8.10.2021: Mertert (Luxemburg)
Den Freitag hatte ich mir frei genommen, um das Mobil noch ordentlich vorzubereiten. Die Kinder hatten allerdings noch Schule bis 15:00, und meine Frau kam erst gegen 16:30 nach Hause, weshalb wir (nach Koordination mit den Schwiegereltern und Anbringen der Angles-Morts-Aufkleber an deren Mobil) erst gegen 17:30 loskamen. Damit war klar, dass wir maximal bis Luxemburg kommen.
Die Fahrt lief erstaunlich staufrei, selbst vor Leverkusen (A1=>A3, beide Mobile ü3,5T) war gar nichts, ich hab schon fast Entzugserscheinungen bekommen, weil ich einfach so auf die A3 wechseln konnte… und weil es so gut fluppte, kamen wir gegen 20:30 in Mertert auf dem Stellplatz hinter der Luxoil-Tankstelle an (Luxembourg ist nicht in der Stellplatzkarte, deshalb externer Link: --> Link). Dort gibt es 10 Stellplätze für Womos (umsonst, wenn man über 30 Euro tankt oder im Laden einkauft). Die waren schon ziemlich belegt, aber ein Tor zum Gelände dahinter war offen und da sind nochmal so 20 abgeteilte Stellplätze. Da hingestellt, Abendessen, ratzepüh.
9.10.2021: Grane (Frankreich)
Doch am nächsten Morgen wies mich eine Mitarbeiterin darauf hin, dass das Stehen auf dem hinteren Platz nicht gestattet sei und die Polizei das mit Bussgeld belege. Auf meine Frage, warum man dann das Tor auflässt und noch nicht mal ein Schild aufstellt, bekam ich allerdings keine Antwort.
Also noch fix Baguette gekauft, gefrühstückt und ab gings, bevor die Polizei kommt. Getankt hatten wir ja schon am Abend vorher.
Luxemburg am Morgen ist auch schnell durchquert, Metz/Nancy ging auch zügig und wir kamen gegen Mittag in Beaune an, um dort am Intermarche nochmals zu tanken und die ersten französischen Lebensmittel einzukaufen. Da natzte uns auch zum ersten Mal der Tankautomat, lustiges Kartenlotto, bis eine funktionierte.
Nach der Mittagspause ab durch Lyon (nix Umfahrung, drinnen alles frei) und dann hinter Orange bei Loriol ab von der Bahn und in Grane (Domaine Distaise) --> Link übernachtet. Da war die Hölle los, der Hofladen platzte fast aus allen Nähten und das Gelände war gut belegt.
Ich schnappte mir mein Portemonnaie und wollte ‚kurz‘ im Hofladen die beiden Womos anmelden und bezahlen. Da war allerdings mehr los als im lokalen Supermarkt, und so verbrachte ich 20 Minütchen in der Anmeldeschlange und kaufte nebenbei noch eine leckere, hausgemachte Chorizo-Hartwurst.
Danach noch in der Dämmerung ein kleiner Drohnenflug über die Umgebung, und dann gabs Abendessen.
09.10.-21.10.2021: Camp Du Domaine
Morgens holte ich das bestellte Baguette im Hofladen ab (göttlich!), wir frühstückten kurz und fuhren wieder los in Richtung Autobahn. Bei Bombenwetter kamen wir ganz gut durch und waren so gegen 14:00 am Eingang des Campingplatzes. Wegen der Coronaregeln dauerte es ein bisschen, bis wir eingecheckt waren.
Zuerst fuhr ich mit den Schwiegereltern runter, um sie auf ihrer nicht ganz unproblematisch zu erreichenden Parzelle einzuweisen, dann wieder hochlaufen zur Rezeption und dann konnte unser Mobil seinen Platz für die erste Übernachtung beziehen (unsere gebuchte Parzelle war erst ab dem nächsten Tag frei, wussten wir vorher).
