So war es dann auch, und wir konnten uns wieder auf 2 Plätze weiter vorn mit Meerblick freuen.
Als das feststand, hab ich dann noch im nahen Hafen von Bormes les Mimosas einen Liegeplatz fürs Boot reserviert. Hat unter 10 Euro am Tag gekostet, billiger als die Boje in Kroatien – und das im Hafen mit Stegzugang.
Also haben wir in der Woche vor den Herbstferien wieder das Womo gepackt, ich hab noch einige Optimierungen und Kleinigkeiten am Boot erledigt und dann ging es Freitag gegen 14:00 los. Die Schwiegereltern waren gegen Mittag bei uns eingetroffen und es ging gemeinsam weiter.
11.10.2024: Autreville
Natürlich war wieder ein wenig Reiseverkehr, allerdings noch nicht sooo schlimm, deshalb nahmen wir die übliche Route über A1-A3-A4 und dann durch die Eifel, bis wir nahe Trier wieder auf die Autobahn kamen und in Wasserbillig die erste Tankpause einlegten.
Durch Luxembourg war dann schon kein Stau mehr (Berufsverkehr vorbei) und in Frankreich erst recht nicht. Kurz vor Nancy fuhren wir von der Bahn ab (es war inzwischen schon ziemlich spät) und fuhren nach Autreville, um dort auf einem Parkplatz an der Mosel zu übernachten. Auf dem Weg sahen wir schon, dass der Stellplatz in Millery total dicht war – mal schauen.
Auf dem Parkplatz in Autreville standen nur 4 Womos, also lange nicht voll – allerdings hatte sich in der exakten geometrischen Mitte ein Tieflader breitgemacht, der wohl übers Wochenende dort geparkt hatte. Wir konnte uns noch so gerade hintereinander an den Straßen-seitigen Rand des Parkplatzes quetschen, so dass jeder noch rausfahren konnte. Bisschen unschön, aber gerade noch OK – so deckten wir das Boot ab und gingen dann nach einem kurzen Snack ins Bett und fuhren morgens um 07:00 weiter.
12.10.2024: Loriol, Domaine Distaise
Die Fahrt verlief weitestgehend ereignislos, selbst in Lyon war am Samstagmorgen bei Schietwetter nix los und so konnte wir wie üblich den kurzen Weg direkt mittendurch nehmen. Gegen 16:30 fuhren wir bei Loriol ab und übernachteten – wieder wie üblich – auf der Domaine Distaise. Zum Glück hatte sich das Wetter ein wenig beruhigt und es regnete nicht mehr.
13.10.2024 -26.10.2024: La Faviere, Camp Du Domaine
Morgens um 08:00 ging es weiter und wir kamen ohne Zwischenfälle oder Stau gegen 13:00 am Camp Du Domaine an. Diesmal hatte auch alles mit der Reservierung geklappt und wir konnten unsere Plätze direkt beziehen. Das Boot konnte auf der Wiese an der Rezeption residieren, bis wir es zum Hafen bringen konnten.
Wir richteten uns auf den Parzellen ein und hofften auf Wetterbesserung – war erstmal wolkig, aber immerhin kein Regen. Hinterher klarte es dann noch auf und es gab eine trockene Nacht.
Am 14. hängten wir das Boot an den Bus (meine Frau war mit dem T6 getrennt mitgefahren) und fuhren zum Hafen runter, die Sliprampe hatte ich mir schon am Tag vorher angesehen – sehr komfortabel. Den Liegeplatz im Hafen hatte ich schon vorgebucht, also zur Capitainerie (elender Marsch um den gesamten Hafen herum), angemeldet und eine Codekarte für die Kettensperre an der Sliprampe empfangen, und wieder retour.
Das Reinslippen ging dann ohne Probleme, angenehme Rampe mit genug Platz davor. Das Boot sprang auch ohne Probleme an, und dann einmal um den langen Steg getuckert zum Liegeplatz. Römisch-katholisches Anlegen (Bug oder Heck zum Steg) ist am Mittelmeer angesagt, Fingerstege gibt’s nicht, also Obacht. Hat dann mehr oder minder gut geklappt, zumindest nix gerammt.
So konnte die Erholung starten. Neben einige Touren mit dem Boot (z. B. Fort Bregancon) haben wir einen Ausflug hoch nach Bormes les Mimosas gemacht (als dort Markt war):
… und eine Tour nach Monaco, weil wir da schon lange nicht mehr waren.
Am 25. musste dann wieder das Boot aus dem Wasser (wieder kein Problem), übernachtete für eine Nacht wieder am Campingplatz (diesmal allerdings auf dem Asphaltplatz, die Wiese war weichgeregnet) und am Samstagmorgen ging es dann zurück in Richtung Heimat.
26.10.2024: Bourg, La Croix d'Arles
Die Zwischenübernachtung konnten wir diesmal nicht nahe Beaune auf dem CP Les Bouleaux machen, offensichtlich ist der Besitzer erkrankt und der Platz deswegen geschlossen. Also suchten wir uns was in der Nähe von Langres raus, ist noch ein wenig weiter nördlich, macht die Strecke am letzten Tag etwas kürzer. Auch ein netter Platz für die Zwischenübernachtung:
Heisst La Croix d’Arles und ist 5 Minuten von der Autobahn entfernt (--> Link ). Liegt aber wesentlich ruhiger als der Platz direkt an der Abfahrt. Das Boot passte, wie man sieht, problemlos mit auf die Parzelle.
27.10.2024: Dortmund
Am nächsten Morgen ging es wieder um 08:00 los und wir kamen tatsächlich ohne Stau durch. Das Wetter hatte sich auch beruhigt und so war es eine ziemlich angenehme Fahrt. Die Schwiegereltern fuhren direkt die A1 durch, und wir bogen in Dortmund nach Hause ab.
Was war sonst noch:
- Wir haben uns ein SUP-Board gekauft, damit die Kinder was zu tun haben – ausserdem kann man damit auch prima zum Boot kommen, wenn man irgendwo an einer Boje liegt. Kurz in der Bucht vorm CP geankert und das da probiert – klappte gut.
- Herbst am Mittelmeer kann mit Boot schon grenzwertig sein von den Temperaturen her. Wir hatten auch ca. die Hälfte der Tage Bewölkung, da ist es auf dem Wasser zu kalt in einem offenen Boot, nix mehr mit Planschen. Bei Sonne war alles takko.
- Insgesamt hat die Mitnahme des Bootes ca. 250 Euro gekostet (Mautaufschlag Cl. 3 => Cl. 4 und Liegeplatz). Ist in Ordnung, dafür bekommt man kein vernünftiges Boot geliehen, noch nicht mal für einen Tag.
Bis denn,
Uwe



Dezember 2025
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