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Reisemobil-Blog "Die fünf Hermänner"
Eigentlich haben wir dieses Blog erstmal nur erstellt, um selber die Übersicht über unsere Fahrten zu behalten :D

Es wird primär um die Ausritte mit unserem Bimobil gehen, mal sehen was sonst noch dazu kommt.

Videos zu den einzelnen Reisezielen gibt es teilweise unter --> Link zu sehen.

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Natürlich werden die Beiträge tendenziös, subjektiv und nicht übertragbar sein; als wohnmobilierende Familie mit 3 Kindern hat man halt so seine eigenen Ansichten und Präferenzen...

Bis denn,

Tinduck (Uwe)
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12.07.-02.08.2024: Kroatien

permanenter Linkvon Tinduck am 27 Aug 2024 12:12:21

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Nachdem der Probelauf des Bootes in De Bijland ja problemlos funktioniert hatte --> Link, konnte ich relativ sorgenlos in den Sommerurlaub starten. Na ja, fast – wir hatten nämlich immer noch keinerlei Campingplatz-Reservierung. Bekannte von uns, mit denen wir eigentlich nach Murter runter wollten, hatten nix dort gebucht und wir entsprechend auch nicht. Diese Bekannten konnten jetzt aber auch erst ne Woche später los, so dass wir erstmal allein unterwegs waren. Es wird sich was ergeben.

12.07.2024: Homburg/Efze (D)

Mit der üblichen Hektik packten wir das Mobil und räumten gleichzeitig das Haus auf, und irgendwann gegen 19:30 kamen wir dann los. Allerdings nicht ganz ohne Hindernisse. Als ich das Boot vom Abstellplatz holte, fiel mir erst zu Hause auf, dass der Bug-Gummipuffer (die Auflage, gegen die man das Boot mit der Winde auf den Trailer zieht) sich komplett verabschiedet hatte und das Boot schon ein paarmal auf den Windenstand getitscht war => Macke.
Also mit Gartenschlauchstücken und Rohrisolierungen einen Puffer hin-McGyvert und das Beste gehofft. Anhängerpanne Nr. 1.
Soweit liefs über die A44 und die A7 dann ganz gut bis Homburg. Wir hatten den dortigen Stellplatz --> Link vom Winterurlaub als sehr geräumig und wenig besucht in Erinnerung. Jaaa, Pustekuchen. Als wir gegen 22:00 einliefen, war der Platz komplett voll… und erschien auch wesentlich kleiner als gedacht.
Wir haben uns dann parallel zur Zufahrtsstraße so hingestellt, dass jeder noch rausrangieren konnte, kurz noch das Boot abgedeckt und dann ab in die Heia. Am Morgen waren wir dann auch als erste weg. Kurzer Stop bei Lidl, Verpflegung einkaufen (Parkplatz war zum Glück leer um die Zeit) und ab auf die A7.

13.07.2024: Traunstein (D)

Am Samstag ging dann das übliche Gegurke durch Süddeutschland los. Wie immer wollte das Navi alle 5 Minuten woanders lang wegen der vielen Staus, Google Maps war da viel ruhiger und wurde als Referenz genutzt. Trotzdem kamen wir nur langsam voran und am Nachmittag dann Anhängerpanne Nr. 2… in einer Baustelle kurz vor Ingolstadt fuhr ich mit der rechten Seite durch ein brutales Schlagloch, erst RUMS von der Vorderachse, Hinterachse nicht so schlimm (Zwillinge), und dann sah ich den Anhänger hüpfen. Da wir sowieso tanken mussten, erstmal runter von der Bahn auf einen Autohof. Und siehe da, der an der Achse mit einer Traverse befestigte Kotflügel auf der rechten Seite hatte sich seiner Schweissnaht entledigt und der Kotflügel wurde nur noch von einer Führung nach vorn gehalten, die auch das Gegenlager für den Stoßdämpfer darstellt. Auf den paar Kilometern bis zum Autohof hatte eine Schraube im abgesackten Kotflügel dann versucht, den Reifen aufzuschlitzen, hatte aber zum Glück nur im positiven Bereich des Profils geschabt und da einiges entfernt.
Also den Kotflügel nach oben zum Boot hin mit einem Tampen hochgehängt, vorn war er ja noch fest – nichts hält länger als ein fauler Kompromiss, und Hauptsache der Reifen läuft wieder frei.
So schafften wir es bis 17:55 noch zum MediaMarkt Traunstein (die neue Gopro brauchte noch eine Speicherkarte) und fuhren dann zum Parkplatz des örtlichen Fußballvereines, der dort Womo-Übernachtungen duldet --> Link. Vielen Dank dafür an dieser Stelle. Und da war diesmal auch mehr als genug Platz, um angekuppelt zu stehen und niemanden zu behindern. Nachts gabs noch ein fettes Gewitter, die neu eingedichtete Dachluke hinten ist immer noch dicht.

