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Reisemobil-Blog "Die fünf Hermänner"
Eigentlich haben wir dieses Blog erstmal nur erstellt, um selber die Übersicht über unsere Fahrten zu behalten :D

Es wird primär um die Ausritte mit unserem Bimobil gehen, mal sehen was sonst noch dazu kommt.

Videos zu den einzelnen Reisezielen gibt es teilweise unter --> Link zu sehen.

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Natürlich werden die Beiträge tendenziös, subjektiv und nicht übertragbar sein; als wohnmobilierende Familie mit 3 Kindern hat man halt so seine eigenen Ansichten und Präferenzen...

Bis denn,

Tinduck (Uwe)
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04.-12.08.2017 Normandie

permanenter Linkvon Tinduck am 22 Sep 2017 13:42:22

Dieses Jahr stand für den Sommerurlaub mal was Besonderes auf dem Plan. Meine Schwiegereltern haben im August goldene Hochzeit und wollten mal was anderes machen als die ewigen Kreuzfahrten oder Busreisen :-) und deshalb mit uns zusammen in Urlaub fahren. Nach einigem Hin und Her und diversen verworfenen Plänen kamen wir auf den gemeinsamen Nenner einer netten Rundreise durch Normandie und Bretagne. Wir finden es da schön, die Kinder waren noch nicht da und die Schwiegereltern überraschenderweise auch nicht.

So wurde schon rechtzeitig im Vorfeld ein Womo für die In-Laws klargemacht (über ADAC), ein TI von Weinsberg, Einzelbetten hinten, Pepper-Ausstattung mit allem Tralala. Und weil wir in Niedersachsen mieten konnten, wo die Ferien zu diesem Zeitpunkt schon vorbei sind, war das Ganze auch noch recht günstig.

4. August

So traf ich mich am 4. August mit meinen Schwiegereltern in der Nähe von Osnabrück beim Verleiher. Der machte nach der Erledigung der Formalitäten eine sehr ordentliche Übergabe, wies selbst auf Vorschäden hin, die auch alle schon peinlich genau dokumentiert waren. Auch auf ‚Fallen‘ am Womo (z. B. Kollision Aufbautür <-> geschlossenes Fliegengitter) wurde ausdrücklich hingewiesen.

Gegen 16:00 machten wir uns auf den Weg nach Dortmund, um den Rest der Familie samt unserem Bomber abzuholen. Das klappte auch relativ staufrei und wir konnten noch ein paar Kilometer zu unserem geplanten Anfang der Frankreichtour (Le Treport) gutmachen. Übernachtet wurde dann letztendlich in Straelen am Hallenbad. Netter Stellplatz, direkt am Bad, und mit 7 Euro pro Nacht völlig OK. Und da die Toiletten zum Zeitpunkt unserer Ankunft gerade schlossen, konnten die Schwiegereltern ihr Wohnmobil schon mal richtig ‚einweihen‘…

5. August

Am nächsten Tag gings zeitig los, erstmal Tanken und dann ab über Holland nach Belgien rein. Gegen Mittag kamen wir in Brügge an, parkten auf dem Omnibusparkplatz am Bargeweg (der rechnet auch stundenweise ab und man muss nicht für den ganzen Tag blechen wie auf dem Womo-Stellplatz) und erkundeten die Brüggener Innenstadt.

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Gegen 15:30 fuhren wir weiter in Richtung belgischer Küste und hatten uns eigentlich einen schönen Campingplatz in Westende rausgesucht, aber der war natürlich ausgebucht, als wir hinkamen. Aber es ging wie hinterher noch oft auf der Reise, einfach weiterfahren und den nächsten CP anfahren, Zack, zwei Plätze frei, kein Problem. So konnten die Schwiegereltern Duschen (die Dusche im Weinsberg fanden sie nicht akzeptabel) und die Kinder hatten genug Spielgeräte zur Verfügung.

