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Reisemobil-Blog "Die fünf Hermänner"
Eigentlich haben wir dieses Blog erstmal nur erstellt, um selber die Übersicht über unsere Fahrten zu behalten :D

Es wird primär um die Ausritte mit unserem Bimobil gehen, mal sehen was sonst noch dazu kommt.

Videos zu den einzelnen Reisezielen gibt es teilweise unter --> Link zu sehen.

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Natürlich werden die Beiträge tendenziös, subjektiv und nicht übertragbar sein; als wohnmobilierende Familie mit 3 Kindern hat man halt so seine eigenen Ansichten und Präferenzen...

Bis denn,

Tinduck (Uwe)
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23.12.2022-08.01.2023: Sexten

permanenter Linkvon Tinduck am 16 Jan 2023 14:07:40

Auch dieses Jahr sollte es wieder über Weihnachten und Neujahr nach Sexten gehen, um die Festtage und den Jahreswechsel im Schnee zu geniessen. Leider konnten unsere Schwiegereltern aus gesundheitlichen Gründen dieses Jahr nicht mit, und so machten wir uns morgens am 23.12. allein auf die Bahn in Richtung Südtirol.

23.12.2022 – Homburg/Efze

Allerdings fuhren wir mit 2 Fahrzeugen, da die Chance bestand, dass unser Mittlerer am 7.1. einen Auftritt im Musiktheater Gelsenkirchen haben könnte, und da wir eigentlich nicht früher abreisen wollten, könnte dann meine Frau mit ihm einen Tag früher zurückfahren. Ausserdem ist ein Auto vor Ort auch nicht unpraktisch :) .
Wir (die 3 Kids und ich) nahmen also die A44 (die A45 ist ja noch gesperrt) und machten uns auf in Richtung Kassel. Meine Frau wollte eine Stunde später starten, hatte noch Dinge zu erledigen.
Kurze Pause bei Aldi kurz nach Paderborn, was zum Essen gebunkert, weiter gehts.

Auf der Abfahrt der A44 auf die A7 in Richtung Süden ging die Kontrollleuchte der Einspritzanlage an… Leistungsverlust… oh shit. Toll auch, dass der Autobahnwechsel ca. einen Kilometer bergauf ohne Standspur geht. Der Motor lief noch unauffällig, wenn auch ohne viel Dampf, also langsam weiter bis zur ersten Halte-Gelegenheit.
Raus, Motorhaube auf… Rauch… oha… Feuerlöscher raus und in den Motorraum gelugt. Da fiel sofort das glühende Riemenrad des Klimakompressors ins Auge, buchstäblich rotglühend, und was da rauchte, war der Kabelbaum, der 5 cm davon entfernt vor sich hin schmorte. Zum Glück fings nicht wirklich an zu brennen, hoch leben die brandhemmenden Kunststoffe, die da inzwischen Anwendung finden.
Erstmal die Pannenstelle abgesichert und mit der Support-Hotline des Pannendienstes telefoniert. Ein Rückruf wurde zugesagt – der kam innerhalb von 40 Minuten nicht. Nochmal nachgefragt, ja, viel los, dauert noch.
Googeln brachte zutage, dass wir nur 4 km von einer Iveco-Werkstatt standen – mal die Stelle gecheckt, wo wir standen: das war zufälligerweise eine Service-Abfahrt von der A7, die nur mit Schildern abgesperrt war, keine Schranke. Schon mal gut. Der vermaledeite Kompressor war inzwischen abgekühlt und der Riemen eh schon abgeflogen (ist einzeln angebunden), also Motor gestartet – erstmal kein Weihnachtsbaum im Armaturenbrett, prima.
Pannendienst nochmal angerufen, durchgegeben, dass wir uns auf eigener Achse zu Iveco bewegen – OK, bitte melden, wenn sich was ändert, war die Antwort.
Also los, runter von der Autobahn, auf der Landstrasse ins nächste Dorf (bergauf, wenig Leistung, wieder Einspritzleuchte), dort drehen, wieder runter und ab zu Iveco – wir waren um 17:35 dort, Betriebsschluss vor Weihnachten 18:00 – aber ich hatte vorher angerufen, und mir wurde gesagt, wir schauen mal.
Das haben sie dann auch getan und den Kabelbaum samt integrierter Unterdruck-Steuerleitung des Turboladers behelfsmäßig instandgesetzt, mit dem Hinweis auf der Rechnung, dass es eine Notreparatur ohne Gewährleistung ist… na ja. Wir wollten so spät freitags definitiv nicht klagen.
Immerhin habe ich gelernt, dass die Einspritzleuchte nur kam, weil der Turbo nicht mehr erwartungsgemäß auf die Unterdrucksteuerung reagiert hat (Schlauch war weggeschmort), einen richtigen Motornotlauf gibt es bei dieser Motorsteuerung noch nicht.

