Die neuen Anforderungen sind ebendiese 14,7 Volt Ladeschlusspannung und zusätzlich ‚ab und zu‘ eine Ladung mit einem Strom von 0,25-0,3 C, wobei C für die C20-Kapazität der Batterie steht. In unserem Fall heisst das, dass die Batterie mit 55-73 A Anfangsladestrom geladen werden muss. Unser altes Calira-Bordladegerät gibt nur 18 A her, also musste ein neues Zusatzladegerät her.
Da ich die Batterie bei Fraron gekauft hatte, habe ich mich an die gewandt und ein Angebot für ein 50-A-Netzladegerät mit 30% Rabatt bekommen. Das habe ich bestellt und eingebaut und dabei auch den Kabelsalat an der Batterie etwas entrümpelt, an der Plus-Seite ist jetzt nur noch ein einziges 22mm^2-Kabel mit einer 100-A-Streifensicherung angeschlossen (und die Sense-Leitung des Caliras für die Spannungsüberwachung).
Damit können dieses Ladegerät und das Calira in Summe 68 A liefern, was im Rahmen der Anforderung liegt (eventueller Solarertrag kommt noch dazu).
Um das Ganze auch ein wenig besser überwachen zu können, habe ich mich entschieden, einen Batteriecomputer zu kaufen. Wegen der Hersteller-unabhängigen Einsetzbarkeit entschied ich mich für den BlueBatteryD1-Batteriecomputer. Der wird einfach in die Batteriezuleitung eingeschleift (Plus oder Minus, in meinem Fall Plus) und kann den Solarstrom über eine Datenleitung zum Solarcontroller auch noch getrennt tracken.
Den hab ich dann heute eingebaut und ausprobiert, und wie der Teufel es will, auch gleich einen Defekt in der elektrischen Anlage damit gefunden :D
Hier erstmal die Einbausituation:
Direkt neben dem Solarcontroller, damit alles eng beisammen ist; die ganze Installation inklusive Calira, Fraron-Ladegerät, Solarcontoller und Batteriecomputer residiert in einer Sitztruhe, was die Kabellängen kurz hält.
Also eingebaut, alles angeschlossen, erstmal mit Landstrom ausprobiert: Anfangsstrom 41 A, ging dann schnell auf 17 A runter. Die Batterie war wohl nicht besonders leer... Nun den Landstrom ab, Motor an. Kein Ladestrom! Unterm Carport rausgefahren, und die Solaranlage liefert (bei wolkigem Himmel) 2-3 A, soweit in Ordnung.
Zuhause dann Motorhaube auf. Am Batteriepluspol der Starterbatterie sitzt ein 6mm^2 Kabel mit einer 40-A-Streifensicherung, die OK ist. Dahinter geht noch eine kleine violette Leitung ab, das ist die D+ Senseleitung für das Calira. Die 3-A-Sicherung, die dieses Kabel absichert, hat keinen Durchgang mehr... ersetzt, und alles geht wieder!
Hier die Ladekurve beim 2.Versuch mit ersetzter Sicherung.
Man sieht, dass erst gar kein Strom fliesst. Dann kommt ein -10 A Peak beim Anlassen (keine Ahnung, wie der Strom da aus der Bordbatterie fliesst, das Trennrelais sollte dann ja offen sein), und kurz darauf setzt die Ladung durch die Lichtmaschine mit ca. 12 A und dann stetig fallend ein. Der kurze Abfall mittendrin war ein Test mit Einschalten des Kühlschrankes.
Nächstes Projekt ist jetzt, die Batterie mit dem Kühli (durch Simulation des D+ Signals aus der Bordbatterie) einmal über Nacht zu entladen und dann mal zu schauen, was die Batterie so an max. Ladestrom aufnimmt.
bis denn,
Uwe



Dezember 2025
September 2025