6. August

Am nächsten Tag ging es weiter bis nach Le Treport, wo wir auf dem Womo-Stellplatz sogar zwei der letzten vier freien Plätze nebeneinander erwischten und uns dort einrichteten, bevor es zum Hafen runter ging.

Die Idee mit dem Hafen hatten auch einige tausend Franzosen, es war Sonntag und da fährt wohl die komplette Normandie an die Küste und bewunderte dann mit uns die ersten Kreidefelsen der Reise.

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Abends haben wir dann noch zusammen gegrillt, gefiel den Schwiegereltern auch sehr gut.

7. August

Der nächste Morgen begann mit einem schönen Frühstück draußen. Danach fuhren wir das kleine Stück bis zum Chateau d’Eu. Wir parkten direkt vorm Schloss (war ja noch früh) und schauten uns die sehr gepflegte Gartenanlage an. Lustigerweise ist direkt im Schloß die Mairie untergebracht, das nenn ich mal ein stilvolles Bürgermeisterbüro :-)

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Dann fuhren wir die Küste weiter entlang und wollten uns in Sainte Marguerite sur Mer den sehr schönen Ort unten am Wasser anschauen. Leider war da aber nach der Überwindung der ziemlich steilen Straße, die runter zum Wasser führte, unten alles pickepackevoll und soooo toll sah es jetzt auch nicht aus. Also die Straße wieder hoch (2. Gang, die Anwohner freut es), rechts wieder abgebogen und zack, waren die Schwiegereltern hinter uns verschwunden. Konsultation des Walky Talkys ergab, dass sie lieber links abgebogen waren. Also am Strassenrand warten, bis sie wieder auftauchten, und weiter ging es in Richtung Westen.

In Saint Valery en Caux war der Womo-Stellplatz gut ausgeschildert, deshalb dachten wir uns, genug gefahren für heute, wir schaun mal, ob da was frei ist.

Also im Zickzack durch den Hafen, und dann zwischen Klippen und Hafenmauer die einspurige Strasse entlang. Doch was ist das? Dort, wo die Straße am schmalsten ist, lacht uns ein 3,5-Tonnen-Schild entgegen. Ääääh, hab ich jetzt nicht gesehen, hab mich auf die Strasse konzentriert….

Auf dem Stellplatz war dann klar, warum: die Parkbuchten für die Womos sind nur ca. 6 m lang und vielleicht 3 m breit eingezeichnet, bei korrektem Parken war gerade noch Platz, um die Aufbautür ganz aufzumachen. Haben wir aber fast gar nicht gemerkt, weil die Location an sich der Knaller ist.

Man steht ca. 30 m von den Kreidefelsen entfernt, über einen kleinen Hügel sind es 50 m bis zum Kiesstrand, das Ganze direkt neben der Hafeneinfahrt. So müssen Stellplätze aussehen! Dazu kam noch eine große Picknickwiese, auf der die Kinder toben konnten. Perfekt.

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Wir schoben unseren Hecküberhang über den Bordstein, dann kam die Länge des Parkplatzes ganz gut hin, und neben uns standen glücklicherweise Briten, so dass wir die Türen in die gleiche Lücke hatten und so etwas mehr Platz rausschinden konnten. Das Pärchen war übrigens auch sehr nett, wir haben uns gut mit denen Unterhalten.

Mittagessen, Faulenzen. Schönes Wetter machte das ganz einfach. Am späten Nachmittag schauten wir uns noch den Ort und die Uferpromenade dort an und kletterten auf die Kreidefelsen über dem Stellplatz.

Das Abendessen verlief bei untergehender Sonne sehr stimmungsvoll. Danach wurde es noch mal lustig, weil ein Konvoi von Italienern auf dem Stellplatz einfiel und sich ernsthaft laut und wortreich wunderte, dass für ihre 5 Fahrzeuge abends um 20 Uhr kein einziger Stellplatz mehr frei war… Sie haben sich dann kreuz und quer vor alle möglichen Fahrzeuge gestellt und hoch und heilig geschworen, dass sie morgens um 8 spätestens weg sind (waren sie dann auch).