Motor aus, Stühle raus, Bierchen & Aussicht geniessen. Schön, wieder hier zu sein. Wo sind die Kinder? Ach so, schon im Wasser. Auch gut…
Am nächsten Tag zogen wir auf unsere gebuchte, inzwischen freie Parzelle um, dann konnte ich endlich (!) die Fahrräder abladen und die Kinder waren damit ruck-zuck unterwegs. Radbühne abgebaut und am Rand der Parzelle verstaut, damit man gut an die Heckklappe kommt, und gemütlich auf der Parzelle installiert.
Die Kinder kamen vom Fahrradfahren wieder, der Mittlere macht den Ständer raus, lässt das Fahrrad los und geht weg. Krach-Pling, über den Ständer gefallen und voll ins rechte Rücklicht. Sauber!
Zum Glück hebt Bimobil ja alles jahrelang auf, und so konnte ich für 27 Euro eine neue Hella-Rücklicht-Streuscheibe zuschicken lassen, die auch nach 4 Tagen vor Ort war. 4 Schrauben, fertig. Hoch lebe das Allerwelts-Standard-LKW-Teil, irgendwelche speziellen Designer-Womo-Leuchten hätte ich wahrscheinlich nicht so schnell und so günstig bekommen.
Das Wetter blieb die ganze Zeit bombig, immer 22-25 Grad und Sonne. Die Kinder badeten viel und fuhren mit dem Fahrrad rum, ich ging 5 x joggen, wir feierten zwei Geburtstage und genossen die Zeit.
Kurz vor der Abfahrt musste dann für die Wiedereinreise in D noch ein Corona-Test für den im Urlaub 12 gewordenen Sprössling her. Fahrräder gesattelt und ab zur nächsten Apotheke. Nach einigen Irrungen und Wirrungen erhielten wir dann das (negative) Testergebnis als Ausdruck, weil online und per SMS nix ankam.
22.10.2021: Vignoles (bei Beaune)
Am Abreisetag schafften wir es, gegen 09:20 vom Platz zu fahren. Kurz noch zur Total-Tanke in Le Lavandou, und ab gings in Richtung Hyeres. Das Wetter sah zum ersten mal durchwachsen aus, und kurz vor Toulon begann der Wolkenbruch. Das hielt bis Cassis an, in der Provence wurde das Wetter dann wieder besser. Wir tankten nochmal in Mornas-le-Village nach (Leclerc-Tankstelle, billig tanken direkt an der Autobahn) und fuhren dann durch bis Beaune. Lyon wurde wieder auf dem kürzesten Weg mittendurch durchquert, 2 min Stau, nicht der Rede wert.
Auf dem Weg gab es allerdings eine Vollsperrung bei Loriol, so dass wir noch ein halbstündige Überland-Etappe als Zwischenspiel hatten. Hat sich aber gelohnt, einige markante schnellere Fahrzeuge, die nicht umfahren hatten, überholten uns erst Stunden später wieder.
Der Campingplatz ‚Les Bouleaux‘ in Vignoles ist immer noch so ein kleiner, verschlafener Flecken nicht weit von Beaune, den wir immer wieder gern anfahren. Nur mit drei Sternen, einfach ausgestattet, dafür aber nie voll und nett angelegt mit altem Bewuchs. --> Link
23.10.2021: Ankunft in Dortmund
Am nächsten Morgen noch Tanken und ein kurzer Einkauf im Intermarche, und dann ging es an die letzte Etappe, wieder bei durchwachsenem Wetter. Das Navi hat uns schon bei der Fahrt durch die Vogesen gut unterhalten, in Deutschland war offensichtlich die Hölle los, die Route wurde dauernd geändert. Bei Metz mussten wir noch einmal eine Vollsperrung umfahren, bis Wasserbillig dann keine weiteren Vorkommnisse.
Offensichtlich war dann aber die Route in der Eifel dicht, unser Navi führte uns nahe Koblenz über den Rhein und dann rechtsrheinisch die A3 hoch bis Köln, dann auf die A1. Da war natürlich wieder gut was los. Inzwischen wurde es dunkel und fing wieder an zu regnen, so dass das letzte Stück auf der A1 eine echte Nervenprobe war, und wir kamen erst gegen 20:00 Zuhause an.
Dann wie üblich im Laufe der Woche das Mobil wieder fit und sauber gemacht und ab in die Halle damit, bis zum Winterurlaub.
Bis denn,
Uwe



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