In der Nähe von Kevelaer gibt es das Irrland, ein zum Erlebnispark ausgearteter Bauernhof, der irgendwann mal mit einem Maislabyrinth angefangen hat und sich nun über mehrere Hektar und drei Areale erstreckt, vollgepackt mit Spiel- und Tobe-Attraktionen für Kinder bis zur 6. Klasse.
Praktischerweise ist keine 2 Kilometer davon entfernt der Stellplatz Den Heyberg, der Platz für bis zu 120 Mobile bietet. Hört sich erstmal grausam an, ist aber trotzdem einen Besuch wert: der Platz liegt auf dem Gelände eines ehemaligen Munitionsdepots der Bundeswehr. Die Mun-Bunker sind alle umgenutzt, vom Pferdestall über Champignonzucht bis hin zu Ferienhäusern, und dazu gibt es auf dem Gelände eine Trabrennbahn und eben den Womo-Stellplatz.
Schön ist, dass man hier nicht dicht an dicht steht, sondern hintereinander. Der Untergrund ist Schotter oder Asphalt, wobei man neben dem Womo dann ein gutes Stück Rasen zum Ausbreiten hat. Für 9 Euro pro Nacht ist Strom und V/E inklusive, und es gibt keine Sanitäreinrichtungen, was die Massen fernhält.
Wir fuhren also Donnerstag morgen los und richteten uns gegen 11:00 auf dem Platz ein. Die Kinder flitzten sofort mit den Fahrrädern los und genossen es, auf dem ganzen Depotgelände freien ‚Auslauf‘ zu haben. Es wurden massig Stöcke gesammelt und wild geschnitzt und im Wald gespielt.
Die Erwachsenen erholten sich derweil von der stressigen Woche...
Am Freitag fuhren wir mit den Fahrrädern zur Stadtbesichtigung nach Kevelaer hinein. Und siehe da, es war gerade Hinmelfahrtskirmes, was den Kindern natürlich gut gefiel. Nach Geisterbahn, Autoscooter und Music Express gab es dann noch Popcorn und Zuckerwatte, Mittagessen gab es im ‚Curry‘, und ein paar Einkäufe wurden auch noch erledigt. Dann ging es zurück zum Womo, wo die Kinder noch ein wenig spielten, während das Abendessen zubereitet wurde, und danach gings in die Falle.
Samstag morgen sattelten wir nach dem Frühstück die Fahrräder und dann gings ins Irrland. Da blendendes Wetter angekündigt war, füllte sich der Park recht schnell, und in der Nähe der Wasserattraktionen bekam man bald keinen Fuss mehr auf die Erde. Das störte aber nur die Eltern, die ja irgendwo rumhängen müssen, während die Kinder spielen :D So zogen wir gemächlich durch den Park, und die Kinder spielten alles Interessante durch, bis es um 18:00 zeit war, den Bollerwagen abzugeben und den Park zu verlassen. Die Anreise mit dem Fahrrad ersparte dabei den Abfahrtsstau, und so konnten wir auf dem Stellplatz noch den Grill anschmeissen und unsere mitgebrachten Fleischvorräte vernichten.
Beim Duschen gabs dann noch eine kleine Malaise, denn es tropfte unter dem Mobil. Eine kurze Nachforschung ergab, dass eines der Anschlussstücke des Duschsiphons (an den man zum Glück einfach rankommt) einen Riss hat. Eine Schlauchschelle reduzierte das Rinnsal zum Tropfleck, das mit einem Lappen zu bewältigen war. Reparatur geplant mit Butyl-Dichtband, das muss sowieso ins Auto.
Nach dem Frühstück am Sonntag morgen gings dann zurück nach Hause, vor dem Rückreiseverkehrs-Stau.
Nächster Ausritt wird wahrscheinlich unser Schottland-Urlaub Ende Juli, die Zeit vor den Sommerferien ist leider genauso mit Terminen vollgepackt wie die vor Weihnachten. Mit 3 Kindern kommt keine Langeweile auf :twisted:
bis denn,
Uwe



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