Um 18:30 waren wir wieder flott und es ging noch bis Homburg/Efze auf den dortigen Stellplatz zur Übernachtung. Meine Frau hatte uns bei Iveco eingeholt und wir reisten ab da zusammen.

24.12.2022-07.01.2022: Caravan Park Sexten

Unser Fazit der Fahrt von Homburg nach Sexten: sollte man immer Heiligabend machen. Die Strassen waren leer wie nie, selbst um München herum, kein Stau an der Grenze… wir konnten mit einem Tankstop locker durchfahren und waren gegen 17:00 (meine Frau) bzw. 18:00 (wir mit Womo) am Campingplatz.

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Rasch das Womo auf die Parzelle, Strom dran, Weihnachtsbaum aufgebaut (mitgenommen, sind in Südtirol nicht üblich) und dann konnte der Heiligabend beginnen. Bescherung wurde nach internationaler Art auf den Christmas Morning am ersten Feiertag verlegt, das Christkind musste uns ja erst finden :) .
Sonntagmorgen dann Bescherung und Frühstück, und danach Vorzelt aufbauen und alles auf der Parzelle einrichten.

Insgesamt haben wirs sehr ruhig angehen lassen, an 4 Tagen wurde Ski gefahren, aber gemütlich (Halbtageskarte am Kreuzbergpass); ansonsten in der Sonne sitzen, die üblichen Campingdinge erledigen… und viel kochen und abspülen. Es lag am Anfang ein halber Meter Schnee (wo nicht geräumt war), gegen Ende noch 30 cm. Also kein Neuschnee, aber es war kalt genug, dass es nur sehr langsam abtaute, nachts immer Minusgrade bis runter auf -5 Grad. Tagsüber dann knapp über Null. Man konnte sich nicht beschweren, Zuhause warens in der Zeit bis 15 Grad…

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Dieses Jahr hab ich ziemlich viel draussen gekocht - oder zumindest Essen warmgemacht :D . Zu Weihnachten gabs nämlich nen Hobo-Holzkocher als umweltfreundliche Alternative zum Gaskocher. Echt interessantes Ding, das Teil bekommt mehr Hitze hin als so ein Standard-Campinggaz-Kartuschenkocher und es gehen einem nie die Gaskartuschen aus – dafür muss man halt Holz besorgen, was im Caravan Park kein Problem ist, weil die Holz für Feuer kostenlos zur Verfügung stellen. Beim Freistehen muss man dann halt Totholz suchen.

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Ich hab das Teil 2 x genutzt, um Pommes zu frittieren (Topf mit ca. 1 L Öl oben drauf), hat prima geklappt – allerdings muss man mit Nadelholz höllisch aufpassen, dass einem der Hobo nicht ausgeht, weil sich kaum Glut bildet, sondern das Holz durch den Kamineffekt sehr schnell zu Asche verbrennt. Laubhölzer sind da deutlich einfacher, weil sich ein schönes Glutbett bildet und man dann gemütlicher kochen kann.
Dann gabs noch Bratwürste, die über der Feuerschale gegrillt wurden – hat auch gut geklappt, trotz des Glutproblems, man musste mit (kleiner) offener Flamme leben.