Ach ja, als Sahnehäubchen kostet dieser Stellplatz ganze 6 Euro pro Nacht, und V/E sind schon im Preis mit drin. So geht’s auch.

8. August

Weiter ging’s über Fecamp (Parken im Hafen mit viel Platz, Benedictine-Destille gucken)

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nach Etretat, wo wir gegen 13:30 auf dem Camping Municipale eintrafen. Wir stellten uns in die Einfahrt, was sofort einen älteren Herrn auf den Plan rief. Der war wohl der Knecht der ‚Maitresse du Camping‘, was wohl die Chefin des Campingplatzes war. Er klärte uns auf, dass die erst um 14:00 wieder zur Anmeldung anwesend sei und im Zuge dessen auf den für ihr Auto reservierten Stellplatz gelangen müsse. Wir seien da aber im Weg, und wer den Weg blockiert, bekommt keine Parzelle.

Ups. Also rückwärts wieder raus, gegenüber in eine Einmündung gestellt und dann brav zu Fuß in die Schlange vor der Anmeldung eingereiht, wo schon alle grinsten.

Die Maitresse kam, sah und teilte Parzellen zu. Wir bekamen glücklicherweise zwei nebeneinander, richteten uns ein und bereiteten das Mittagessen vor, währen die Kinder den Campingplatz unsicher machten.

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Nach dem Essen ging es mit der Tufftuffbahn (der übliche touristische Straßen-‚Zug‘) runter in den Ort, wo natürlich die Promenade und die berühmten Kreidefelsen von Etretat zu bewundern und vor allem zu besteigen waren.

Der Ort an sich besteht eigentlich nur aus Andenkenläden, Restaurants und Hotels, ist jetzt nicht so die Eröffnung. Die Gebäude sind aber ganz schnuckelig. Es wären auch noch mehr, wenn die Deutschen nicht im 2. Weltkrieg einen Teil der Strandvillen eingeebnet hätten. Warum? Damit die Artillerie freies Schussfeld auf den Ärmelkanal hatte… autsch.

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9. August

Nach der Übernachtung ging es ab in Richtung Le Havre, und wir überquerten die Seine-Mündung über die Pont du Normandie. Schon ein beeindruckendes Bauwerk, da zahlt man die Maut gern.

Eigentlich wollten wir nach Honfleur, blieben aber erstmal kurz davor beim Leclerc hängen, tanken und Lebensmittel einkaufen. Danach hatten wir irgendwie keine Lust auf noch nen Hafen und sind weitergefahren in Richtung Trouville und Deauville. Auf dem Weg dorthin sahen wir übrigens die größte Wanderarbeitersiedlung, die mir bisher aufgefallen war, mit Sicherheit 10-15 Hektar Wiese komplett voll mit Fendt-Wohnwagen und weissen Sprintern. Inzwischen sogar mit Sanitärhäusern und Stromanschluss…

Trouville war ziemlich verstopft, weswegen wir dort keinen Halt machten, aber in Deauville war direkt an der Strandpromenade hinterm Yachthafen massig Parkraum. Wir stellten unsere Womos bequem ab und gingen mit den Kindern und den Großeltern an den Strand.

Die waren erstmal perplex, dass sie sich jetzt an den Strand hinpflanzen sollten, aber meine Frau hatte noch eine Geheimwaffe im Womo: den Fatboy Lamzac! Das ist quasi eine aufblasbare Liege/Sofa, welches aber in 10 Sec. aufgebaut ist, weil man eben nicht pusten muss, sondern nur einmal die Luft in den offenen Sack ‚einfangen‘ (am einfachsten bei Wind). Dann wird der zugezwirbelt und ist einsatzbereit.

Die Großeltern konnten also am mondänen Strand von Deauville stilecht residieren, während ich mit den Kindern in Richtung Wasser verschwand. Dieses war relativ warm und mit Uferbrandung versehen, was offensichtlich viel Spaß bereitete. Danach gabs Snacks und nochmal Wasser und Toben im Sand.