14.07.-02.08.2024: Vrsar (HR)


Auf dem Weg weiter nach Süden am nächsten Morgen wurden wir erstmal in Österreich vom ‚Piep‘ der GoBox begrüßt. Vorbei an Salzburg und dann in Richtung Ljubljana in Slowenien. Die Entscheidung ‚durch Italien oder durch Slowenien‘ fiel für Slowenien – falscher Fehler, 10 Minuten später standen wir 2 Kilometer vor dem frisch voll gesperrten Karawankentunnel, Unfall im Tunnel. Gelöste Stimmung im Stau trotz der Hitze, nach ner Stunde gings dann weiter, und wir konnten an der total überfüllten Mautstelle locker an der Schlange vorbeifahren – GoBox sei dank.

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Nach dem Tunnel gabs dann das nächste ‚Piep‘ von der DarsGo-Box, die ich vor dem Urlaub gezwungenermaßen noch schnell organisiert und aufgeladen hatte. Die Fahrt durch Slowenien lief relativ problemlos, an der vorletzten Autobahnabfahrt tankten wir dann nochmal (1,55 für Diesel, nice) und in Kopar gings dann auf die Landstraße, Grenzübergang nach Kroatien, und dort dann ab auf die A9 bis Porec. Dort dann runter und über Funtana nach Vrsar, meine Frau hatte nämlich im Karawanken-Stau noch schnell eine Parzelle auf dem Camping Resort Orsera (in Vrsar) gebucht --> Link. Der CP ist direkt am Wasser und hat ne Slipstelle und Bojen zu vermieten.
Also an der Rezeption eingecheckt und erstmal die Frage ‚wo lassen wir das Boot?‘. Auskunft: ‚auf der Parzelle oder im Wasser‘. Oh. Also erstmal runter zur Slipstelle. Nicht vorher zu Fuß abgegangen, schwerer Fehler. Einmal zurückrangieren (rückwärts bergauf, stinkende Kupplung), gründliche Dachreinigung durch tiefhängende Pinienzweige, und dann eine Slipstelle, deren Rangierbereich komplett zugeparkt und die auch sonst nicht besonders geräumig ist, Prost Mahlzeit. Frage beim Wassersportcenter, wie man das Boot ins Wasser bekommt? ‚Traktor‘. Ah, gut. Wer, wo? ‚Oben an der Rezeption‘. OK, zu Fuß wieder hoch (Schwitz). Auskunft: ‚Heute kein Traktor mehr‘. Oh. Können wir das Boot unten stehen lassen über Nacht? ‚Ja, ausnahmsweise, wenn der Sport-Center-Dude nix dagegen hat‘. Hatte er nicht. Traktor für nächsten Morgen 09:00 angefragt. Also Boot an den Rand geschoben, abgedeckt und hoch zur Parzelle.
Noch mehr Dachreinigung, diesmal von Olivenbäumen und nicht von Pinien, und eine lustige Steigung auf losem Schotter und wir standen auf B137. Ächz. Pause.

