Wir hatten schon letztes Jahr die erste Ferienwoche gebucht, weil unsere Bekannten aus Hessen (die früher Ferien hatten) dann in ihrer 2. Woche da sind. Leider hab ich für ausgerechnet diese Woche keinen Urlaub bekommen, so dass wir uns entschlossen, dass ich nur an den beiden Wochenenden da bin und meine Frau mit den Kindern die Woche über oben bleibt. Bei knapp über 300 km Entfernung erschien die hin- und her-Fahrerei noch erträglich.
Und so packte ich die 3 Reiter der Apokalypse (aka Kinder) nach der Abschiedsveranstaltung in der Grundschule (der Große wechselt jetzt auf die weiterführende Schule) um 11:30 ins Mobil und startete gen Norden, obwohl wir den Campingplatz erst ab Samstag gebucht hatten. Na ja, irgendwas wird schon frei sein.
Meine Frau kam erst später nach, die war in ihrer Schule noch bis 12:00 dienstverpflichtet und wollte danach noch ein paar Sachen zusammenpacken. Da wir ja eh ein Auto für meinen Rückweg am Sonntagabend brauchten, passte das.
Erstaunlicherweise hatten wir trotz Ferienanfang keinen Stau auf der A31. Das Navi wollte erst über die A1, kam davon aber nach den ersten Staumeldungen schnell ab. So kamen wir inklusive einer dreiviertel Stunde Pause nach viereinhalb Stunden auf dem Campingplatz Bensersiel an und buchten für die erste Nacht einen Platz auf der Womo-Wiese.
Beim auf-die-Keile-Fahren merkte ich, dass die Handbremse sich nur widerwillig löste, das war in letzter Zeit schon ein-, zweimal aufgetreten und schien schlimmer zu werden… riecht nach Werkstatttermin.
Die Kinder flitzten sofort los, unsere Bekannten waren schnell lokalisiert und so begann der Urlaub ziemlich schnell. Meine Frau traf gegen 20:00 abends ein, wir räumten noch die mitgebrachten Sachen ins Mobil und hauten erst die Kinder (nach dem Duschen) und dann uns in die Koje.
Am Samstag war ganz schönes Wetter, und nach einem kleinen Läufchen (8 km) vor dem Frühstück nahmen wir dasselbe ein und besichtigten danach unsere Parzelle, wo niemand stand… entgegen der Auskunft der Rezeption am Vortag. War wohl abgereist, ohne Bescheid zu sagen, ärgerlich. Wir zogen um (wieder mit protestierender Handbremse, die sich erst nach ein paar Metern Fahrt löste) und richteten uns auf dem Platz gemütlich ein.
Am Sonntag feierten wir den 10. Geburtstag unseres Ältesten, zu dem Zweck kamen die Schwiegereltern als Überraschung vorbei, und wir genossen einen leckeren Omnia-Schokokuchen zum Kaffee. Abends musste ich dann los und kämpfte mich durch den Dauerregen die A1 hinunter zurück nach Dortmund. Neue Erkenntnis: der Tempomat geht bei Aquaplaning aus, voll lästig… :-)
Nach einer arbeitsreichen Woche fuhr ich am nächsten Freitag wieder hoch und fand die ganze Bande im Zustand fortgeschrittener Entspannung vor, die Woche war für die Kinder und auch meine Frau wohl ganz erholsam gewesen. Am Samstag entschieden wir uns (die Wettervorhersage war eher so lala) nach Wilhelmshaven zu fahren, um ein wenig Freizeitprogramm zu machen. Zur Wahl standen das deutsche Marinemuseum (mein Favorit) und das Aquarium (da wollte meine Frau lieber hin). Man ahnt schon, wo wir landeten… Das Aquarium war ganz nett gemacht, aber mehr als 1,5 Stunden konnte man sich da kaum aufhalten, und dafür über 35 Euro… na ja.
Als Stellplatz wählten wir den Womo-Stellplatz auf dem Fliegerdeich, kostet 12 Euro pro 24 Stunden und bietet nix außer dem Stellplatz. Aber die Aussicht auf den Jadebusen ist nett und es gibt jede Menge frische Luft (Wind) gratis.
Am Sonntag fuhren wir dann zum Mittagessen zu den Schwiegereltern, wo wir den Jüngsten für den Rest der Woche zurückließen für eine Überdosis Fernsehen und Süßigkeiten, unter dem neidischen Protest der anderen Beiden, natürlich. Aber dafür haben die Beiden ja in der folgenden Woche Ferienprogramm im Dortmunder Zoo.
Von den Schwiegereltern aus ging es dann wieder zurück nach Hause, wo ich dann am Dienstag das Womo in die Werkstatt brachte, wegen der Handbremse. Mir war auch aufgefallen, dass nach einiger Fahrtstrecke das linke Planetengetriebe wesentlich heißer war als das Rechte, da schien mit der Bremse was im Busch zu sein. Und tatsächlich, auf dem Bremsenprüfstand ergab sich, dass das linke hintere Rad permanent mit ca. 90 Kg (?, Auskunft des Schraubers) vor sich hin bremste. Hätte sich das noch verschlimmert, hätte einem von der Reibungshitze glatt der Reifen abbrennen können, also gut, dass ich rechtzeitig hingefahren war.
Es wurden daraufhin beide Bremsscheiben hinten erneuert (da ist die Handbremse als Trommelbremse integriert), da die linke davon schon leicht ausgeglüht war und die Handbremsbeläge sich auflösten, was wohl die Ursache für die Blockade war. Die Bremsscheiben an sich und die Beläge waren nach fast 140.000 km übrigens noch völlig OK und hätten sicherlich nochmal so lange gehalten. Zusätzlich gabs noch neue Handbremsseile, weil die Hülle der Alten schon in Auflösung begriffen war. Waren zwar noch gängig, aber wenn man einmal dran ist…
Zum Glück waren die Teile von Bosch lieferbar und mussten nicht aus der Iveco-Apotheke gekauft werden, damit bleibt die Geschichte vielleicht unter 1000 Euro. Genaueres gibt’s dann mit der Rechnung, dauert aber noch, der Chef ist gerade im Urlaub.
Bin immer noch begeistert von der Werkstatt, das sind noch richtige Schrauber, die immer versuchen, möglichst günstig zu Arbeiten. Außerdem bekommt man immer unaufgefordert die ausgebauten Teile gezeigt und auch mal schnell zwischendurch einen Termin. Tiptop.
Nächstes Wochenende geht’s wieder auf die Einkaufstour nach Lelystad, ich werden berichten…
Bis denn,
Uwe



Dezember 2025
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