Gegen 16:00 packten wir wieder ein und gingen zurück zu den Womos, welche wir dann die Küstenstraße entlang in Richtung Westen bewegten. In Villers-Sur-Mer war ein ganz schöner Stellplatz, der aber leider komplett dicht war, so dass wir weiterfuhren. Kurz nach Auberville sah ich ein unscheinbares Schild mit Womo-Symbol im Gras neben der Straße, mit Pfeil in Richtung Heuland. Warum nicht. Nach ein paar Kilometern ging es dann noch einmal rechts, dann von der Straße ab durch einen komplett überwachsenen Hohlweg (hoch genug) und dann führte das letzte Schild auf eine Wiese mit einer großen Scheune, hinter der sehr liebevoll 8 Stellplätze auf dem Rasen durch kleine Sitzgruppen markiert waren. Aha, Camping a la ferme :-)

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Für 9 Euro standen wir dort traumhaft ruhig, die Kinder konnten Pferde füttern, und Frischwasser gabs am nächsten Morgen auch noch umsonst. Natürlich wurde zum Abendessen gegrillt, und so klang der schöne Tag mit perfektem Wetter toll aus.

10. August

Dieser Tag sollte im Zeichen der Landungsstrände stehen. Erstens hatten die Schwiegereltern das ganze Thema touristisch noch nicht beackert, und zweitens war das auch als pädagogische Maßnahme für die drei Reiter der Apokalypse gedacht, die in letzter Zeit auffallend oft recht kriegerische Spielformen bevorzugten. Da war mal Erdung notwendig.

Wir begannen ganz klassisch in Ouistreham an der Orne-Mündung, wo der östlichste Landungsabschnitt ‚Sword Beach‘ beginnt. Gemütlich tuckerten wir immer möglichst nah am Wasser die Küste entlang, und themengerecht steht auch in jedem kleinen Küstenort irgendein alter Panzer auf dem Markplatz. Die Orte wimmeln von Sword Beach Hotels, Sword Beach Restaurants und Sword Beach Motorboothändlern… und man merkt auch, dass hier die Briten gelandet sind, viele Attraktionen richten sich direkt an britische Touristen.

Danach kommt der Küstenabschnitt Juno Beach, wo die Kanadier landeten. Die hatten wohl am meisten Glück und am wenigsten Verluste und konnten tief ins Landesinnere vorstoßen. Hier steht auch ein großes Denkmal in Grave sur Mer, welches an die französische Beteiligung (Exilarmee) an der Landung erinnert.

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Weiter geht’s mit Gold Beach, wo wieder Briten landeten, und ab Arromanche-les-Bains beginnt dann der erste Küstenabschnitt der Amerikaner, Omaha Beach. In Arromanche ist auch ein großes Museum mit Kino und dort liegen vor der Küste auch die Reste des provisorischen Hafens, den die Aliierten zur Versorgung der gelandeten Truppen angelegt haben.

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Leider konnten wir dort nicht länger bleiben, weil der Parkplatzwächter des Park-/Womo-Stellplatzes nach einem Blick auf unsere Nummernschilder steif und fest behauptete, es sei kein Platz frei, obwohl der halbe Stellplatz leer war. Jaja, wir haben den Krieg angefangen, schon kapiert…

So parkten wir die Straße runter am Rand und holten uns ein paar Kratzer auf dem Dach von einer niedrigen Kiefer. Na ja, sieht man ja nur beim Putzen.

Nächste Station war Longues-sur-Mer, wo an der Küste noch vier fast intakte deutsche Artilleriebunker samt 155-mm-Haubitzen stehen, die frei zugänglich sind. Da war richtig viel los, und man muss der Gemeinde Longues hoch anrechnen, dass sie da keinen Touristenrummel mit Eintritt draus gemacht haben. Es gibt vor Ort nur ein Restaurant mit Kiosk und genug kostenlosen Parkraum, das ist alles. Perfekt.