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Am nächsten Morgen dann runter zur Slipstelle und siehe da, der Traktor war sehr pünktlich. Boot abgedeckt, Leuchtenträger abgebaut, Prop-Schutz ab, Lenzstopfen rein und dann rangierte der Traktor den Trailer samt Boot runter in die Adria. Erstmal schonend versucht (nur Reifen bis zur Felge ins Wasser), keine Chance, das Boot hatte gerade eben Wasserkontakt. Also Anhänger komplett versenken, bis das Boot aufschwimmt. Auch dann gings nicht eben leicht runter, mit drei Mann und ‚Hau-Ruck‘ bekamen wir es dann ins Wasser. Die Traktormänner brachten den Anhänger hoch zu unserer Parzelle, und ich und unser Ältester stiegen ins Boot (Motor sprang sofort an, freu) und legten es an eine Mietboje (10 Euro pro Tag). Vorher abgedeckt, viele Möwen hier.
Das und die Fahrt an den beiden Tagen vorher war dann erstmal genug Aufregung. Ausserdem wurde es ziemlich heiss – Hitzewelle in Istrien. Die Wetter-App behauptete stur was von Tageshöchsttemperatur 32°C, jedes Thermometer auf dem CP pendelte eher so in Richtung 37-38°… zum Glück war ein wenig Wind.
Ich hatte ja zum Glück noch was zu tun – ein neuer Bugpuffer für den Trailer musste her, und der rechte Kotflügel desselben harrte seiner Befestigung. Also erstmal zur Rezeption, Frage: Wo bekommt man hier Ersatzteile für Trailer? Leerer Blick, aber immerhin die Auskunft, dass oben in Vrsar ein kleiner Baumarkt sei. Dorthin waren es tatsächlich nur 5 Minuten Fußweg, wenn auch bergauf. Der Mann im (wirklich netten) kleinen Baumarkt konnte allerdings auch nicht wirklich weiterhelfen, ich sollte mal in der Marina in Funtana fragen.
Auf Google Maps fiel mir auf, dass im Hafen von Vrsar auch eine kleine Werft war, mal da hin gestiefelt und gefragt, ebenfalls kein Glück und man hatte auch keine Ahnung, wo ich so ein Gummiteil herbekommen könnte.
Am nächsten Tag war dann erstmal Bootfahren angesagt. Wir schleppten den ganzen Kram aus dem Womo runter (der Trailer ist leider gewichtsmäßig ein bisschen knapp für das Boot, so dass die ganze Ausrüstung ins Womo musste) und ich schwamm mit meinem Ältesten zur Boje raus, deckte das Boot ab (total vollgeschissene Plane) und wir tuckerten die 100 m bis zum Anlegeplatz. Eher mäßiges Anlegemanöver – Übung tut not. Alles rein und los gings. Ziel waren die vorgelagerten Inseln, wir fuhren in Richtung Norden ungefähr 8 km bis auf Höhe von Plava Laguna (in Gleitfahrt nach der 300-m-Grenze, Ententeich) und ankerten in Lee einer kleinen Insel. Der Anker hielt auf Anhieb (ist zum Glück mit 8 Kg, 2 m Kette und 30 m Leine ein bisschen überdimensioniert fürs Boot) und wir konnten im klaren, warmen Wasser schnorcheln gehen und hinterher auf dem Boot ausspannen. Ist schon besser als am überfüllten Strand…

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Am nächsten Tag war dann Einkaufen fällig. Und weil ich ja sowieso noch ein bisschen was kaufen musste, suchte ich einen Marine-Shop in Pula raus und wir machten uns auf den Weg dahin.
Also am Limski Fjord entlang (allerdings von der Straße aus nicht zu sehen) zur Autobahn und dann die A9 runter bis Pula. Boah, 16 Euro Maut für die einfache Strecke, nicht ohne… auf dem Weg in die Stadt sah ich ein Hinweisschild auf einen Bauhaus-Baumarkt. Die haben ja meist ne Marine-Abteilung… kurz auf den Parkplatz und rein und tatsächlich, auch in Kroatien hat Bauhaus Boots-Kram und natürlich auch den gesuchten Bugpuffer für den Trailer, und gar nicht mal teuer.
Nachdem das geklappt hatte, war ich für den Rest des Einkaufs-Trips tiefenentspannt – kennt meine Frau sonst gar nicht so :)

