Freitag abends ging es los, diesmal wollten wir aber nicht in Bocholt übernachten, 8 Euro für einen Parkplatz mit Womo-Schild und Schranke davor finden wir inzwischen das Geld nicht mehr wert, dafür gibt es zu viele ausgewiesene Stellplätze, die gar nichts kosten. Ausserdem gab es dort nachts auch immer Krawall, entweder von Party-Rückkehrern oder von der nahen Feuerwehr, die natürlich auch nachts Einsätze fährt.
Also haben wir uns diesmal zum Übernachten Elten ausgesucht, da liegt der kostenfreie Stellplatz nur 3 Fahrminuten von der Autobahn entfernt in einem sehr netten Wohngebiet. Außerdem ist weder Klo noch Landstrom vorhanden und der Stellplatz deshalb wohl auch selten überfüllt. Inzwischen empfinden wir fehlende Klos und Strom als starkes Argument FÜR einen Stellplatz, dort trifft man dann nämlich kaum die ‚Motor aus, Strom dran, Schüssel hoch‘-Fraktion an, die woanders die Stellplätze überfüllt :D
Wir kamen dort abends an, und wie üblich gabs dann Abendessen und hinterher gingen die Kinder ins Bett, wir wenig später auch. Am nächsten Morgen aufgewacht, rausgeschaut – 5 cm Neuschnee! Und das fast schon in Holland, unglaublich.
Auf der ganzen weiteren Fahrt nach Lelystad schneite es, und obwohl auf den Fahrbahnen kaum was lag, fuhren die Holländer wie auf Eiern, ich musste mehrere Fahrzeuge auf der Autobahn überholen, die nur 60 oder so fuhren, obwohl die Straße komplett frei war.
Als wir Flevoland erreichten, klarte der Himmel langsam auf, und so konnten wir zumindest trocken unsere Einkäufe im Batavia Stad Outlet erledigen.
Nach getaner Tat fuhren wir in Richtung Landal Rabbit Hill, um dort wie üblich die zweite Übernachtung zu machen, wegen Schwimmbad und Kinderspielplatz primär. War nur diesmal Essig, der ganze Park war für irgendein Krasnopolska-Künstlerfestival ausgebucht und nicht für andere Gäste geöffnet. Die Kinder weinten bitterlich (buchstäblich!) und wir beschlossen, zurück nach Elten zu fahren.
Dort lagen dann nach dieser zweiten Übernachtung sogar 10 cm Schnee, und die Kinder konnten zum ersten mal in der Saison einen Schneemann bauen.
Der Rückweg nach Hause verlief unaufgeregt, und wir räumten dort angekommen gemütlich das Womo aus. Als ich gerade damit zum Abstellplatz fahren wollte, blieb der Schlüssel in der Fahrertür in Öffnungsposition hängen und wollte sich partout nicht mehr zurückdrehen lassen.
Na ja, das Schloss hatte schon ein paar Mal gehakt, und das auf der Beifahrerseite war ja auch schon von Josuweck (unserem Womo-Händler) getauscht worden. Zum Glück verkauft Iveco die neuen Schliesszylinder nur im 6er Pack, wodurch ich natürlich Ersatz zur Hand hatte.
Die Türverkleidung zerstörungsfrei zu zerlegen dauerte mit Trial-and-error allerdings ein halbes Stündchen, dann noch 10 Minuten Gefummel und Gefluche, bis der alte Zylinder draussen war. Haben KFZ-Mechatroniker eigentlich mehr Ellenbogen- und Fingergelenke als normale Menschen?? Zu guter Letzt war der neue Zylinder drin und funktionierte einwandfrei, so dass ich das Womo zum Abstellplatz zurückbewegen konnte.
Bis denn,
Uwe



Dezember 2025
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