Der Kühlschrank macht natürlich auch schon wieder Zicken, auf 230 Volt funktionierte er genau eine Nacht vorm Haus am Stromanschluss, dann war die Sicherung im Womo geflogen. Diagnostische Messungen ergaben, dass der Temperaturregler für 230 Volt zwar mit Spannung beliefert wird, aber auf seinem Ausgang in keiner Schalterstellung was rauskommt. Scheint also defekt zu sein… also wieder Kühli auf Gas, trotz CP.
Das Angenehme am samstags Fahren ist, dass auf den Autobahnen kaum was los war. Wir hatten einen Stau bei Karlsruhe (1/2 Stunde), und das wars auch schon. Einmal kurz Tanken in Altenstadt, und kurz vor Kempten gabs doch diesen Rasthof, da hatten wir damals die Go-Box für Österreich beschafft… unsere war jetzt zum Tausch fällig. Komischerweise stand an dem Rasthof aber jetzt nix mehr von Asfinag und Go-Box dran. Na ja, eh egal, bis zur Inntalautobahn wars ja noch ein Stück.
Also erstmal zur Übernachtung hoch ins Allgäu. 10 Minuten von der Autobahn gibt’s da einen Stellplatz, den wir schon mal benutzt haben… und siehe da, es gibt ihn noch. Kostet jetzt allerdings 7,50 statt damals 5 Euro, aber na ja.
Morgens dann erstmal wieder auf die Bahn, rein nach Österreich. Nach dem Füssener Tunnel rauf auf die Tankstelle… hier gibt’s nur Vignetten, keine Go-Boxen. Die Tanke nach dem Fernpass soll aber welche haben. Also wieder los, über den recht leeren Fernpass (oben liegt kaum Schnee), und tatsächlich, an der Tanke bekomme ich eine neue Go-Box. Dauert 2 Minuten und kostet nix, guter Service.
Nach einer halben Stunde Fahrt sind wir auf der Inntal-Autobahn, und die Box sagt auch brav ‚Piep‘, was heisst ‚wieder 20 Cent weg‘. Also alles im grünen Bereich.
Bis zur Brennerautobahn ist es ziemlich leer, dort allerdings die Mautstation recht verstopft. Aber mit der Go-Box darf man ja so vorbei fahren, was wir auch tun… manchmal hat man mit über 3,5 Tonnen auch Vorteile.
Der Brenner ist genauso leer wie die Inntalautobahn, allerdings beginnt es jetzt zu schneien und die Strasse wird glatt. Die Schneepflüge sind allerdings unterwegs, deshalb ist es kein Problem.
In Italien ist es mit dem Schnee schnell vorbei, allerdings ist jetzt rechts und links von der Bahn alles weiß, wie schön. Nach der Franzensfeste geht es auf die Pustertalstraße, und wir eiern über Toblach in Richtung Innichen. Auf dem Weg halten wir an einem Restaurant und essen zu Mittag. Pizza für die Kinder, Cordon Bleu für meine Frau und ich esse Maultaschen mit Steinpilzfüllung. Lecker!
Danach fällt der Rest des Weges leicht, und wir kommen gegen 14:00 in Sexten auf dem Campingplatz an. Nach kurzer Wartezeit wird unser Platz freigegen, frisch geräumt. Allerdings etwas schneematschig… wir kommen aber gut auf die Parzelle, nur die Räder stehen im Schneematsch. Ringsherum liegt gut ein halber Meter Schnee, alle Berge sind weiß verschneit, so muss das sein.
Nach kurzer Pause baue ich das Vorzelt auf (diesmal nix vergessen, auch der Teppich und der Tisch sind dabei), währen die Kinder sich – mal wieder – die Stiefel von innen nassmachen, weil keinen Interessiert, dass von oben der Schnee reinfällt, wenn man keine Skihosen anhat. Erster Tag im Schnee halt, jedes Jahr dasselbe…
Erste Amtshandlung nach dem Vorzeltaufbau (diesmal mit Heringen gesichert, wider besseres Wissen… sonst lässt sich das Dach nicht vernünftig straffen) ist der Griff zur Handaxt und ein Spaziergang mit den Kindern in den Wald. Nach einigem Suchen finden wir eine große, umgestürzte Tanne, deren Spitze jetzt unser Weihnachtsbaum wird. Draußen schnell einen Schneehaufen aufgeschichtet, Tanne rein, Lichterkette drum, fertig!
Nachdem das auch erledigt ist, kann der Urlaub beginnen. Die Kinder ziehen mit ihren CP-Kumpels los, wir haben mal Zeit zur Entspannung nach der Fahrt.
