Die Bekannten taten dann einen Campingplatz in der Westeifel in Bleialf auf, was uns gut passte, weil wir sowieso mal in die Eifel wollten.
So fuhren wir Freitags abends los mit dem groben Ziel Polch, um auf dem N&B-Stellplatz zu übernachten.
Allerdings lief uns die Zeit ein wenig davon, und wir fuhren kurz nach dem Leverkusener Kreuz von der A3 ab und stellten uns auf den Womo-Parkplatz in Unkel, der auch schon gut besucht war. Leider hatten einige der Vorankömmlinge so ungünstig geparkt (wahrscheinlich nicht ganz unabsichtlich), dass die vorhandenen Lücken zu eng waren, um sich reinzuquetschen. Zufälligerweise reichte es aber noch für die Campingmöbel... wir stellten uns dann auf den angrenzenden, freien PKW-Parkplatz.
Unkel selber hat einen schönen, historischen Ortskern, und die Dönerbude ist auch ganz OK :-)
Am nächsten Tag ging es nach einem Frühstück mit Aldi-Brötchen rechtsrheinisch weiter in Richtung Koblenz. Nach einem kurzen Fotostop an den Resten der Remagener Brücke wollten wir eigentlich bei Burg Linz anhalten, aber dort waren die Parkmöglichkeiten knapp und die Burg sah jetzt auch nicht sooo beeindruckend aus, weshalb wir weiter fuhren.
In Koblenz wollten wir uns das Deutsche Eck anschauen. Die Parkplatzsuche gestaltete sich auch dort schwierig, zumal der Womo-Parkplatz 2,5 km vom Eck entfernt ist... da wir nur einen Kurzstop machen wollten, war uns das zu weit. Wir hatten allerdings Glück, dass auf dem Busparkplatz gerade ein Zwergenplatz für Klein-KOMs frei wurde, den wir dann halbdreist belegten, natürlich mit Parkschein.
Das Deutsche Eck fanden wir dann schon beeindruckend, besonders bei der Aussicht von oben hat man fast das Gefühl, auf einem Schiff zu stehen.
Von da aus ging es noch kurz zu Aldi und DM, um die Vorräte fürs Wochenende aufzustocken, und es gab einen kurzen Snack zum Mittagessen.
Danach stellten wir das Navi auf 'keine Autobahn' und fuhren los in Richtung Daun, weil wir ein wenig Vulkantourismus betreiben wollten.
Die Fahrt bei teils sonnigem, teils wolkigem Wetter war sehr abwechslungsreich und die Eifel präsentierte sich in ihrem besten Frühlingskostüm. Auf den Strassen war einiges an Oldtimerrallyes unterwegs, und in Richtung Nürburgring bewegten sich die üblichen begasten Porsche- und Motorradfahrer, aber das tat der schönen Etappe keinen Abbruch.
In Daun schickte uns das Navi dann erstmal zur Kreisverwaltung des Kreises Vulkaneifel, weil ich bei den Sonderzielen einfach was mit Vulkaneifel rausgesucht hatte... kurze Zeit später kamen wir am Vulkanmuseum Daun an und fanden sogar 200 m weiter mitten in der Innenstadt einen Parkplatz. Soviel zum Thema 'für Innenstädte braucht man einen Kawa' ;-)
Leider war das Museum schon kurz vor dem Schliessen. Die Kinder durften aber trotzdem an einem Modellvulkan noch eine Eruption auslösen (Eindrucksvoll!) und waren damit halbwegs zufrieden.
Dann konnten wir an einem Dänischen Bettenlager endlich eine nicht ganz so hässliche PVC-Tischdecke für unseren Dinettentisch erstehen, womit das Thema mit der alten Stückel-Tischdecke aus dem Wohnwagen endlich erledigt war.
Um trotzdem noch etwas Vulkan-Feeling zu bekommen, wollten wir noch eines der drei Dauner Maare besuchen, die nur ein paar Kilometer ausserhalb von Daun liegen. Nach einem kurzen Fotostop dort fuhren wir dann zur Übernachtung zum Wohnmobilstellplatz des Feriencamps Pulvermaar, wo wir auch noch problemlos einen Platz bekamen.
Man steht dort wirklich schön mit einem netten Ausblick (leider nicht aufs Maar, sondern in die andere Richtung), Strom gibts auch, haben wir aber nicht angeschlossen, da der Bordakku sich nach der ganzen Gurkerei durch die Eifel bester Füllung erfreute.
