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Reisemobil-Blog "Die fünf Hermänner"
Eigentlich haben wir dieses Blog erstmal nur erstellt, um selber die Übersicht über unsere Fahrten zu behalten :D

Es wird primär um die Ausritte mit unserem Bimobil gehen, mal sehen was sonst noch dazu kommt.

Videos zu den einzelnen Reisezielen gibt es teilweise unter --> Link zu sehen.

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Natürlich werden die Beiträge tendenziös, subjektiv und nicht übertragbar sein; als wohnmobilierende Familie mit 3 Kindern hat man halt so seine eigenen Ansichten und Präferenzen...

Bis denn,

Tinduck (Uwe)
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09.07.-24.07.2021: Sardinien

permanenter Linkvon Tinduck am 03 Aug 2021 09:23:29

Endlich mal wieder raus aus Deutschland, die Inzidenzen sind niedrig und die Fähre ist gebucht. Auf nach Sardinien! Diesmal nicht ganz so hektisch. Das Mobil stand wegen des Ausfluges zu den Großeltern am Wochenende vorher noch vor der Tür und eigentlich mussten nur Kühlschrank und Bekleidungsschränke bestückt werden.

Freitag, 09.07.2021: Dortmund - Messel

Das hatten wir am Freitag um ca. 16:00 geschafft, noch kurz die angefangene Gasflasche gegen eine Frische ausgetauscht und los.
B54, A45… bei Schwerte (zwei Abfahrten nach dem Losfahren) fiel uns auf, dass der Motor irgendwie sehr laut und merkwürdig klang. Schwerte raus, auf den P&R-Parkplatz… wahnsinniges Getöse und Gestank nach verbranntem Gummi aus dem Motorraum, schon im Leerlauf. Quelle nicht klar zu lokalisieren, aber definitiv ein Lagerschaden. AndreasS aus dem Forum war zufällig auch da, und wir waren uns einig, dass das nicht gut klang.

Was tun?

Kurz bei Diesel Müller in Witten angerufen… ja, sie wären noch bis 17:00 offen. Also noch 35 Minuten… da das Geräusch nicht nach Turbo oder Motor klang und der Motor auch klaglos zog, riskierten wir die Fahrt bis da hin (ca. 25 Minuten).
Auf der Fahrt war das Geräusch mal lauter, mal leiser… um 16:55 waren wir in Witten angekommen und der Wagen wurde geprüft. Nach kurzer Suche war klar, dass der Klimakompressor offensichtlich einen Lagerschaden hatte und kurz vor dem Glühen war. Endlich mal ne gute Nachricht… der Kompressor hat nämlich einen eigenen Antrieb. Motor aus, Seitenschneider frei, den Riemen durchgeknipst und rausgeholt, Motor wieder an… welch herrliche Ruhe. Also Italien im Hochsommer ohne Fahrerhaus-Klima. Wird schon…

Nach dieser unterhaltsamen Unterbrechung fuhren wir wieder zurück auf die Bahn. Auf der A45 ist buchstäblich alle 5 km eine Baustelle, entsprechend kurzweilig war die Fahrt, und als wir keine Lust mehr hatten, landeten wir wieder in Messel --> Link auf dem Stellplatz, um zu übernachten.