Wieder auf dem CP den Puffer montiert. Ausserdem den Kotflügel mit einer durchgebohrten Edelstahlschraube im vorderen Halter und Holzklötzen und Spanngurten zum Rahmen hin gesichert, bombenfest. Wird Zuhause wieder angeschweisst.
Zusätzlich die Kielrollen vorn/hinten vertauscht und geschmiert, das Reinslippen war ja eher ein Drama, weil die hintere Rolle (die die höchste Last trägt) schon viereckig war.

Weil der Tank des Bootes inzwischen auch einen ziemlich unbekannten Füllstand hatte und ich der Tankanzeige nicht traute, zwischendurch ein kurzer Ausflug zur Tankstelle im Hafen von Vrsar. Da noch eine richtig fette Yacht gesehen, die die Dieselpumpe leerzog. Eigener Tankvorgang lief prima und für kommoden Preis (gleicher Spritpreis wie an der Straßentanke).

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Zwischenzeitlich hatten sich unsere Freunde gemeldet und wollten auch erstmal in Istrien zu uns stoßen, also bin ich Parzellen scouten gegangen – sie haben nämlich ein selbstgebautes Womo (9,xx m auf Atego, 7,5 Tonnen) und brauchen da ein wenig mehr Platz für… erstmal was für 2 Tage bekommen und reserviert. Am Sonntag kamen sie an, erstmal genau wie bei uns Boot ins Wasser und dann das Womo auf die Parzelle, einige Äste mussten leider auch bei ihnen etwas leiden.
Dann am Montag erstmal nach Porec, Boot anmelden (hatte ich völlig verschwitzt…). Schlange vor dem Hafenkapitänsamt, schliesst um 13:00, und wir standen da um 12:30 und hatten noch 4 Leute vor uns… zitter, zitter.

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Dann noch das Schild an der Tür: Cards only, no cash – na toll. Zum Glück borgte mir der Kumpel seine Karte. Er vor mir rein und kommt 2 Minuten später kopfschüttelnd und fassungslos wieder raus: er wollte sein Permit nur verlängern (war letztes Jahr auch in Kroatien) und der Hafenkapitän hat ihm gesagt, seine Bootspapiere wären ungültig, weil gelocht (zum Abheften). Keine Verlängerung…
Da hab ich mir schon gedacht, oha, wer weiss, was der bei mir findet, und das noch als Erstanmelder.
Also rein (mit der EC-Karte vom Kumpel), brav begrüßt, Papiere ausgebreitet. Er fing an zu tippen und fragte dann nach dem Perso – den hatte ich ja nicht dabei (in D vergessen). Ich wies ihn auf den modernen Scheckkarten-Sportbootführerschein hin (mit Bild, Name und Unterschrift) und er akzeptierte das mehr oder weniger murrend, aber ich bekam gegen Zahlung von ca. 53 Euro mein Permit. Große Freude.

Am Abend stand dann Delphine gucken an. Unsere Bekannten waren schon vorher raus gefahren (Wakeboarden) und wir wollten uns vor der Bucht treffen. Erstmal Malheur beim Anlegen am Steg (Familie an Bord nehmen), Boot reagierte merkwürdig. Dann beim Rausfahren die Erkenntis: nach Backbord lenken geht, nach Steuerbord nicht. Leerlauf, Inspektion des Antriebs von oben: Lenkgabel steht Steuerbord, Antrieb steht in der Mitte… also Abbruch des Törns, wieder an die Boje. Mit einigen Backbord-Kreiseln (Steuerbord lenken ging ja nicht) bis an die Boje geschafft, unsere Bekannten übernahmen die Besatzung und wir fuhren dann mit ihnen raus zum (erfolgreichen) Delfine gucken.