Der angegliederte Campingplatz, wo man auch zur Anmeldung hin muss, bietet dann das Kontrastprogramm. Es erwartet einen ein Gemisch aus Festcamperromantik und Halligalli auf der Campingwiese für die Kurzzeitgäste... dagegen ist der Stellplatz eine Oase der Ruhe und Ästhetik. Klo ist auf dem Campingplatz nutzbar (allerdings 400 m Weg), Duschen kosten extra. Für die Kurzen gab es einen schönen Spielplatz direkt an der Rezeption.
Morgens hab ich dann erstmal den Solarkoffer aufgebaut, weil über Nacht doch die Heizung ein wenig laufen musste, den Diesel zum wieder Aufladen kann man sich ja sparen ;-) . Nach dem Frühstück noch ein kurzer Spaziergang mit den Kindern runter zum Pulvermaar, und dann wurde eingepackt und es ging bei kurzweiligem Wetter (Regen, Sonne und Graupelschauer) über Prüm in Richtung Bleialf.
Insbesondere die Strecke ab Prüm war schon sehr … interessant, eine ziemlich enge Serpentinenstraße, die immer nur bergrauf und bergrunter ging, aber frisch asphaltiert und regennass, also ziemlich glatt. Da gab es einige Stellen, an denen mit Frontantrieb wohl Ende im Gelände gewesen wäre.
Bei der Ankunft am Campingplatz Bleialf (den ja unsere Bekannten ausgesucht hatten für das Pfingstwochenende) war ich allerdings fast schon wieder soweit, umzudrehen und abzufahren… beim Check-In war man erst ein wenig verschnupft, dass wir nur eine Nacht bleiben wollten. Auf meine Frage, wo denn unsere Bekannten stehen und ob daneben was frei wäre, wurde gar nicht eingegangen, sondern ich bekam gleich einen Vortrag, wie die bösen Womos immer die Parzellen durch unnötiges Rangieren umpflügen und dass er deshalb extra drei Womo-Stellplätze eingerichtet hätte, und woanders dürfte man halt nicht hin. Na toll.
Die drei Stellplätze waren auch wirklich nur solche, keine üblichen Parzellen mit ein wenig Platz drumrum. Zum Glück war kein anderer Wohnmobilist da, sonst wäre es ziemlich eng geworden. Dass das Ganze noch direkt neben dem Klohaus war, wäre bei wärmeren Wetter sicher ein Problem geworden, aber bei 6 Grad war der Publikumsverkehr gering.
Dazu kam noch, dass es sich auch nur um eine ganz normale Wiese gehandelt hat, nix Schotterrasen oder so, das Umpflüge-Problem dürfte also da das gleiche sein.
Um der Kinder willen blieben wir für nur noch 34 Euro trotzdem da, die Kids wollten mal wieder mit denen von den Bekannten spielen und hatten dann auch einen schönen Tag, zumal wir dann am späten Nachmittag auch noch im an den CP angegliederten Hallenbad waren.
Abends besuchten wir noch das gerade stattfindende Stadt(!)fest. War wirklich interessant, ich weiss jetzt, wo die alten Karussels und Attraktionen aus den 70er Jahren hin verschwunden sind… die stehen auf der Gummistiefelkirmes auf dem platten Land :-) Aber der Bierstand von Bitburger war das Feinste vom Modernen, da zeigt sich, wo die Prioritäten liegen. Auf dem Dorfplatz waren die meisten Leute zu kindertauglicher Zeit (19:30) schon mit schlingerndem Blick und ebensolchem Gang unterwegs… wir haben uns dann nach ein paar für die Kinder ausgegebenen Euros verzogen und den Abend ruhig auf dem CP abgeschlossen. Leider konnte man sich ja noch nicht mal in Ruhe zusammensetzen, nachdem die Kinder im Bett waren, da wir ja gute 300 m voneinander entfernt standen und leider keinen Babysitter im Staufach hatten. Na ja, der CP sieht uns so schnell nicht wieder.
Nach der Übernachtung haben wir in Ruhe gefrühstückt und zusammengepackt und sind dann noch kurz in Richtung nächster luxemburgischen Tanke abgebogen (im Oar-Tal hatten wir dann noch eine haarsträubende Umleitung) und danach ging es über die Autobahn zurück nach Hause, sogar nur mit einem ganz kurzen Stau auf der A3 bei Köln.
Dort angekommen, wurde kurz klar Schiff im Mobil gemacht und dann kam es zurück auf den Abstellplatz. Nächster Halt Frohnleichnams-Wochenende :-)
Bis denn,
Uwe



Dezember 2025
September 2025