In diesem Sommer sind die Kinder etwas schneller gewachsen… obwohl wir erst vor 2 Monaten im Outlet waren, blitzte an Armen und Beinen schon wieder ziemlich viel nackte Haut hervor, wohlgemerkt bei langen Sachen… also mal wieder ab dafür nach Lelystad.
Diesmal packten wir die ganzen Sachen in den VW-Bus und fuhren zum Stellplatz, um von da aus direkt loszufahren. Die Kinder also rein ins Womo, Licht und Musik an, während ich draußen alles für die Abfahrt fertig machte. Plötzlich im Womo alles dunkel und Gequieke.
Der Unterspannungsknopf der Stromversorgung leuchtete, also unter 10,5 Volt im Bordnetz… obwohl das Womo mit Zeitschaltuhr jeden Tag 2 Stunden am Strom hing. Da hat es wohl doch die Bordbatterie (unbestimmbaren Alters) gerissen, die uns seit 3 Jahren treu begleitete. Na ja, dann halt diesmal einen Stellplatz mit Stromanschluss.
Unsere Wahl fiel auf Borken, und dort fuhren wir dann auch hin. Als erstes mal Wasser tanken und schauen, ob es der Batterie nach 1 h Lichtmaschine besser ging… ging es nicht, sie fiel wieder nach 10 Minuten Licht an aus.
Inzwischen füllte sich der Wassertank, 1 € für 100 Liter. Glucker, glucker… es lief und lief… meine Frau schraubte auf meinen Zuruf mal den Deckel vom Tank ab, um zu sehen, was Sache ist, und prompt lief der Tank über, 1-2 Liter Wasser verschwanden in den Tiefen hinterm Tank :-( es waren wohl etwas mehr als 100 Liter, die da rauskamen, ich drehte den Hahn ab, da war noch was für den nächsten drin, obwohl wir schon 250 Liter entnommen hatten.
Na gut, erstmal rüber in die Womo-Reihe, passgenau eingeparkt und Stromkabel dran. Steckdose 4 am Automat ausgewählt, 1 Euro rein…. Nix. Noch’n Euro… Nix. Fluchen. Wechsel auf Steckdose 5, Euro rein, freigeschaltet. Na also.
Nach einer sehr ruhigen Übernachtung bellte uns um punkt 08:00 der Hund des Besitzers der benachbarten Bowlingbahn aus dem Bett, und wir bereiteten das Frühstück zu und machten uns danach auf den Weg nach Lelystad. Dort angekommen, fuhr ich direkt auf den Busparkplatz, weil es recht voll aussah, was uns den Applaus der Parkplatzwächter einbrachte.
Erstmal gabs Mittagessen, und nach 3 Stunden Einkauf ging dann die Diskussion los, wo wir übernachten wollten. Da wir am Sonntag noch wählen gehen mussten, sollte am nächsten Tag keine allzu lange Fahrtstrecke anstehen, deshalb fuhren wir – der Mensch ist ein Gewohnheitstier – zurück nach Borken.
Diesmal erwischten wir eine Steckdose, auf der noch Restguthaben war, und so zahlten wir für beide Übernachtungen zusammen 14 Euro (2 x 5 Euro, 3 Euro Strom, 1 Euro Wasser). Am nächsten Morgen dann noch fix entsorgt (sehr gute Facilities da in Borken) und ab geht’s. Doch was ist das? Der Scheibenwischer weigert sich, den Morgentau von der Windschutzscheibe zu wischen.
Mmmhh. Der Tempomat geht noch, obwohl gleicher Hebel… vielleicht die Sicherung durch? Erstmal bis zur Autobahn fahren, der erste Rastplatz ist unser.
Dort dann den Sicherungskasten aufgeschraubt, hmmm… Sicherung des Scheibenwischers sieht gegens Licht noch OK aus. Also als nächstes die Lenksäule aufgeschraubt, da hatt ich doch mal den rechten Lenkstockhebel getauscht wg. Tempomat. Sieht auf den ersten Blick auch OK aus. Aber Moment mal, irgendwie scheint der schwarze Schaltungskasten locker zu sein… ein leichter Druck, ein leises ‚Klick‘, und er rastet wieder ein. Muss sich wohl losgerüttelt haben. Kurzer Test, ja, Scheibenwischer geht wieder. Verdammich.
Der Rest der Fahrt verläuft ohne Zwischenfälle, wir schließen das Mobil auf dem Stellplatz trotz der platten Batterie wieder an Strom an (mit Zeitschaltuhr). Wieder Zuhause, google ich erstmal die Bleikristall-Dealer durch und wir entscheiden uns für das 200-Ah-Modell (Fraron sagt sogar 220) von Betta Batteries, die von Powertrust (teuer und nicht lieferbar) und auch Fraron (ca. 100 Euro billiger mit 2-3 Tagen Lieferzeit) angeboten werden. Ausschlaggebend für die Auswahl:
- Die hohe Kapazität sagt uns zu, die entnehmbare Ladungsmenge dürfte mehr als doppelt so hoch sein wie mit unserer alten 140 Ah Blei-Säure-Möhre
- Die Kapazität passt gut zu unserer Solaranlage (200 Wp)
- Das 67-Kg-Monster passt an den Platz der alten Batterie
- Die Polanordnung ist wie bei der alten Version. Die kleineren Bleikristall-Akkus haben die Pole auf der Längsseite, da müsste ich Kabel verlängern, Faulheit siegt.
Ich werde zwar den Batteriehalter modifizieren müssen, das ist aber keine Hexerei, da müssen nur die Leisten, die die Batterie fixieren, geringfügig nach außen versetzt werden. Der neue Akku ist 22 mm länger, 4 cm breiter und 4 cm höher als der alte, was aber problemlos in den Doppelboden passt.
Damit dürfte der Strom dann im Winter für 3-4 Tage reichen, mit der alten Batterie haben wir mit Müh und Not 2 Übernachtungen hinbekommen, wenn nicht nachgeladen wurde.
Hoffentlich war’s das für dieses Jahr, neuer Tank, neue Bremsen hinten, neue Batterie… aber andererseits nähern wir uns jetzt so langsam dem optimalen Wartungszustand, sämtliche Verschleißteile (außer der Kupplung, toi toi toi) wurden inzwischen durchgetauscht. Das Mobil befindet sich definitiv in einem wesentlich besseren Zustand als vor 2,5 Jahren beim Kauf.
Bis denn,
Uwe



Dezember 2025
September 2025