Samstag, 10.07.2021: Messel - Como

Früh morgens ging es los, kurzer Halt bei Netto, um Wasser, Bier und Frühstück einzukaufen, und ab auf die A5. Wir hatten einen Stop in Lörrach eingeplant… erstens für den Coronatest für mich und die Kinder (nötig für die Einreise in Italien) und zweitens… na ja, wir hatten es in der Coronazeit nicht geschafft, unsere Ausweise/Reisepässe verlängern zu lassen, die Bürgerdienste waren recht restriktiv mit der Terminvergabe (wir haben immer noch keinen Termin, stand Ende Juli). Also nach der Ankunft in Lörrach (ca. 12:00) ab zum Bundespolizeirevier und temporäre Reisedokumente für unseren ältesten Sohn, meine Frau und mich organisieren. Kein Problem, 45 Minuten und 24 Euro später waren wir wieder reisefähig.
Nächster Stop Coronatest, mitten in der Innenstadt gibt es ein mobiles Testzentrum. Online angemeldet, und 4 negative Tests später war auch das erledigt.
Dann noch die Online-Formulare für die Einreise in Italien ausfüllen… omg, fünf mal zehn Webseiten… aber was tut man nicht alles für nen Urlaub.
Irgendwann (gegen 14:00) war dann alles erledigt und wir konnten losfahren in Richtung Schweizer Grenze. Der Übergang auf der Autobahn in Basel war allerdings etwas zugestaut, weshalb wir über einen kleinen Übergang direkt in Basel-Stadt fuhren und dann direkt auf die Bahn. Grenzkontrolle Fehlanzeige, obwohl ich vorher extra noch in der Via-App nen Tag entwertet hatte…
In Richtung Gotthard-Tunnel war natürlich auch alles dicht, weshalb uns das Navi über Zürich schickte. Dadurch erfuhren wir, dass die A4 streckenweise eigentlich nur eine Landstraße ist… hat ein bisschen Zeit gekostet, aber besser weiter gefahren als im Stau gestanden. Vor dem Gotthard selber waren es nur ein paar Minuten (Blockabfertigung, da nur eine Tunnelröhre offen ist). Schwupps durch, und auf der anderen Seite fängt schon das Italien-Feeling an. In Chiasso verließen wir die Schweiz und nahmen Kurs auf den Womo-Stellplatz in Como, da hatten wir auf der Rückfahrt in 2019 schon übernachtet, netter Stellplatz mit 11 Plätzen --> Link.

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Die waren allerdings komplett belegt, und nicht nur das, auf dem Parkplatz vor dem Stellplatz (gehört zum Sportplatz) standen auch schon mindestens 20 Mobile…. Also haben wir uns dazugestellt, und wir waren auch beileibe nicht die Letzten, die dort ankamen. Vor dem Stellplatz sah es dann so aus:

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Sonntag, 11.07.2021: Como - Coltano

Für heute stand dann die überschaubare Etappe nach Livorno an, wo am Montagmorgen die Fähre gebucht war. Also über Mailand und Parma durch die Appeninen in Richtung Pisa.
Als die gelbe Reserve-Tankanzeige anging, fuhren wir von der Autobahn ab… und landeten lustigerweise in Aulla, wo wir im Herbst 2019 nach einer Tour durch die Berge wieder auf die Autobahn auffuhren. Hier gibt es 100 m von der Abfahrt entfernt 2 Tankstellen und einen Lidl (mit italienischem Sortiment) zum Auffüllen der Vorräte.
Tank voll, Mittagessen (während der Fahrt) gesichert, weiter geht’s. Vorbei an Carrara (kaputte Berge links, Natursteinläger rechts und links der Autobahn), Pisa… dann war eine Unterkunft für die Nacht gefragt. Da der Tag noch jung war, wollten wir nicht auf einem Parkplatz abhängen und suchten uns ein Agricamping in der Nähe von Pisa bei Coltano raus --> Link.
Wir kamen um 15:05 dort an, die Rezeption sollte um 15:00 wieder öffnen – eigentlich. Italia… um 15:15 kam jemand, wir checkten ein und hatten für 35 Euro freie Wahl zwischen den 5 freien Parzellen. Es wurde dann die, die am nächsten an dem vorhandenen See / Weiher war.
Da ein Pool vorhanden war, sprangen die Kinder (schon in Badehose) aus dem Mobil und waren entschwunden. Wir entspannten uns erstmal 20 Minuten, bis die Kinder wieder da waren, dann nutzte ich die Zeit für drei Runden um den See (5 km), gefolgt von nochmal Swimmingpool mit den Kindern.

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Zum Abendessen gab es Pizza aus dem Restaurant, recht gut und durchaus preiswert. Wir aßen auch nicht am Mobil, sondern stellten Tisch und Stühle nach vorn auf die Wiese am See, wo auch eine wohlige Brise blies und Fliegen und Hitze vertrieb, sehr angenehm.

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Montag, 12.07.2021: Coltano – Palau (Sardinien)