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Am nächsten Tag dann ein SUP von ihnen geliehen, Werkzeug daran festgebändselt und raus zum Boot, gucken was Sache war.
Zum Glück nur eine Kleinigkeit – die Lenkgabel ist am Steuerhelm befestigt und der mit einer zentralen Schraube am Antrieb. Die Schraube hatte sich anscheinend losgerüttelt, steckte aber zum Glück noch im Helm und war nicht auf Tiefe gegangen. Einfach mit nem 10er Inbus wieder festgeschraubt (mit Gefühl, Edelstahl in Alu) und alles war wieder Takko.
Am gleichen Tag konnten unsere Freunde dann auch ihr Permit in Pula verlängern, war gar kein Problem, die Beamtin dort wollte nur das alte Permit sehen. Interessant.

So konnten wir am nächsten Tag mit ruhigem Gewissen einen Törn nach Rovinj starten, zur Stadtbesichtigung. Alles gepackt, Schwimmen zum Boot, abdecken, an den Steg zur Aufnahme der Besatzung (diesmal kein Malheur, Boot lenkt sich prima) und los gings in Richtung Rovinj. Erstmal raus aus der 300-m-Zone und dann gemütliche Gleitfahrt in Richtung Süden, ca. 25 Knoten. Vorbei am Limski Fjord und dann (wieder langsamer) in die Hafenbucht von Rovinj. Nach einigem Suchen fanden wir im östlichen Hafenteil eine freie Kaimauer, vor der das Wasser nicht besonders tief war – deshalb lag da wohl niemand. Fender raus, festgemacht und ab in die erste Hafenbar fürs Anlegebier.

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Die Stadtbesichtigung war interessant, sehr schönes Örtchen. Wir besuchten die Kirche auf dem Berg, den Markt im Norden Rovinjs und fanden uns dann wieder am Hafen zum Mittagessen ein. Nachdem dann eine Stunde später alle satt waren, gingen wir zurück zu den Booten und fuhren weiter in Richtung Südwesten zu dem kleinen Archipel, das dort zu finden ist. In Lee einer kleinen Insel geankert und ab ins Wasser zum Schnorcheln, hinterher Döse-Pause auf dem Boot.
Gegen 17:00 brachen wir wieder in Richtung Vrsar auf, und wir machten einen Schlenker in Richtung Westen, um das abgebrochene Delfine Gucken nachzuholen. Ein voller Erfolg, diesmal sogar mit dem eigenen Boot.

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In den nächsten Tagen gabs dann noch einen Ausflug in den Limski-Fjord mit Ankern und Baden/Schnorcheln, nochmal ein Tankstellenbesuch im Hafen von Vrsar und einen weiteren Schnorchelausflug. Dann mussten wir noch zweimal die Parzelle wechseln (halt ohne Reservierung angereist). Unsere Freunde sind für die letzten paar Tage noch weiter in den Süden gefahren – wir sind in Vrsar geblieben.
Einen Zwischenfall gabs noch mit dem Womo – nach dem Einkaufen bemerkte ich eine Schraube im rechten Vorderreifen. Nachdem uns das 2019 ja schon mal zum Verhängnis wurde (--> Link, gegen Ende), hab ich lieber gleich den Ersatzreifen drauf gemacht. Großer Spass bei 34 Grad im Schatten…
Ausserdem hatte der Anhänger nach einem Gewitterregen plötzlich blockierte Räder. Räder abgeschraubt, ein paar herzhafte Hammerschläge auf die Bremstrommeln, und alles drehte sich wieder. Dann den Anhänger ohne angezogene Handbremse mit Keilen gesichert. Man lernt ja.

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Dann nahte auch schon wieder die Abreise, und ich machte mich an die Organisation für den Abreisetag. Trecker für 09:00 morgens organisiert, Parzelle aufgeräumt, alles wieder so weit gepackt.