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Ausserdem kam zweimal der Ooni (gasbetriebener mobiler Pizzaofen) zum Einsatz, diesmal die Variante mit gekaufter (Tiefkühl-)Pizza Margherita, die dann auf Wunsch modifiziert/belegt wurde. Das hat besser geklappt als mit gekauftem fertigen Teig; nach Vorheizen kommt die aufgetaute, vorher belegte Pizza rein, wird alle 45 Sekunden um 90 Grad gedreht und ist dann nach 3 Minuten fertig. Echt unglaublich, wenn man bedenkt, dass die im vorgeheizten normalen Umluft-Backofen locker das 7fache an Zeit braucht. Aber wir wollen irgendwann nochmal den optimalen selbstgemachten Teig ermitteln, mit dem das Ganze auch komplett frisch klappt. Ist halt ein Planungsproblem, weil der Teig nen Tag gehen muss…

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Sylvester waren wir dann gegen 18:00 wieder oben am Kreuzbergpass zu Fackelabfahrt, Zapfenstreich per Trompeter und Feuerwerk, hinterher gabs im Womo Raclette, haben dann noch ein paar Sachen von YT gestreamt. Kurz vor Mitternacht hab ich draussen nochmal die Feuerschale angemacht und es wurden Wunderkerzen und Goldregen abgebrannt, für die Kinder gabs alkoholfreien Sekt, für uns Normalen.
Die Kinder haben dann am 2. Januar noch am Schneebar-Wettbewerb teilgenommen und einen Sonderpreis gewonnen, weil es eben eine Kinder-Schneebar mit Keksen, alkoholfreiem Punsch (die Eltern haben geschummelt und für sich Whisky reingeschüttet :oops: ) und Popcorn war. Das Popcorn haben wir über der Feuerschale gemacht mit einem speziellen Popcorntopf für Lagerfeuer, war köstlich.

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06.01.2023: Homburg/Efze

Viel zu schnell kam dann der 6. Januar; wir hatten inzwischen die Info bekommen, dass der Mittlere tatsächlich am 7. Januar in Gelsenkirchen auftreten musste und haben uns entschieden, dann geschlossen abzureisen. Also schon am 5. das Vorzelt abgebaut, im Trockenraum getrocknet und alles verstaut. Am 6. morgens ging es dann gegen 08:45 los, das Navi empfahl die Route über Brenner und München. Das war auch soweit OK, um München rum war natürlich Rückreisestau, ansonsten ging die Fahrt problemlos wieder über die A7 (für 3 mit Zwischenübernachtung wieder in Homburg, meine Frau ist mit dem Sänger durchgefahren) und danach über die A44 zurück nach Dortmund.
Für nächstes Jahr ist wieder reserviert, wahrscheinlich dann mit Schwiegereltern.

Nachlese:

- Meine Werkstatt muss sich um den Kabelbaum und den Klimakompressor kümmern. Pikanterweise war der erst 15 Monate alt – da werd ich sicher keinen Neuen inklusive Einbau bezahlen wollen. Mal sehen.
- Den Holzkocher (Hobo) werde ich sicher in Zukunft öfter zum draussen Kochen benutzen, wenn offenes Feuer erlaubt ist.
- Die zerlegbare Feuerschale hat sich weiter bewährt. Macht einfach Spass.
- Gleiches gilt für den Ooni-Pizzaofen. Tolle Sache.
- Ach ja, ich hatte unserem Womo noch neue Kühlschrankgitter spendiert, weil sich der Abgasauslass der alten in Brösel aufgelöst hat. Die Winterabdeckungen sind aber Sch…., die decken zuviel ab (bei unserem Kühli sitzt der Kondensor sehr hoch und schmort dann in der Hitze vor sich hin, kaum Kühlwirkung). Also wieder MacGyvern und eigene zuschneiden, zum hinter die Gitter setzen. Bei uns muss der Rest-Durchlass ganz oben sitzen, die Abdeckungen von Thetford haben die aber am unteren Rand, das funktioniert nicht.
- Der Gasverbrauch war diesmal echt niedrig, 26,25 Kg Gas wurden in 15 Tagen verbraucht, das macht 1,75 Kg pro Tag – so wenig haben wir noch nie verbraucht im Winterurlaub, aber es war auch noch nie so warm. Wir sind immer wieder froh über die gute Isolation, nebenan im Luxus-NiBi-VI kam der Gasmann alle drei Tage mit ner neuen Flasche vorbei…
- Allerdings hat unsere Heizung zum ersten mal Zicken gemacht. Irgendwann abends ging sie ohne für uns erkennbaren Grund plötzlich auf volle Gebläseleistung – was für ein Geheule. Als ich dann am Bedienteil die Einstellung runterdrehte, schaltete das Gebläse runter, aber nicht ab, und die Heizung reagierte nicht mehr auf Änderungen am Temperaturregler (kennt man ja sonst, runterdrehen => Heizung schaltet ab, raufdrehen => Heizung legt los), es wurde aber kein Fehler angezeigt (rote Lampe). Nach Google-Recherche scheint das Problem ab und an vorzukommen, Abhilfe: ne Stunde ausschalten, dann geht’s wieder. War bei uns auch so. Des Rätsels Lösung erklärte mir dann ein Heizungs-Servicetechniker, der auf dem Platz unterwegs war: dieses Verhalten zeigt die Heizung, wenn sie intern überhitzt. Ursache sind meist blockierte Heissluftschläuche, entweder durch unabsichtliche Hindernisse (Tierhaare sind da wohl gern genommen) oder dadurch, dass man zu viele Auslässe per Regelklappe verschlossen hat. Aha! Also alle Auslässe auf (wir haben im Bad und in der Dinette in paar zugemacht, damit mehr Heizleistung nach hinten zu den Kindern geht), danach gabs nie wieder ein Problem. Interessant.
- Zusätzliche Info vom Heizungstechniker auf meine Nachfrage nach dem Alter der Heizung (Truma C6002, 20 Jahre alt): unbedingt behalten und reparieren lassen, wenn kaputt; ist angeblich die zuverlässigste Heizung, die Truma bisher gebaut hat (von den Modellen mit Heisswasser-Funktion). Anscheinend kann man inzwischen auch kaputte Hauptplatinen reparieren lassen. Nicht bei Truma, aber es gibt da andere Unternehmen. OK…

Bis denn,

Uwe

P.S.: nicht verwirrt sein, der Bericht steht auch bei den normalen Reiseberichten im Italien-Forum - hab ihn da auch noch mal gepostet, wegen der Weihnachtsverlosung :-)

Alberto Brandolini: "The amount of energy needed to refute bullshit is an order of magnitude bigger than to produce it." :wall:
1 Kommentar 11247 mal betrachtet
Kommentare

RE: 23.12.2022-08.01.2023: Sexten

permanenter Linkvon Tinduck am 10 Feb 2023 10:17:35

Update:

- Die Klimaananlage haben wir stilllegen lassen - ca. 2500 Euro netto an Reparaturkosten, und wir haben sie fast nie gebraucht. Kann zu einem späteren Zeitpunkt jederzeit instandgesetzt werden. Ursache war wohl, dass der Trockner defekt gegangen ist, sein Trockenmittel in den Klima-Kreislauf entlassen hat und der Kompressor sich dann festgefressen hat. Also nix mit Gewährleistung für den Kompressor.

- Der Schaden am Kabelbaum wurde ordentlich repariert.

bis denn,

Uwe
Zuletzt geändert von Tinduck am 10 Feb 2023 10:18:58, insgesamt 1-mal geändert.
Alberto Brandolini: "The amount of energy needed to refute bullshit is an order of magnitude bigger than to produce it." :wall:
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