Um 07:00 ging es dann los in Richtung Livorno, wo wir auf der Mega Express Five der Sardinia Ferries in Richtung Golfo Aranchi gebucht waren. Wir kamen rechtzeitig an, und nach einer halben Stunde auf dem Warteplatz wurde unser Ticket gescannt und wir fuhren auf die Fähre. Für die Überfahrt hatten wir eine Kabine für 5 Personen gebucht… reines Kalkül: die Kabine kostete ca. 150 Euro, das müssten wir ohne Kabine wahrscheinlich im Bordrestaurant ausgeben, wenn die Kinder die ganze Überfahrt über aus Langeweile mampfen… so hatten wir quasi eine Suite (Wohnraum, Balkon (!), 2 Schlafzimmer, Bad) und konnte alle geruhsam die Überfahrt geniessen, noch schön Duschen… und dann um 17:30 in Golfo Aranchi erholt von der Fähre fahren.
Auf dem ersten Parkplatz den Kühli wieder auf Gas umstellen (hatte ich über gelben Strom laufen während der Fährüberfahrt, kostete ca. 80 Ah) und dann führte uns das Navi nach Palau zum CP Acapulco, den wir uns im Netz ausgesucht hatten.
Dort hatten sie aber leider nur noch die Parzelle neben der Womo-Entsorgung frei, empfahlen uns aber den CP Baia Saracena --> Link auf der anderen Seite von Palau, den wir dann anfuhren. Hier bekamen wir eine genehme Parzelle auf dem großen Platz unten bei der Bar und relativ nah am Wasser, und der Urlaub konnte so richtig beginnen.

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Was gelernt hatten wir nach der Fährüberfahrt auch noch. Ich hatte mich schon immer gewundert, warum so viele Leute mit 'Corsica Ferries XXXX' (XXXX=Jahreszahl) Aufklebern auf ihren Autos und Womos rumfahren... und nach unserer ersten Überfahrt mit dieser Reederei hatten wir dann plötzlich auch einen am Mobil. Die Dinger werden einem einfach draufgepappt, während die Fahrzeuge wehrlos unten im Schiffsbauch stehen ;D das nenn ich mal geschicktes Marketing. Der Großteil der Leute scheint die Aufkleber einfach drauf zu lassen, vor uns fuhr ein PKW, der hinten fast komplett Gelb war...

Mittwoch, 14.07.2021: Ausflug zum Bärenfelsen

Unsere Kurzen hatten eine Hamburger Familie kennengelernt (eigentlich deren Sohn), und die wollten heute zum Bärenfelsen wandern und luden uns ein, mitzukommen. Warum nicht... ca. eine dreiviertel Stunde Fussmarsch, kein Problem.
Wir zogen also gegen 10:00 los und marschierten die Straße entlang den Berg hoch. Nicht immer schön wegen der Autos, aber wirkliche Wanderwege scheinen auf Sardinien Mangelware zu sein, zumindest in dieser Region.
Oben am Felsen zahlten wir 3 Euro Eintritt pro Person und erklommen die Bergspitze, auf der der Felsen steht. Als Bär nur in einem bestimmten Winkel zu erkennen... aber die eigentliche Attraktion ist das Loch zwischen dern Vorder-und Hinterbeinen des vermeintlichen Bärs, da pfeift nämlich der Wind durch. Und da gerade Mistral war, pfiff es sehr ordentlich, die Düse in dem Loch machte aus den 6 Windstärken auf dem Wasser locker 9-10, man konnte sich kaum auf den Beinen halten. Im Bild natürlich nicht zu sehen...

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Auf dem Rückweg gaben die Hamburger noch ein Eis aus, alle waren happy, schöner Ausflug. Bis ich mir dann am Strand (letzter Teil des Rückwegs) noch das Knie an einem Felsen aufschlug, weil ich nicht mit den Schuhen ins Wasser wollte. Eigene Dummheit...


Donnerstag, 15.07.2021: Parzelle 15 – Parzelle 4

Eine Besonderheit dieses CPs (und vielleicht noch vieler anderer auf Sardinien?) ist, dass man keine Parzellen vorbuchen kann. Man kommt an, sucht sich was aus, das frei ist, und fertig. Der Vorteil ist, dass man durchaus eine Chance auf eine sehr schöne Parzelle hat, wenn man die Augen aufhält und bereit ist, mal den Platz zu wechseln.
Das hatte die Familie aus Hamburg schon so gemacht, die wir dort (über die Kinder) kennengelernt haben, und an diesem Donnerstag waren wir dran. Ein Italiener, der genervt war vom starken Mistral, der nun schon seit 4 Tagen andauerte, räumte das Feld in der 1. Reihe direkt am Wasser. Unser ältester Sohn war auf Zack und meldete das sofort, ich huschte hoch zur Rezeption und machte die Parzelle klar. Zack, eben rübergetuckert, fertig war der Premium-Urlaub.

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Nicht ganz umsonst, 20 Euro Zuschlag pro Tag für die Parzelle direkt am Wasser… aber das war die Aussicht wert, und die frische Luft.

