuen, großen Wasserspielplatz gab, und dass der große Hauptspielplatz komplett renoviert und mit neuen Klettergeräten ausgestattet wurde.
Wir richteten uns ein und verbrachten insgesamt eineinhalb erholsame Wochen dort. Für insgesamt eine Woche hatten wir einen Leihwagen, um einige Ausflüge in die nähere Umgebung (Cambrils, Tarragona) zu machen und natürlich zum Einkaufen.
Mittendrin musste ich dann nochmal in den Baumarkt, weil eine der Zugangsluken zum Doppelboden schwächelte, das Holz war über die Jahre weichgearbeitet worden und so brachen zwei Schrauben der Haltewinkel aus, Reparatur zwecklos, weil das Holz längs gespalten war. Also mit dem Leihwagen ab nach Miami Platja in den Baumarkt. Englisch und Deutsch funktionierten nicht, aber auf Französisch ging es dann voran und wir fanden passendes Holz, welches sogar auf Maß geschnitten wurde. Dazu wanderte ein elastischer Kleber, ein Spachtel, Terpentin und ein Stechbeitel in den Einkaufskorb.
Zurück beim Womo musste dann erstmal der Bodenbelag vom kaputten Brett gelöst werden. Ächz. Dann die Klebereste vom Bodenbelag gelöst (mit Lappen, Spachtel und viel Terpentin). Danach wurde die Aussparung für den Anhebering in das Brett gebracht werden. Leider hatten sie im Baumarkt keine Fräse, weshalb das jetzt mit dem Stechbeitel erledigt wurde. Nach einigen Versuchen passte der Beschlag in seine Vertiefung und wurde festgeschraubt. Dann den Bodenbelag auf das neue Brett geklebt und die Haltewinkel an den Seiten verschraubt, fertig war das Wunderwerk… hält hoffentlich wieder 16 Jahre.
Am 25.10. fuhren wir dann morgens um 08:30 wieder ab, im Bewusstsein, dass es das war mit der Sonne dieses Jahr. Allerdings konnten wir uns ja wieder auf den Winterurlaub freuen, da sind es ja nur 7 Wochen hin.
Diesmal gerieten wir gegen 10 Uhr in den Berufsverkehr in Barcelona (wann fangen die Spanier eigentlich an zu arbeiten??), was uns eine gute dreiviertel Stunde kostete. In Jalonquer noch einmal günstig getankt, und dann ab den Berg hoch und wieder runter nach Frankreich. Am Etang de Leucate war mal wieder ordentlich Wind, was für eine unterhaltsame Fahrt sorgte. Wir arbeiteten uns bis Orange, dann auf die Autoroute du Soleil und nach Lyon hoch (wieder mit Gegenwind). Kurz hinter Villefranche verliessen wir die Autobahn und übernachteten bei einem niedlichen kleinen Weingut (Domaine des Ferrieres). Die hatten zwar Abends ihren Laden schon zu, ich konnte den Winzer aber morgens um 8 aus seiner Winzerei locken, um uns ein paar Flaschen weissen und roten Beaujolais zu verkaufen, nebst einer Flasche Traubensaft für die Kinder. Sehr freundlich, ein schöner Übernachtungsplatz. Und so ruhig wie nur was, wir standen in völliger Dunkelheit und Ruhe auf der Wiese.
Der nächste Tag begann bedeckt und drohte mit Regen. Wir fuhren über Macon und Beaune ab in die Vogesen, wo es dann auch nieselte und neblig war. Das gab sich zum Glück bei Nancy, und bis zur Eifel (Tankstop in Wasserbillig) blieb es auch trocken, aber dort regnete es typischerweise dann wieder.
Natürlich gab es auch wieder einen Stau in Köln (Unfall auf der A4), aber das kennen wir ja langsam. So kamen wir erst gegen 20:00 zuhause an, so dass wir nur das nötigste auspackten und dann den Tag zuhause beendeten.
bis denn,
Uwe



Dezember 2025
September 2025