Die Haubitzen sind ziemlich beeindruckend und haben sich während der Landung der Alliierten (Operation Overlord) wohl ein ziemlich langes Artillerieduell mit alliierten Schiffen geliefert und diese mehrfach zum Rückzug gezwungen, bis sie von Land aus eingenommen wurden. Nur einer der vier Bunker konnte durch Gegenfeuer zerstört werden, sieht man auch noch.

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Bisher waren auch die Kinder sehr begeistert von dem ganzen Bunker- und Waffenkram, aber jetzt ging es zum unangenehmen Teil – der Soldatenfriedhof in Colleville-sur-Mer stand als nächster Punkt auf dem Routenplan. Hier liegen die amerikanischen Opfer der Landung begraben.

Insgesamt ein beeindruckender Ort, teilweise ein bisschen viel Pathos, aber dennoch gelungen. Vor allem schön in die Landschaft eingebettet und zwar mit ernster, aber nicht düsterer Stimmung. Eher so in Richtung Himmelstor, auch wegen der schönen weißen Kreuze.

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Das nahmen die Kinder noch recht wohlgemut auf, deshalb ging es dann zum deutschen Soldatenfriedhof in La Cambe. Da ist der Eindruck dann etwas anders, schon der Eingang hat mehr was von Gefängnis… der Friedhof selber wirkt mit seinem zentralen, kegelförmigen Hügel und den düsteren Statuen darauf ein wenig bedrückend, woran die Gruppen von schwarzen, grob behauenen Kreuzen auch nichts ändern. Insgesamt den Auswirkungen eines Krieges viel angemessener als die doch etwas glorifizierten alliierten Friedhöfe, finde ich.

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Als Abschluss der Operation-Overlord-Tour fuhren wir zur Pointe du Hoc, wo man eine total zerstörte Artilleriestellung besuchen kann, die – funktionsfähig – in der Lage gewesen wäre, die Landung auf Utah- und Omaha-Beach zu einer noch verlustreicheren Angelegenheit zu machen, weshalb eine Kompanie Ranger darauf angesetzt wurde, die Klippen hochzuklettern und die Geschütze zu sabotieren. Blöderweise waren die gar nicht mehr da, nur das Wachpersonal wartete auf den Angriff, wodurch es etwas länger dauerte, die weggeschafften Kanonen zu finden und zu sabotieren, was aber letztendlich gelang. Spooky, wie es da aussah, eine reine Kraterlandschaft mit Bunkerresten.

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Nach dieser Besichtigung ließen wir es gut sein und zogen uns nach Grandcamp-le-Maisy auf den frisch erweiterten Stellplatz zum Abendessen und zur Übernachtung zurück.

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11. August

Nun ging es langsam zu Ende mit der Normandie, und wir wollten an diesem Tag bis zum Mont Saint Michel fahren, der die Grenze zwischen Normandie und Bretagne markiert. Also fuhren wir westlich in Richtung Granville, welches an einem grandios schönen Küstenabschnitt liegt, der an der Bucht des Mont Saint Michel anschließt. Nach dem Erreichen von Granville machten wir ein paar Kilometer südlich Mittag an einem schönen Aussichtspunkt:

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… und folgten dann der Route de la Baie, um zum MSM :-) zu gelangen. Wir wollten heute noch nicht besichtigen, aber schon mal Umschauen zur Orientierung.

Auf dem Weg an der Bucht entlang hatten wir noch einmal einen besonders schönen Blick auf den MSM, fernab aller Touristenhorden – die standen hinter den nächsten 2 Kurven…

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Die Orientierung am Mont Saint Michel war schnell erledigt. Als wir zum letzten Mal da waren (muss so 2004 gewesen sein), konnte man noch auf den Parkplätzen neben dem Damm, fast direkt am Mont, parken und auch Übernachten. Das ist jetzt alles Geschichte; wegen der zunehmenden Versandung der Bucht wurde der Damm zurückgebaut und durch eine Brücke ersetzt, so dass die Gezeiten wieder frei fließen können. Allerdings kommt man deshalb jetzt mit dem Auto nur noch bis zum Großparkplatz (es sei denn, man hat den CP oder ein Hotel direkt im Ort Mont Saint Michel gebucht) und muss mit dem Shuttlebus, per Fahrrad oder zu Fuß über die Brücke.

