Aus diesem Grund suchten wir den Womo-Stellplatz südwestlich von Kevelaer heraus, angeblich Platz für ca. 80 Wohnmobile und auf einem alten Kasernengelände untergebracht.
Wir fuhren Mittwoch abends los und gondelten gemütlich die eineinhalb Stunden dorthin. Die Zufahrt zum Stellplatz ist interessant, erstmal geht’s auf das alte Kasernengelände mit alten, umgenutzen Munitionsbunkern, dann vorbei an einer Trabrennbahn (!) und dann landet man schliesslich am Womo-Stellplatz, der im Prinzip aus einem großzügig asphaltiertem Oval mit Schotterrasen in der Mitte und an den Seiten besteht. Hier steht man längs, so dass man sein Campinggerödel auf dem Rasen neben dem Mobil aufbauen kann und kein Kuschelcamper-Feeling aufkommt.
Als wir ankamen, dachten wir direkt ‚Volltreffer‘… nur ca. 8 Mobile vor Ort, massig Platz für die Kinder zum Austoben und Erkunden, V&E und Strom im völlig angemessenen Preis von 9 Euro pro Übernachtung mit drin, und vor allem keine Klos und Duschen, was die Massen fernhält.
Wir richteten uns erstmal gemütlich ein und bereiteten das Abendessen vor, derweil wurde auch abkassiert, während die Kinder sich in die Büsche schlugen, um das Gelände zu erkunden.
Den Donnerstag verbrachten wir komplett vor Ort, es war ziemlich warm und wir erholten uns erstmal ein wenig vom Arbeitsalltag mit Lesen und Kinder bespaßen.
Für Freitag war das nahe Irrland fest eingeplant, ein Bauernhof-Erlebnispark, der sich inzwischen über 30.000 qm ausgedehnt hat. Wir haben uns für dort mit einem bekannten Ehepaar mit zwei Kindern verabredet, und so fuhren wir gegen 09:45 mit dem Fahrrad in die ungefähre Richtung. Keine 10 Minuten später standen wir vor dem Haupteingang, trafen dort auch unsere Bekannten vor und konnten zügig den Park entern.
Wegen des durchwachsenen Wetters (kein Regen, aber schwere Bewölkung und nur ca. 20 Grad) war der Park verhältnismäßig leer, so dass man nirgendwo groß anstehen musste. Die Attraktionen bestanden größtenteils aus irgendwelchen Tobe-Aktivitäten, das passte unseren drei Banditen sehr gut… hinter jeder Ecke lauert was neues, und dazu dann noch Thrills wie SEHR steile Rutschen (gefühlt fast freier Fall) über beachtliche Längen, riesige Hüpfkissen etc. pp., das kam bei den Kindern schon sehr gut an. Mittags natürlich Frikandel-Pommes (die holländische Grenze ist ja nur 2 km weg :-) ) und ein Eis, und alle waren zufrieden.
Gegen 17:00 verliessen wir ziemlich platt den Park wieder und radelten zu unserem Stellplatz zurück, wo die Kinder nach dem Abendessen nur sehr verhalten gegen das ins-Bett-gehen protestierten…
Am nächsten Morgen machten wir V/E und brachen auf nach Oberhausen, wo wir uns noch mal für eine Nacht an die Marina stellen wollten. Mittagessen gab es in der Oase im Centro, wo meine Frau auch noch mal den Apple-Store heimsuchen wollte (Apple Watch…). Als alles erfolgreich erledigt war, machte ich mit den Kindern noch einen Spaziergang am Rhein-Herne-Kanal entlang und zeigte ihnen den tanzenden Hochspannungsmast:
Wieder zurückgekehrt, gabs Abendessen und Bettgehzeit, und wir entspannten uns zur Abwechslung mal MIT Internetempfang, das war am Niederrhein so ne Sache.
Das lange Wochenende näherte sich seinem Ende, und so fuhren wir am nächsten Morgen wieder zurück nach Dortmund, meine Frau begab sich zur Vorbereitung der nächsten Unterrichtswoche an den Schreibtisch und ich versorgte das Mobil.
Als nächstes steht eine Woche Bensersiel Mitte Juli auf dem Plan, leider sind die Wochenenden im Moment komplett zugeplant, so dass wir bis dahin wohl keine Zeit finden werden, nochmal weg zu fahren.
bis denn,
Uwe



Dezember 2025
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