Bis Heiligabend hält die Entspannung an, wir fahren höchstens mal mit dem Bus in den Ort und kaufen ein. Die Bescherung sorgt wie jedes Jahr für viel Stimmung, und alle sind mit ihren Geschenken recht zufrieden. Für Papa gabs dieses Mal ein Reifenflickset der professionelleren Sorte, falls mal wieder ne Schraube drin steckt. Den Platzer im Herbsturlaub hätten wir damit gespart.
Am ersten Feiertag laufe ich mit den Kindern durch den Wald zum Kreuzbergpass hoch. Wir möchten diesmal nicht in den Skizirkus (im Wortsinn) im Tal, wir haben von Bekannten gehört, dass man im Hotel am Kreuzbergpass auch private Skistunden nehmen kann. Das ist tatsächlich so, und so buche ich für die Kinder für den nächsten Tag Skistunden. Die beiden Großen können zusammen zu einem Lehrer, der Kleine braucht noch ein bisschen Extra-Aufmerksamkeit, weil er mit den Großen noch nicht mithalten kann, also eine Einzelstunde. Auf dem Rückweg buchen wir beim Campingplatz-Skiverleih die Ausrüstung für die drei Kinder und mich, damit es am nächsten Tag losgehen kann.
Der Zweite Feiertag beginnt wie der erste mit Bombenwetter. Wir nehmen unsere Leihski aus dem Skibunker mit und fahren mit dem Bus die eine Haltestelle zum Pass hoch. Was für eine Erholung, keine 25 Minuten im Bus mit endlosen Umwegen durch das Fischleintal…
Am Skilift kaufe ich Halbtageskarten für mich und die Kinder (wir haben die Skistunden ab 13:30 gelegt), und kurz darauf treffen die Skilehrer ein und nehmen die Kinder mit auf die Piste. In der Zwischenzeit mache ich ein paar Abfahrten, um die rostigen Knochen wieder an den Schnee zu gewöhnen, und es klappt nach einigen Minuten wieder ganz gut (für meine Verhältnisse).
Nach den Skistunden sind die Kinder begeistert. Wir beschliessen, wegen der Wettervorhersage den nächsten Tag auszusetzen und für Samstag/Sonntag/Montag nochmals Skistunden zu buchen, was dann auch an der Hotelrezeption zugesagt wird.
Am Freitag wollen die Kinder in den Kids Club auf dem CP, und so fahren wir beide Erwachsenen runter in den Ort zum Einkaufen. Höchste Zeit, dass die Käserei Sexten geplündert wird, sooo lecker alles da… insbesondere der Frischkäse mit Kräutern ist ein Gedicht, wenn auch nicht gerade billig.
Im Rewe an der Aufschnitttheke gibt’s dann noch diverse Südtiroler Wurstspezialitäten… hier macht Brot mit Auflage essen echt Spaß.
Samstag, Sonntag und Montag haben die Kinder dann jeweils um 14:30 ihre Skistunde. Ist viel angenehmer als der Vormittagsunterricht unten im Tal, man braucht nur einen günstigen Halbtagesskipass und früh aufstehen muss man auch nicht. Werden wir im nächsten Jahr definitiv auch so machen.
Noch ein Vorteil: zurück muss man nicht mit dem Bus fahren, denn es führt eine Mini-Piste durch den Wald vom Kreuzbergpass runter zur Signaue, die direkt am Campingplatz vorbeiführt. So eine Fahrt durch den verschneiten Wald zum Tagesabschluss… herrlich.
Am Ende der letzten Stunde sagen uns die Skilehrer noch, dass die Kinder selbstverständlich am Neujahrs-Skirennen am 1. Januar teilnehmen dürfen, was die Drei natürlich enorm freut. Außerdem werden wir noch eingeladen, der Fackelabfahrt zu Sylvester beizuwohnen.
So finden wir uns um 18:00 zu Sylvester wieder am Kreuzbergpass ein. Die Fackelabfahrt ist sehr stimmungsvoll, und danach gabs als Überraschung noch ein durchaus ordentliches Feuerwerk über der Piste. Schön, weil auf dem CP ja nicht geböllert werden darf, so konnten die Kinder wenigstens hier noch ein nettes Feuerwerk erleben.
Wir tranken im Hotel noch was Warmes, um uns wieder aufzuwärmen, und fuhren mit dem letzten Bus zurück zum CP, wo es dann als Sylvesteressen Raclette gab. Wir konnten die Zutaten gar nicht so schnell nachlegen, wie die Kinder futterten. Bis zum Jahreswechsel gabs dann noch ein wenig Schwachsinn im Fernsehen, und um 00:00 brannten wir dann unsere paar Wunderkerzen ab und wünschten einander ein frohes Neues Jahr.