Da wir nicht auf dem Parkplatz übernachten wollten (wir hatten 2 Übernachtungen vor) fuhren wir weiter nach Pontorson, wo es einen ganz netten Campingplatz auch mit Schwimmbad für die Kinder gibt. Der Stellplatz in Beauvoir sah allerdings auch ganz OK aus, aber Kinder und Großeltern wollten auf den CP, also warum nicht.

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Der Nachmittag und der Abend klang auf dem CP ruhig aus, und…

12. August

…am nächsten Morgen machten wir uns auf in Richtung Mont Saint Michel. Um auf dem Großparkplatz nicht 2 x 17,50 Euro fürs Parken bezahlen zu müssen, siegte der Geiz über die Vernunft, und wir fuhren alle 7 mit unserem Womo dorthin. Für 10 km und am frühen Morgen (wenig Verkehr) erschien uns das verantwortbar, und entsprechende Zuladungsreserven haben wir ja auch, nur halt einen Gurtplatz zu wenig, weil an der seitlichen Dinettenbank eben kein Gurt ist.

Dort angekommen, machten wir uns auf den Weg zum Shuttlebus (ist umsonst) und wurden mit einer Horde Japaner dort hineingepresst. Der Busfahrer nahms locker und hielt auch noch an den 2 Stops vor dem Mont für Zusteigende an, die natürlich gar nicht mehr rein kamen… aber egal.

Am MSM angekommen, nahmen wir direkt nach dem Eingang den Weg rechts auf die Verteidigungsanlagen hoch, von dort kommt man nämlich auf direktem Weg hoch in die Abtei und muss sich nicht durch die Massen zwischen den Andenkenläden bergauf quälen.

Oben angekommen kauften wir Karten für die Abteibesichtigung (echt human, 10 Euro pro Erwachsenem und Kinder bis 26 (!) Jahre frei) und verbrachten ca. 2 Stunden mit der Besichtigung, die echt interessant war. Leider wurde der Kreuzgang, der sonst sehr schön ist, gerade renoviert und machte nicht viel her. Gegen Ende des Durchganges nahm auch plötzlich die Anzahl der Reisegruppen stark zu und alles war verstopft, deshalb waren wir froh, so früh gekommen zu sein.

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Den Rückweg nahmen wir über den normalen Weg die ‚Straße‘ hinunter, wo echt Halligalli war, aber bergab geht’s.

Pünktlich ging auch das Wetter den Bach runter, und die schon die ganze Zeit vorhandene Bewölkung öffnete die Schleusen, und das nicht schlecht. Auf dem Weg zum Shuttlebus und von dort zum Parkplatz wurden wir komplett durchnässt – erstaunlicherweise hörte der Regen bei der Rückankunft auf dem CP direkt auf, und wir konnten den Rest des Tages dort bei heiterem Wetter geniessen.

Die Bretagne gibts im nächsten Beitrag, wegen der 30000 Zeichen Begrenzung :D also folgt uns hier --> Link weiter hinterm Mont Saint Michel 8)

Bis denn,

Uwe

Alberto Brandolini: "The amount of energy needed to refute bullshit is an order of magnitude bigger than to produce it." :wall:
2 Kommentare 20163 mal betrachtet
Kommentare

RE: 04.-12.08.2017 Normandie

permanenter Linkvon berny2 am 04 Okt 2017 23:34:36

Danke für den Bericht bis hierher! Da kommen uns Erinnerungen von zwei früheren Reisen hoch... :razz:
Aus NRW grüsst Berny.
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RE: 04.-12.08.2017 Normandie

permanenter Linkvon Tinduck am 05 Okt 2017 06:06:32

Gern geschehen :)

bis denn,

Uwe
Alberto Brandolini: "The amount of energy needed to refute bullshit is an order of magnitude bigger than to produce it." :wall:
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