Die Schwiegereltern reisten also schon Donnerstag guten Mutes an, bekamen dann aber doch nur zwei Plätze auf dem (zum Womo-Areal umgewidmeten) Parkplatz gegenüber von den Sanitäranlagen. Immerhin zwei Plätze nebeneinander… ich warf zwei der drei Kinder ins Mobil und tuckerte los, Freitag hatte ich frei genommen. Meine Frau musste Freitag zur Schule, und der älteste Sohn wollte Donnerstagabend noch zum Schwimmtraining, die beiden kamen also Freitag nach.
Wir kamen (nach einer Umleitung kurz vor dem Ziel) an und stellten uns neben die Schwiegereltern, so weit, so gut. Damit war der Parkplatz auch voll, auf dem Hauptplatz gab es sowieso keinen Platz mehr, und die beiden Winterlager I und II waren auch schon gut gefüllt bzw. füllten sich weiter.
Abends gabs noch Live-Musik am ‚Strand‘, vielleicht auch ein Grund für die frühe Überfüllung des Stellplatzes. Ein anderer Womofahrer erzählte, dass er am Mittwoch kurz mit dem PKW da war und noch 15 freie Parzellen auf dem Hauptplatz gezählt hatte.
Am nächsten Morgen ging ich erstmal 8 km entlang des Kanals laufen (keine Steigungen – völlig ungewohnt als Dortmunder), danach gabs Frühstück, und dann düsten die Kinder mit ihren Fahrrädern los – um nach kurzer Zeit wiederzukommen mit der Nachricht, dass in der 1. Reihe am Kanal (!) ein Platz frei wäre.
Ich legte meinen Schwiegereltern nahe, zügig ihr Fahrzeug dorthin zu verbringen, und hielt den Platz solange frei (mit Kindern, Fahrrädern und mir selbst). Im Gespräch mit den Nachbarn der freien Parzelle ergab sich dann, dass diese später auch noch fahren wollten – perfekt…
Und so lief es dann auch, gegen halb Zwölf machten die beiden sich auf den Weg weiter nach Süddeutschland, und ich konnte unseren Bomber neben dem Mobil der Schwiegereltern ebenfalls in die erste Reihe stellen. Einer rückwärts, einer vorwärts, genug Platz für 2 Markisen zwischen den Mobilen.
Einige andere Plätze wechselten auch noch den Besitzer, aber das war alles gegen 14:00 erledigt, der Zustrom der Wohnmobile ebbte aber nicht ab. Der Parkplatz, wo wir zuerst standen, war auch schon wieder komplett voll… dort wurde dann noch eine Längs-Reihe entlang des Straßengrabens aufgemacht. Auch im Winterlager II wurde der Bereich direkt vor der Schiffshalle ebenfalls freigegeben, nochmal 10 Wohnmobile. Und die Wiese an der Einfahrt des eigentlichen Stellplatzes wurde auch mit 5 Womos besetzt, die sich da zwischen die Steine und Zierobjekte (Bojen etc.) falten durften. Ich würde mal schätzen, dass an diesem Freitag Nachmittag/Abend ca. 200 Wohnmobile auf dem Areal übernachtet haben, bei ca. 90 regulären Plätzen, die der Stellplatz normalerweise ausweist. Unglaublich.
Nun, uns focht das alles eher weniger an, wir standen in der 1. Reihe und wollten die Sanitäranlagen sowieso nicht nutzen, von daher kein Problem.
Der Freitag verging ansonsten recht erholsam, meine Frau kam mit dem restlichen Sohn gegen 17:00 an und hatte noch eingekauft, so dass wir das Abendessen für alle vorbereiten konnten, panierte Hähnchenschnitzel plus Gemüse und Kartoffelpüree.
Am Samstagmorgen nutzte ich das schöne Licht und die Ruhe für einen kurzen Drohnenüberflug des Areals, hier mal ein Eindruck, wie es da aussah:
--> Link
Der Rest des Samstages verging mit Erholung… die Kinder fuhren viel Fahrrad und badeten im Kanal (wenn kein Schiff kam), und es gab eine Vielzahl von Vorbeifahrten der Binnenschifffahrt und von privaten Ausflugbooten zu beobachten.
Abends wurde dann gegrillt und wir saßen noch lange draußen, das Wetter war hervorragend, nicht zu kalt, nicht zu warm.
Sonntagmorgen war dann wieder Laufen angesagt (diesmal 10 km). Diesmal lief ich in nördlicher Richtung und stieß dabei nach ca. 3 km auf ein Betriebsgelände am Kanal, auf dem zu früher Stunde noch 4 Wohnmobile standen, die da übernachtet hatten. Keine schlechte Location, man stand direkt am Wasser, und die Agrargenossenschaft, zu der der Kai gehörte, schien übers Wochenende geschlossen zu sein. Mental notiert als Freistehplatz.
Meine Frau und mein Schwiegervater fanden das sehr interessant, eventuell beim nächsten Mal einen Ausweichplatz zu haben, wenn Greven pickepackevoll ist, und wir fuhren mit dem Fahrrad später nochmal dort vorbei.
Ein Wohnmobil stand dort noch, dazu mehrere PKW (Bade/SUP-Gäste) und eine kleine Yacht lag an der Kaimauer. Sah gut aus.
Bis – die Polizei kam. Mit einem Vito-Streifenwagen rollten sie heran und wiesen die Badegäste darauf hin, dass der Aufenthalt hier zwar kein Problem war, aber die Pkw nicht am Kanal geparkt werden dürften. Ein Pkw, dessen Besitzer nicht anzutreffen war, bekam einen Strafzettel.
Na ja, und das letzte verbliebene Womo kam auch nicht mit einem Platzverweis davon, es gab einen Strafzettel dazu, obwohl die Besitzerin anwesend war. Soviel zum Thema Freistehplatz…
Als Beschilderung gab es nur die üblichen Schilder der Bundesbehörden an den Zufahrten, ‚Betriebsgelände der Schiffahrtsverwaltung des Bundes, Benutzen und Betreten verboten, Zugang für Fußgänger und Radfahrer auf eigene Gefahr‘. Wird jetzt offensichtlich kontrolliert…
Nach der Rückkehr zum Stellplatz aßen wir noch zu Mittag und räumten dann alles für die Abfahrt auf. Wir verließen den Platz pünktlich um 14:00.
Die Fahrt zurück ins Ruhrgebiet über die A1 war zwar trubelig, aber es gab keinen Stau, womit ich nicht gerechnet hätte.
Nächstes Wochenende ist erstmal Pause, in der Woche danach geht’s zur Caravan.
bis denn,
Uwe



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