Lange schlafen war dann nicht, weil um 11:00 schon das Neujahrsskirennen losging, also den Bus um 10:00 hoch zum Pass nehmen.
Die Kinder hatten Riesenspaß bei dem Rennen, und die beiden Großen durften danach allein durch den Wald zum CP zurückfahren, Eltern und der Kleine nahmen den Bus.
Abends bei der Siegerehrung gab es für alle teilnehmenden Kinder ein schönes Kuscheltier, und der Große hatte doch glatt in seiner Altersklasse den 2. Platz belegt, gegen starke italienische Konkurrenz – da schau her.
Am nächsten Morgen ging es dann mit den Abfahrtvorbereitungen los. Als erstes wurde draussen im Vorzelt aufgeräumt und dann das Zelt abgebaut und im Trockenraum aufgehängt. Natürlich waren die Heringe steinhart im Boden eingefroren und liessen sich auch nicht locker hämmern… das Problem wurde auf morgen verschoben. Noch eben die Eisverkrustungen von der Frontabdeckung gelöst, und dann konnte der Rest des Tages entspannt ausklingen.
Der Tag der Abfahrt begann dann mit dem Ausleihen einer Spitzhacke beim Platzwart. Schön die Heringe freigepickelt, die Löcher wieder verfüllt und dann konnte es schon losgehen. Der Motor sprang ohne Probleme an, allerdings bewegte sich das Mobil keinen Meter vom Fleck. Die Diagnose ergab, dass die rechten hinteren Reifen 5 cm tief im (ehemaligen) Schneematsch festgefroren waren. Die Traktion auf der anderen Seite reichte nicht, um so wegzukommen. Rundherum weggehackt, es bewegt sich immer noch nichts. Anschiebeversuche mit den Nachbarn und Freischleppen mit PKW brachten auch nix. Also wieder zum Platzwart, der kam dann mit dem Radlader und hat uns mit einem kurzen Ruck an der Anhängerkupplung (mit Bergegurt, damits nicht so hart ist) befreit. Nachdem die Reifen aus dem Eis waren, konnten wir ganz normal von der Parzelle fahren.
Kurzes Video zur Rettungsaktion: --> Link
Also nächstes Mal bei der Ankunft den Schneematsch an den Rädern entfernen, falls da welcher liegt.
Für die Rückfahrt empfahl das Navi erstmal die Brenner-Route, und so fuhren wir durchs Pustertal zurück. Ab Toblach wurde es allerdings ziemlich stauig, was uns die erste halbe Stunde Verzögerung bescherte. Über den Brenner ging es dann ohne Probleme, das Navi vermeldete dann aber schon, dass es vor dem Fernpass voll wurde. Also früher von der Inntalautobahn ab und den Zirler Berg in Richtung Garmisch hoch. Beim Hochfahren ist der gar nicht so schlimm, runter im Dunkeln und bei Nebel ist da wesentlich traumatisierender…
Nach Garmisch schien die deutsche Route allerdings auch verstopft, und das Navi führte uns in Richtung Westen zurück nach Österreich, wo wir dann nach dem Fernpass zurück auf die Fernpassstraße kamen, die vor Reutte auch schön verstopft war. Aber auch das ging vorbei, wir fuhren durch den Füssener Tunnel zurück nach Deutschland und man konnte wieder Kilometer auf der Autobahn machen.
Übernachtet haben wir auf dem Womo-Stellplatz in Giengen an der Brenz. Der Stellplatz ist schön gelegen (allerdings ist eine kleine Kläranlage daneben) und kostete in der Nebensaison 7 Euro, wobei da noch V/E mit drin gewesen wären, was wir aber nicht in Anspruch nahmen. Strom gibt’s auch, nicht genutzt, weil nicht nötig.
Wir fuhren am nächsten Morgen gegen 08:00 Uhr wieder los und konnten ohne weitere Staus bis Dortmund durchfahren.
Ein paar kleinere Schäden sind wie üblich zu reparieren. Die hintere Bodenluke zum Doppelboden (wurde in Spanien mal mit nicht ganz passendem Holz repariert) hat einen Riss und biegt sich durch, die Holzplatte hab ich jetzt durch eine 18 mm Siebdruckplatte ersetzt, das sollte halten. Und die obere Begrenzungsleuchte hinten rechts tats nicht mehr. Neue Sofitte gekauft, eingesetzt… und vom Glas der Leuchte ist dabei natürlich eine Rastnase abgebrochen. Muss ich noch neu bestellen, erstmal mit Tape fixiert.
Bis denn,
Uwe



Dezember 2025
September 2025