Montag, 19.07.2021: Bootsausflug

Am Hafen von Palau türmten sich am Kai quasi die Ausflugsdampfer, mit denen man sich zu den Stränden des vorgelagerten Archipels chauffieren lassen konnte. Preise von 30 Euro pro Person (5 Personen…) und nicht ganz Corona-konforme Belegung der Schiffe ließen uns davon aber Abstand nehmen.
Ein Bekannter vom CP erörterte uns, dass man in Italien Boote mit bis zu 40 PS Motorleistung mit einem gültigen KFZ-Führerschein fahren dürfe. Interessant… ab zum Hafen, 5 Bootsverleiher abgecheckt. Je weiter der Verleih vom Kai entfernt war, desto günstiger wurde es, und wir konnten uns dann ein 5,80 m Rib (ein Schlauchboot mit festem unteren Rumpf) mit allem Pipapo, was man so fürs Baden braucht und 40 PS Aussenborder für 230 Euro leihen, von 09:30 bis 18:00. Auch ne Menge Geld, aber flexibler und gesünder als die Ausflugsdampfer.
Die Übergabe lief problemlos, die Erklärungen beschränkten sich auf die Funktion der Zündung (kein Motorstart, wenn Gashebel nicht auf N) und den Totmannschalter, und dann gings los. Zum Glück hatte ich schon öfter Schlauchboote gefahren, wenn auch nicht so große. Unsere Bekannten vom CP fuhren mit eigenem Boot mit, was ja auch nicht falsch sein konnte. Eine GPS-fähige Seekarte hatte ich mir vorher aufs Handy gezogen.
Als erstes ging es in Richtung Piscine di Budelli, das ‚Schwimmbad‘. Fotos versprachen türkisfarbenes Wasser und tolle Strände.
Nach 20 Minuten Fahrt (lief gut, das Rib… 40 PS sind schon ganz schön flitzig) kamen wir an, natürlich nicht als erste, es war schon gut was los.
Unsere Bekannten ankerten mitten in der traumhaften Bucht, wir machten längsseits fest und hatten so eine gute Badeplattform. Schattenverdeck hoch, Badeleiter runter, und schon waren die Kinder im Wasser, und wir wenig später auch.
Der Vorteil von so einem Boot als Badeinsel ist nicht zu unterschätzen. Kein Sand auf dem Handtuch, keine Enge am Strand, und das Schnorchelrevier direkt am Boot. Nachdenkenswert.

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Hier am Piscina fanden wir auch heraus, wie teuer die Badefahrten auf den Ausflugsschiffen eigentlich waren…. Die kamen an, alle von Bord, und nach einer Stunde am Strand mussten alle wieder an Bord und zurück. Also 30 Euro für eine Stunde baden… dann lieber ein Mietboot.
Wir badeten, sonnten, es gab viel zu sehen… dauernd kamen neue Boote an, Fotoshootings wurden gemacht, es gab sogar ein Pizza-Boot mit Holzofen (!) für hungrige Touristen.

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Gegen 14:00 wurde es uns dann doch etwas voll, und wir lichteten Anker und fuhren nördlich ums Archipel herum zur Cala Coticcio, deren kleiner Strand auch den Beinamen ‚Tahiti‘ hat.
Fast noch besser als das Schwimmbad, es gab zwar auch genug Boote, aber dort fahren keine Sammeltransporte mit Badegästen hin. Der innere Teil der Bucht ist als Badebereich abgesperrt, die Boote ankern vor der Abtrennung, wo man wunderbar schnorcheln kann. Zwei Krümel Brot ins Wasser und es sah aus, als ob das Wasser kocht, so viele Fische gab es da… fabelhaft.

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Gegen 16:30 hatten alle genug geschnorchelt, gebadet und gesonnt, und wir wollten abfahren… da kam das Langnese-Boot vorbei. Alle machten große Augen, dann winkten unsere Bekannten das Teil heran, und wir kauften für alle ein Eis… nicht ganz günstig, aber was solls. Ganz schön geschäftstüchtig, die Italiener.
Dann gings zurück zum CP, wir setzten die Kinder und das Gepäck am Strand des CP ab und fuhren mit dem Boot zurück zum Hafen. Ab an die Tanke, Schlauch in den Tank, 15 Liter Super für eine komplette Umrundung des ganzen Archipels… echt kein Thema.
Am Bootssteg winkte schon der Vermieter, kurz eingeparkt und festgemacht… ein toller Tag.
Die Schraube war noch OK (hatte auch vorher ein Foto gemacht), also gabs auch die Kaution anstandslos zurück.
Einziger Wermutstropfen: da wir uns des Gepäcks schon entledigt hatten, durften meine Frau und ich dann barfuß vom Hafen zum CP zurücklaufen. Ganz schön heiß, die Hafenmole…

