Das ganze lief flüssig bis kurz vor Lübeck, wo man auf der A20 natürlich in der Ferienzeit eine Baustelle eingerichtet hat, die nur eine Fahrspur frei ließ. Davor waren natürlich 4 km Stau, die uns eine halbe Stunde kosteten.
Weiter ging es dann über Land in Richtung Bad Segeberg und von da aus weiter in Richtung Westen auf der Landstraße. Natürlich gab es noch eine Vollsperrung mit ca. 20 km Umweg als Umgehung :cry: aber wir hatten ja Urlaub und ließen uns nicht stressen.
An der Elbfähre Glückstadt angekommen, fiel uns auf, dass wir nicht die einzigen waren, die die Idee mit der Fähre hatten :-) also in die Schlange stellen und warten. Auf der 3. Fähre (wenigstens fuhren die im 20-Minuten-Takt, weil es so voll war) kamen wir dann mit, für die Kinder natürlich ein Highlight, wie die Fähre dann über die vielbefahrene Elbe lavierte, zwischen den großen Pötten durch. Das waren kurzweilige 20 Minuten Überfahrt.
Vom anderen Elbufer aus fuhren wir dann noch 10 km nach Krummendeich, ein kleiner Ort in der Mitte von Nirgendwo, der einen sehr schönen kleinen Stellplatz bereit hält.
Dort passen 6 Mobile sternförmig um einen kleinen Zentralplatz, es gibt eine Spendenbox (der Stellplatz ist eigentlich kostenfrei) und einen Abfalleimer. Wer mag, kann die Toiletten und Duschen im nahen Naturfreibad gegen Münzeinwurf benutzen, Strom gibt’s nicht.
Dafür ist direkt hinter dem Stellplatz eine fußballfeldgroße Wiese, auf der auch tatsächlich 2 Fußballtore stehen… die Kinder waren kaum zu halten, und während meine Frau das Abendessen vorbereitete, kickte ich mit den Kindern lustig auf der Wiese herum.
Ein am Ende der Wiese stehender Bauwagen erwies sich als Shisha-Höhle der örtlichen Dorfjugend :-) …
Gern hätten wir noch das Naturfreibad benutzt, aber das machte am nächsten Tag leider erst um 11:00 auf (Eintritt 1 Euro für Erwachsene, Kinder frei… dass es sowas noch gibt…), da wollten wir schon weg sein.
Von Krummendeich aus ging es immer knapp hinterm Deich weiter, über Otterndorf und Cuxhaven nach Bremerhafen, dort durch den Wesertunnel und dann weiter über Jever und Wittmund nach Esens (dort noch Zwischenstopp bei Aldi) und dann nach Bensersiel.
Erstmal ging die Einfahrtsschlange am Campingplatz bis zum Fahrradverleih am Hafen… aber da wir ja reserviert hatten, wurden wir schnellstens abgefertigt und bevor ich auf die Wartespur vorrücken musste, war der Check-In schon erledigt und wir konnten direkt an der Schlange vorbei auf den Platz fahren. Einmal schnell zur V&E, dann ab auf die Parzelle und der erholsame Teil konnte beginnen.
Die Kinder waren innerhalb von 10 Millisekunden mit Buddeln und Spielen beschäftigt, so dass wir uns in aller Ruhe einrichten konnten, was ja auch nur 10 Minuten dauert… Strom dran, Tisch & Stühle raus und den Kühlschrank auf Landstrom umstellen, fertig. Wenn ich daran denke, dass das Gerödel mit dem Wohnwagen erstmal richtig anfing, wenn man auf den Platz fuhr… Vorzelt aufbauen, Einrichtung rein, Graben drumrum (in Bensersiel sehr empfehlenswert, sonst fließt bei Regen irgendwann ein Bach durchs Vorzelt)… gut, dass wir jetzt ein Womo haben.
Vom weiteren Urlaub gibt es nicht mehr viel zu berichten, das Womo hat sich in der Woche keinen Millimeter bewegt, und wir sind auch nur zu Fuß zum Einkaufen vom CP gegangen. Das Wetter war leider so durchwachsen, dass Fahrradausflüge nicht empfehlenswert waren, entweder starker Wind oder Regen oder beides, und Temperaturen teils nur bei 16°… na ja, so ist halt die Nordsee, dieses Jahr eher Pech mit dem Wetter gehabt.
Die Kinder hatten trotzdem ihren Spaß, und meine Frau und ich haben mehrere Bücher durchgelesen, war also im Endeffekt auch erholsam.
Eine Woche Bensersiel machen wir nächstes Jahr auf jeden Fall wieder, wo es für den Rest des Urlaubs dann hin geht, müssen wir mal sehen :-)
Bis denn,
Uwe



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