02.08.2024: Traunstein (D)


Morgens das Mobil draussen auf den Parkplatz gefahren und dann raus zum Boot geschwommen. Abdecken, Boje los und an der Sliprampe kam auch schon der Trecker mit dem Trailer. Und siehe da, das Rausslippen war mit den frisch geschmierten Rollen überhaupt kein Problem. Sehr schön.
Der Trecker zog den Anhänger mit Boot drauf dann hoch zum Parkplatz, wo das Womo bereits stand. Und: wieder kleines Malheur. Beim Anhängen merkte ich, dass das Kabel für die Lichtleiste hinten noch um eine Stützrolle getüdelt war, auf der jetzt das Boot lag. Grmpf. Wagenheber raus, Boot auf dem Trailer kurz angehoben, Kabel raus und weiter gings.
Alle Sachen ausladen und hinten ins Womo (Trailergewicht…), Boot mit Spanngurten auf dem Trailer sichern. Halteklammer hoch und Z-Antrieb zwei cm absenken … ging nicht mehr?? Also auch auf die Reparaturliste.
Irgendwann kamen wir dann los und es ging in Richtung Autobahn. Nochmal billig getankt und dann ab auf die A9. Nach einigen Kilometern dann wieder runter, bei Kopar über die Grenze und auf die slowenische Autobahn, wo es in Richtung Ljubljana immer voller wurde und 20 km vorher gings dann los mit dem Stau, immer wieder Stillstand – ätzend.
Hinter Ljubljana kurz vor der Grenze nochmal runter und nachtanken (teurer als in Kroatien, aber billiger als in Österreich) . Kurz danach kam dann der erste Wolkenbruch, der mit kurzen Pausen bis hinter Villach anhielt – na ja, so waren Boot und Trailer wenigstens entsalzt. Wolkig blieb es dann aber bis zurück nach Deutschland, auf dem Parkplatz in Traunstein kam dann nochmal zaghaft die Sonne raus.

03.08.2024 – Dortmund (D)


Morgens um 08:00 machten wir uns wieder auf die Räder – kurz angehalten beim Bäcker (leckere Pfefferbrezel gabs da) und ab auf die Bahn.
Da es noch früh war, rutschten wir ohne Probleme an München vorbei und das Navi empfahl dann auch die Strecke über Frankfurt und die A45. Lief alles sehr gut, bei der Vollsperrung bei Lüdenscheid hatten wir dann 15 Minuten Stau – immer noch deutlich schneller als der Umweg über A7 oder A3. Zu Hause dann als erstes das Boot auf den Abstellplatz gebracht, dann das Womo vors Haus gestellt und erstmal abgeschlafft aufs Sofa gesackt – da war es dann 20:00 Uhr.

Was war sonst noch? Fazit...

- Urlaub mit Boot – komplett andere Nummer. Wobei die Fahrt jetzt weniger problematisch war als gedacht, nur bei der Stellplatzwahl muss man selektiv sein. Vor Ort eine super Ergänzung für den Urlaub.
- Kroatien ist auf jeden Fall eine Reise wert, insbesondere mit Boot. Ohne ist es da nicht wesentlich anders als woanders am Mittelmeer. Allerdings sauberer als aus Italien, Frankreich oder Spanien gewohnt, und die Vegetation ist deutlich abwechslungsreicher - mehr Niederschläge.
- Restaurants und CPs preislich gleiches Niveau wie woanders am Mittelmeer, allerdings ist Einkaufen im Supermarkt schon ziemlich teuer. Dafür ist Sprit konkurrenzlos billig – nicht unwichtig mit einem Motorboot.
- Mit einem alten Boot muss man immer auf Überraschungen gefasst sein, wenn man es nicht nach dem Kauf sofort komplett zerlegt und durchrepariert. Nix für Leute mit 2 linken Händen.

In Kroatien waren wir definitiv nicht zum letzten Mal.

Bis denn,

Uwe

Alberto Brandolini: "The amount of energy needed to refute bullshit is an order of magnitude bigger than to produce it." :wall:
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