Donnerstag, 22.07.2021: Palau – Larciano

Leider neigte sich der Urlaub jetzt dem Ende zu. Die Kinder hatten noch viel Spass, den Bekannten mit dem Motorboot sei Dank – Wakeboard und Donut fahren, und auch als Transportmittel nicht schlecht (2 Ausflüge nach La Maddalena)… wir kommen schwer ins Nachdenken, den Sportbootführerschein werd ich wohl auf jeden Fall machen, damit man überall sowas ausleihen kann.
Die Fähre für die Rückfahrt nach Livorno ging um 10:30, also um 08:00 vom CP abgefahren (gezahlt hatte ich schon am Vortag) und ab durch die Berge nach Golfo Aranchi. Unterwegs gabs noch einen Stop, weil unser Kürzester die kurvigen Landstraßen mit einer Kotzeinlage belohnte (zum Glück war der Eimer schnell genug am Kind). Die Mega Express Three stand schon bereit, und wir konnten nach kurzer Wartezeit an Bord. Diesmal nur mit Vierbettkabine (größer nicht vorhanden oder schon gebucht), die Fähre an sich war nur zu ca. 2/3 voll und hatte auch viel mehr Außenbereiche, wo man sich aufhalten konnte.
Als wir um 18:00 von der Fähre fuhren, war die Verkehrssituation derart, dass uns das Navi in Richtung Florenz schickte, na gut. Gegen 19:00 suchten wir uns einen Stellplatz bei einem Restaurant in Larciano heraus --> Link, dort standen wir allein, bis gegen 21:00 ein Pössl 2Win mit 4(!) jungen Mädels ankam. Ich hab die ganze Zeit gewartet, ob noch ein Kamerateam hinterherkommt, aber die waren wohl wirklich im Urlaub und nicht auf KiKa-Dreh (‚Mädels-WG im Wohnmobil‘ oder so :-) )

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Freitag, 23.07.2021: Larciano – Lörrach

Morgens noch kurz V/E und lang gegrinst (der Pössl der Mädels sah aus wie ein mobiler Waschsalon, alles vollgehängt mit Plünnen), und dann ab auf die Bahn. Tanken und einkaufen wieder in Aulla… dann liefs sehr gut bis kurz vor Como. Weil einer der Tunnel nur einspurig befahrbar war, staute sich der ganze Verkehr bis in die letzte Mautstation, wo komplettes Chaos herrschte… eine Stunde Verzögerung. Dann noch eine dreiviertel Stunde in der Blockabfertigung vorm Gotthard, danach war zum Glück Ruhe mit Stau und wir fuhren bis Lörrach zum dortigen Stellplatz --> Link und übernachteten dort.

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Samstag, 24.07.2021: Lörrach – Dortmund

Bis auf einen Glotzerstau (Unfall auf Gegenfahrbahn in Baustelle) war die Strecke nach Dortmund frei, wenn sich das wegen der 493 Baustellen auf der A45 auch nicht so anfühlte, und wir kamen gut Zuhause an.

Nachlese

Was gabs sonst noch? Einen neuen Rekord der Solaranlage... wir standen auf dem CP ohne Strom (kostete extra und war ja nicht notwendig) und der Akku war ja von der Fährüberfahrt halb leer und füllte sich auch nur langsam, weil wir eine kleine Kühlbox laufen hatten, die im Schnitt (an-aus) so 2 A Strom zog, 24 Stunden am Tag. Unsere 200 Wp Solar mussten sich also ordentlich anstrengen, um den Akku wieder zu füllen, in den ersten Tagen war es auch immer ziemlich bewölkt. Später gabs einen klaren Tag mit viel Wind, der die Solarpanels ordentlich kühlte... 207 Watt Spitzenleistung, 82 Ah geerntete Solarenergie an dem Tag. Nicht schlecht!

Nächstes WE geht’s mal mit den Schwiegereltern weg, deren neues Womo muss noch entjungfert werden!

Bis denn,

Uwe

Alberto Brandolini: "The amount of energy needed to refute bullshit is an order of magnitude bigger than to produce it." :wall:
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